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Stern Logo Die Welt der Gipfelstürmer

Dieser Extremkletterer bezwingt die Berge dieser Welt - einsam und ungesichert

Ihn reizen die großen Wände, Winterbegehungen und gefrorene Wasserfälle: Dani Arnold gehört zu den besten Bergsteigern der Welt - und zu den schnellsten. Wir zeigen Bilder seiner Rekordtouren.

Moose’s Tooth in Alaska 2013

Erstbegehung am Moose’s Tooth in Alaska 2013

Für Dani Arnold und David Lama ist es ist die erste Expedition nach Alaska. Das Thermometer zeigt im April minus 25 Grad. Beiden gelingt eine erste Route durch die die 1500 Meter hohe Ostwand des Moose’s Tooth, dem "Elchzahn", im Denali National Park zu legen - in nur 48 Stunden.

Die Markenzeichen seines Kletterstils lauten: solo, schnell und sicher. Denn allein, ohne Sicherungsseil, hat der Extrembergsteiger Dani Arnold mehrere der ganz großen Wände in den Alpen in Rekordzeit durchstiegen.

Ob 2011 die berüchtigte Eiger-Nordwand in 2 Stunden und 48 Minuten oder 2015 die Nordwand des in nur 106 Minuten, stets ist er in einer kontinuierlichen Aufwärtsbewegung in Richtung Gipfel unterwegs.

Sein hochgestecktes Ziel ist das Speed-Bergsteigen. "Eine gewisse Grundgeschwindigkeit muss ein Bergsteiger schon haben", sagte er in einem Interview. "Wenn man zu langsam ist, ist es definitiv gefährlich."

Neben der Kondition müssen auch die Verhältnisse stimmen: das Wetter, die Beschaffenheit des Fels und Firns und die Ausrüstung. Sein Hauptsponsor ist die Schweizer Marke Mammut.

Von Patagonien bis Pakistan

Der 1984 im Kanton Uri geborene Alpinist klettert nicht nur in den heimischen Bergen. 2013 reiste er mit dem Kletterer David Lama nach Alaska. Beiden glückte bei eisigen Temperaturen eine Erstbegehung am Moose's Tooth.

Auch kennt er die Schwierigkeiten der riesigen Felsnadeln in Südamerika und das raue Wetter in Patagonien. Schon 2010 gelingt ihm mit Stephan Siegrist und Thomas Senf die erste Winterbesteigung des Torre Egger in Patagonien, zwei Jahre später stößt er bis 150 Meter unterhalb des Gipfels des berühmt-berüchtigten Cerro Torre vor. Doch als zu gefährlich stellt sich ein Eisüberhang heraus - das Team muss sich wieder abseilen.

Im Sommer 2017 war er in Pakistan unterwegs. Oberhalb des Choktoi-Gletschers wollte er den Ostpfeiler des Ogre1 begehen. Doch die Umstände waren lebensgefährlich und sie kehrten um: "Riesige Wächtenabbrüche, Nassschneelawinen und Steinlawinen donnerten meist nur wenig später genau dort nach unten, wo wir vor wenigen Minuten noch waren", berichtet er auf seiner Homepage.

Auf den folgenden Seiten der Fotostrecke zeigen wir Bilder seiner Rekorde aus den vergangenen sechs Jahren.

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