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Wo Campen cool ist

Früher war das Tragen von Trainingsanzügen beim Campingurlaub Pflicht. Jetzt werden jenseits von Wohnwagenparks die Zelte aufgeschlagen. Gerade in Deutschland gibt es ungewöhnliche Plätze.

Von Till Bartels

Die besten Zeltplätze: Cool Camping Deutschland
  Meisseaue, Sachsen: Kulturinsel Einsiedel    Anreise:    A4, Abfahrt Kodersdorf, Richtung Görlitz, an der Kreuzung in der Senke links abbiegen in Richtung Rothenburg, ca. 2 km hinter der Ortschaft Zentendorf im Wald an der Neiße. Mit der Bahn bis zum Bahnhof Görlitz und mit der Buslinie 139 oder 140 bis Zentendorf/Kulturinsel.     Kosten:    Baumhaus ab 220 € (für 2 Erwachsene und 2 Kinder inklusive Eintritt), Waldsiedlum-Zelte 49 € für Erwachsene / 39,50 € für Kinder inklusive Eintritt, Behütum-Zelt 17,50 € / 12,50 €, Schlafen im eigenen Zelt oder Bulli 6–8 €, dazu 5,50 € / 3,50 € pro Person.    Sonnenseite:    Ein Fabulosum für Draußenschläfer - vom Baumhaus, Behütum, Waldsiedlum bis zum eigenen Zelt.    Schattenseite  : Die Baumhäuser sind früh ausgebucht, obwohl die Preise wipfelhoch sind.    Infos:   www.kulturinsel.com

Meisseaue, Sachsen: Kulturinsel Einsiedel

Anreise:

A4, Abfahrt Kodersdorf, Richtung Görlitz, an der Kreuzung in der Senke links abbiegen in Richtung Rothenburg, ca. 2 km hinter der Ortschaft Zentendorf im Wald an der Neiße. Mit der Bahn bis zum Bahnhof Görlitz und mit der Buslinie 139 oder 140 bis Zentendorf/Kulturinsel.

Kosten:

Baumhaus ab 220 € (für 2 Erwachsene und 2 Kinder inklusive Eintritt), Waldsiedlum-Zelte 49 € für Erwachsene / 39,50 € für Kinder inklusive Eintritt, Behütum-Zelt 17,50 € / 12,50 €, Schlafen im eigenen Zelt oder Bulli 6–8 €, dazu 5,50 € / 3,50 € pro Person.

Sonnenseite:

Ein Fabulosum für Draußenschläfer - vom Baumhaus, Behütum, Waldsiedlum bis zum eigenen Zelt.

Schattenseite

: Die Baumhäuser sind früh ausgebucht, obwohl die Preise wipfelhoch sind.

Infos:

www.kulturinsel.com

Vorbei sind die Zeiten, in denen das Zelten als spießbürgerlich verschrien war. Ferien in der Heimat liegen im Trend. Doch es muss nicht immer ein Hotel oder eine Ferienwohnung sein. Viele suchen die Nähe zur Natur. Beim Übernachten im Zelt ist der Bodenkontakt und das Verbundensein mit der natürlichen Umgebung selbstverständlich und stellt den gewünschten Kontrast zum Alltag in der Großstadt dar.

Heute bedeutet der Sommerurlaub im Zelt nicht mehr: Über vier Wochen die Enge eines Campingplatzes an der italienischen Adria ertragen zu müssen, wie es in der Kindheit der Generation der Babyboomer der Fall war. In seinem Buch "Alles Azzurro - Unter deutschen Camper in Italien" hat der Autor Markus Götting aufgeschrieben, was die damalige Campingwelt im Innersten zusammenhielt: Sonnencreme, Dosenbier und Nackensteaks - das schienen die wichtigsten Utensilien für den Italienurlaub im Klappstuhl zu sein, wie er in seiner humorvollen Milieustudie erzählt.

Schlafen unter Zeltbahnen

Doch inzwischen hat sich die Campingszene komplett gewandelt. Statt des Miefs der 70er Jahre mit Blockwart-Attitüde und rigiden Regeln wie in einer Kleingartenkolonie steht Zelten heute für Freiheit, Spontanität und Abenteuer. Ein Grund dafür ist eine vollkommen neue entwickelte Hardware: Das alte Steilwandzelt gehört längst der Vergangenheit an. Die Outdoor-Branche boomt und hat leichtgewichtige Zelte mit intelligentem Zubehör wie selbstaufblasende Luftmatratzen auf den Markt geworfen. Die moderne Ausrüstung findet in den Satteltaschen eines Tourenfahrrades bequem Platz.

Nicht alle möchten ihr Reisegepäck sich auf ein Minimum redzieren und auf Komfort verzichten. Das Schlafen unter Zeltbahnen muss nicht immer spartanisch sein, sondern lässt sich mit luxuriösen Ansprüchen kombinieren. Vor kurzem wurde für das Zelten auf höchstem Niveau der Begriff "Glamping" geschaffen, eine Kombination der Worte Camping und Glamour. Besonders Resorts in Südafrika, die sich auf Safaris und Tierbeobachtungen spezialisiert haben, bieten vollklimatisierte Großzelte mit Himmelbett, Badewanne und Espressomaschine. Aber auch Reiseveranstalter in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in den indischen Nationalparks folgen diesem Trend.

Cool Camping

Um sensationelle Campingorte aufzusuchen, brauchen Urlauber nicht wegzufliegen. Gerade in deutschen Landen gibt es eine neue Generation von kleinen und unkonventionellen Plätzen. Wo sie sich verstecken, verrät der Hambruger Journalist Björn Staschen. Er hat die Campingplätze systematisch aufgespürt und stellt die schönsten 60 in seinem Buch "Cool Camping" vor.

Seine lockeren Einführungstexte zu jedem Platz lesen sich wie der Gegenentwurf zum klassischen ADAC-Campingführer: Sie sind subjektiv, frech und witzig. Damit wird Staschens Platzwegweiser zur alternativen Campingführer-Bibel Deutschlands.

"Wir haben viele clevere, kreative und mutige Zeltplatzbetreiber getroffen: kleine Unternehmer, die für ihre Liebe zur Natur die Festanstellung aufgeben und das Risiko gewagt haben", sagt Staschen. Zwischen Nordsee und Alpen hat er Campingplätze gefunden, wo schon in der ersten Minute alles stimmt: in dem Grün einer salzigen Halligwiese oder im Indianer-Tipi-Dorf in der Rhön.

Eine Auswahl der besten Plätze zeigt die Fotostrecke "Cool Camping"

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