Der ADAC hat Kreuzfahrtschiffe unter die Lupe genommen und zeigt sich mit seinen Befunden zufrieden. Einen großen Kritikpunkt gibt es trotzdem.
Das Video im Wortlaut: Einer unbeschwerten Kreuzfahrt auf hoher See steht wenig im Weg. Laut einer ADAC-Stichprobe sind die meisten großen Kreuzfahrtschiffe in einem guten oder sehr guten Zustand. Mehr...
Wenn es um die Sicherheit, den Brandschutz und die Rettungseinrichtungen geht, sind sie modern ausgestattet, so der Automobilclub. Auch die Besatzungen waren überwiegend freundlich, professionell und routiniert. In die positive Test-Bilanz mischen sich aber auch Mängel. So wurden auf einigen Schiffen die vorgeschriebenen Rettungsübungen nur unzureichend oder oberflächlich ausgeführt. Der Hauptkritikpunkt aber liegt unter Wasser. Die Hälfte der zehn Schiffe fuhr mit geöffneten Schotten. Laut dem ADAC birgt dies in einer Notfallsituation Gefahren. O-Ton Franz-Josef Lippold, ADAC-Tester „Im schlimmsten Fall würde so ein Schott vergessen werden zuzufahren. Sollte natürlich nicht passieren aber menschliches Versagen kann man nie ausschließen. Und dann würde eine weitere Sektion volllaufen, bevor das bemerkt würde und somit würde die Schwimmfähigkeit des Schiffes beeinträchtigt.“ Für das Fahren mit offenen Schotten bedarf es einer Ausnahmegenehmigung. Einige Staaten nutzen laut dem ADAC gesetzliche Schlupflöcher und stellen solche Genehmigungen aus. Bei den getesteten Schiffen kamen sie von den Bahamas und aus Panama. Die Tester fordern ein Ende solcher Ausnahmen. Insgesamt zehn große Kreuzfahrtschiffe für mehr als 2000 Gäste wurden überprüft. Auf der Costa Serena, einem Schwesterschiff der Costa Concordia, weigerte sich die Crew, mit den Testern zusammen zu arbeiten. Zwar sorgte die tragische Havarie des Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia im Januar für Schlagzeilen, Umsatzeinbrüche gab es deswegen in der Branche jedoch nicht. Die Kreuzschifffahrt erlebt seit Jahren einen Boom. Schließen
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