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So trotzen Sie der Fahrpreiserhöhung

Die Deutsche Bahn erhöht zum Fahrplanwechsel am Sonntag die Preise. Doch mit verschiedenen Rabatten wie Ländertickets können Sie beim Bahnfahren Geld sparen. Wir zeigen die wichtigsten Sondertarife.

  Durchschnittlich 2,8 Prozent mehr müssen Bahnkunden ab 9. Dezember für Fahrkarten im Nah- und Fernverkehr zahlen. Doch es gibt zahlreiche Möglichkeiten günstiger wegzukommen.

Durchschnittlich 2,8 Prozent mehr müssen Bahnkunden ab 9. Dezember für Fahrkarten im Nah- und Fernverkehr zahlen. Doch es gibt zahlreiche Möglichkeiten günstiger wegzukommen.

Schöne Bescherung zum zweiten Advent für alle Bahnfahrer: Das Staatsunternehmen verlangt ab Sonntag im Durchschnitt 2,8 Prozent mehr für jeden Fahrschein. Schon vor einem Jahr hatte die Deutsche Bahn ihre Fernverkehrspreise um 3,9 Prozent erhöht. Die neuerliche Preisrunde kommentiert Karl-Peter Naumann vom Fahrgastverband Pro Bahn als nicht gerechtfertigt, da "die Qualität längst noch nicht so ist wie sie sein sollte".

Doch eine Fahrt zum teuren Normaltarif muss nicht sein. Die Bahn bietet auch Spar-Möglichkeiten, verwirrend viele sogar. Wir stellen die wichtigsten Sondertarife vor.

Sparpreise

Diese Tickets gelten für einfache Fahrten oder für Hin- und Rückfahrt. Sie kosten bei einfacher Strecke - je nach Länge der Reise und Verfügbarkeit - zwischen 19 und 99 Euro. Reisen in Nachbarländer kosten mit dem "Europa Spezial" ab 39 Euro. Erhältlich sind sie ab drei Monaten und bis zu drei Tage vor der gewünschten Reise. Die Zahl der Tickets ist begrenzt, gerade rund um Wochenenden und Feiertage sind sie schnell vergriffen. Beim Sparpreis muss sich der Kunde auf einen bestimmten Zug festlegen.

Bahncard

Die Bahncard 25 bietet für 61 Euro im Jahr 25 Prozent Ermäßigung auf alle Fahrkarten. Der Rabatt kann mit anderen Rabatten - auch dem Sparpreis - kombiniert werden. Die Bahncard 50 kostet in der Standardversion 249 Euro. Sie bietet 50 Prozent Rabatt auf alle Fahrkarten. Die Kombination mit anderen Rabatten ist nicht möglich, dafür besteht keine Zugbindung. Die Bahncard 50 lohnt sich für Vielfahrer und für alle, die ihre Reisen lieber kurzfristig planen. Ab etwa 500 Euro Fahrtkosten pro Jahr sparen Bahnkunden mit ihr.

Ehe- und Lebenspartner von Bahncard-25-Besitzern können eine eigene, voll gültige sogenannte Zusatzkarte bislang für zehn Euro erhalten. Bedingung dafür ist aber, dass mindestens ein Kind unter 18 Jahren im selben Haushalt lebt. Ansonsten kostet die Partnerkarte 41 Euro ab dem Fahrplanwechsel. Die Bahncard 50 gibt es für Partner im selben Haushalt dann für 127 Euro - also gut die Hälfte des Preises der ersten Karte.

Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren fahren in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern immer kostenlos, sie müssen aber in die Fahrkarte eingetragen sein. Reisen sie alleine, erhalten sie einen Rabatt von 50 Prozent. Daneben kann sich die Jugend-Bahncard 25 für einmalig zehn Euro lohnen, die bis einschließlich 17 Jahre gilt. Die Bahncard 50 gibt es generell für Kinder bis einschließlich 17 Jahre sowie für Schüler und Studenten bis 26 Jahre zum halben Preis. Auch Senioren ab 60 Jahren zahlen bei der Bahncard 50 nur die Hälfte des Kartenpreises.

Nahverkehrstickets

Mit dem "Schönes-Wochenende-Ticket" können fünf Menschen einen Samstag oder Sonntag lang die Nahverkehrszüge der Bahn nutzen. Im Internet oder am Automaten kostet das Ticket ab 9. Dezember 42 Euro, am Schalter 44 Euro. Die auf eine bestimmte Region beschränkten Ländertickets gelten ebenfalls für bis zu fünf Fahrgäste in der zweiten Klasse des Nahverkehrs. Sie sind von Montag bis Freitag von 09.00 Uhr an gültig, samstags oder sonntags schon von Mitternacht an. Sie kosten für fünf Leute ab 21 Euro und werden zum 9. Dezember um einen bis zwei Euro teurer.

Quer-durchs-Land-Ticket

Mit dem Ticket kann ein Reisender von montags bis freitags ab 9 Uhr für 40 Euro am Automaten und im Internet oder für 42 Euro am Schalter deutschlandweit den gesamten Nahverkehr nutzen. Die Bahn hebt hierfür den Preis allerdings um zwei Euro an. Jeder weitere von maximal vier Mitfahrern zahlt sechs Euro extra.

Sparpreis-Tickets und Pauschaltickets für den Nahverkehr sind am Schalter ein ganzes Stück teurer. Hingegen bringt es mittlerweile nichts mehr, Reservierungen im Internet oder am Ticketautomaten statt am Schalter zu kaufen.

City Night Line

Wer nachts reist, kann mit der City Night Line ab 33 Euro im Ruhesessel, ab 49 Euro im Liegewagen und ab 69 Euro im Schlafwagen pro Person und pro Strecke durch Deutschland fahren. Für 10 Euro mehr ist eine der 17 Verbindungen in europäische Länder buchbar.

Sparpreis-Finder

Sparen kann, wer bei weiten Fahrten vom ICE auf den IC umsteigt: Der IC ist nur selten viel langsamer, kostet dafür aber meist deutlich weniger. Der "Sparpreis-Finder" auf der Internetseite der Bahn zeigt, zu welchen Uhrzeiten die besten Preise zu haben sind. Und wer noch vor diesem Sonntag bucht, bekommt die Fahrkarten für die kommenden drei Monate noch zum alten Preis.

Mitfahrer gesucht und gefunden

Viele Angebote wie Sparpreise oder die Ländertickets sind in der Gruppe günstiger. Wer keine Mitreisenden kennt, findet für die Gruppentarife weitere Reiseteilnehmer im Internet: zum Beispiel unter www.mitbahnen.de oder www.mitbahnzentrale.de

tib/AFP/AFP

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