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Hamburger Flughafen rät Passagieren von Anreise ab

Wer am Freitag ab Hamburg fliegen will, sollte gar nicht erst zum Flughafen anreisen. Denn durch einen Streik des Sicherheitspersonals kommt es zu langen Wartezeiten. 63 Flüge fallen komplett aus.

  Ein schwarzer Tag für die Luftfahrt in Hamburg: Viele Passagiere erreichen durch den Streik des Personals an den Sicherheitskontrollen ihre Flüge nicht mehr rechtzeitig.

Ein schwarzer Tag für die Luftfahrt in Hamburg: Viele Passagiere erreichen durch den Streik des Personals an den Sicherheitskontrollen ihre Flüge nicht mehr rechtzeitig.

Lange Schlangen vor den Terminals und ebenso lange Gesichter bei den Reisenden: Ein ganztägiger Streik des privaten Sicherheitspersonals sorgt für erhebliche Behinderungen am Hamburger Flughafen. Viele Flieger heben mit leeren Plätzen ab.

Bei den Personenkontrollen sei mit Wartezeiten von bis zu vier Stunden zu rechnen, teilte der Flughafen mit. Die Fluggesellschaften streichen auch kurzfristig Flüge. Passagiere sollten daher gar nicht erst zum Flughafen kommen. Der Flughafen rät, die gebuchte Airline anzurufen und sich über Umbuchungen und mögliche Alternativen zu informieren.

Nur drei von 40 Sicherheitsschleusen sind geöffnet

Am frühen Freitagmorgen hatte das private Sicherheitspersonal mit der ersten Schicht ihren Ausstand begonnen. Es bildeten sich lange Schlangen an den Terminals. Von den 40 vorhandenen Sicherheitsschleusen waren im Durchschnitt lediglich drei besetzt. Eine Sicherheitsschleuse kann pro Stunde maximal 80 Fluggäste überprüfen. Rund 19.000 Passagiere auf insgesamt 176 Flügen sind nach Angaben des Flughafens von dem Streik betroffen.

"Der Ausfall der Sicherheitskontrollen aufgrund eines Streiks kommt quasi einer Schließung des Flughafens gleich, Passagiere können nach Hamburg kommen, Hamburg aber mit dem Flugzeug nicht mehr verlassen", sagte Flughafengeschäftsführer Michael Eggenschwiler. Alleine den Flughafenbetreibern entstehe ein Umsatzverlust im mittleren sechsstelligen Bereich. Immer mehr Flüge wurden im Laufe des Nachmittags gestrichen. Air Berlin hat seine Verbindungen ab Hamburg am Nachmittag ganz abgesagt.

Gewerkschaft fordert einen Stundenlohn von 14,50 Euro

Die Gewerkschaft Verdi versucht mit dem Streik, Druck in den laufenden Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeberverband Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) zu erzeugen. Die Gewerkschaft fordert einen Stundenlohn von 14,50 Euro, bisher verdienen die Beschäftigten des Sicherheitspersonals am Hamburger Flughafen 11,80 Euro. "Wir hoffen, dass der Paukenschlag bei der BDSW ankommt", sagte Verdi-Sprecher Peter Bremmer.

"Der unangekündigte Streik der Sicherheitskontrollkräfte ist höchst unsensibel und unverantwortlich", sagte Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV. "Wir erachten es als unerlässlich, unbeteiligte Fluggäste frühzeitig zu informieren, damit diese ihre gebuchten Reisen entsprechend umplanen können."

"Der Staat soll für Ersatz sorgen"

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Klaus-Peter Siegloch, sieht den Bund in der Pflicht, die Sicherheitskontrollen auch bei einem Streik aufrechtzuerhalten. Die Kontrolle der Sicherheit sei per Gesetz eine staatliche Aufgabe, die nur stellvertretend an private Firmen weitergegeben werden könne. "Wenn diese ausfallen - sei es durch Streik oder andere Gründe - muss der Staat für Ersatz sorgen", forderte Siegloch.

Leidtragende des noch bis zum späten Abend andauernden Streiks sind die Passagiere. "Ich habe kein Verständnis, nicht hierfür", sagte der Brite Tom Findlay. Der 49-Jährige war geschäftlich in Hamburg und wollte Freitag zurück nach Edinburgh fliegen. "In Großbritannien hatten wir in den 70ern endlose Streiks und letztendlich haben sie die Wirtschaft ruiniert. Es ist eine schlechte Idee", sagte er, während er in einer langen Schlange vorm Schalter von British Airways wartete, um seinen verpassten Flug umzubuchen.

tib/DPA/AFP/DPA

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