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Stern Logo Die Welt der Gipfelstürmer

Spektakuläre Inszenierung über dem Abgrund

Er macht aus einer Felsnadel einen Alpenkaktus und bringt das Matterhorn zum Leuchten: Der Schweizer Bergfotograf Robert Bösch betreibt für seine Bilder enormen Aufwand - eine wahre Mammutaufgabe.

Von Till Bartels

Auf die Spitze getrieben: An der freistehenden 50 Meter hohen Felsnadel Ago del Torrone im Schweizer Bergell haben sich 28 Bergführer an Seilen fixiert. Sie mussten so lange ausharren, bis das aus dem Hubschrauber geschossene Stachelbild im Kasten war.

Auf die Spitze getrieben: An der freistehenden 50 Meter hohen Felsnadel Ago del Torrone im Schweizer Bergell haben sich 28 Bergführer an Seilen fixiert. Sie mussten so lange ausharren, bis das aus dem Hubschrauber geschossene Stachelbild im Kasten war.

Die Hersteller von Outdoor-Kleidung und Bergausrüstung machen mit Werbebildern von Menschen in der einsamen Natur auf sich aufmerksam. Doch die austauschbaren Motive reichten der Schweizer Firma Mammut nicht. Deshalb beauftragten sie die Agentur Erdmannpeisker und Robert Bösch, der mehr als ein guter Fotograf und Bergsteiger ist.

"Meine Aufgabe war es, für die von der Agentur ausgedachten Motive die richtigen Orte zu finden", erzählt Bösch, der 2001 auch auf dem Gipfel des Mount Everest stand. Für jedes der in den Schweizer Bergen inszenierten Werbefotos benötigte er im Schnitt ein halbes Jahr Vorlaufzeit.

Waren die passende Felsnadel oder richtige Gletscher gefunden, mussten im Vorfeld des Shootings zunächst Probeaufnahmen und Computersimulationen gemacht werden, um die bis zu 250 beteiligten Personen später punktgenau platzieren zu können - eine echte Teamarbeit.

Auf den folgenden Seiten der Fotostrecke zeigen wir seine zehn besten Bilder, die in vier zurückliegenden Jahren entstanden sind.