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Wie sicher ist Turkish Airlines?

In der Statistik des Flugunfallbüros Jacdec belegt Turkish Airlines den letzten Platz. stern.de erklärt, warum die türkische Fluggesellschaft so schlecht abschneidet und wie es um die Flugsicherheit in der Türkei bestellt ist.

Das mühsam aufgebaute Image von Turkish Airlines als sichere Fluglinie hat durch den Absurz in Amsterdam einen erheblichen Dämpfer erlitten hat. Jetzt sind die Flugunfallexperten am Zug. Sie müssen die einzelnen Puzzleteile des Unglücks von Flug TK 1951 zu einem Bild zusammensetzen, um die Absturzursache zu finden. Eine Arbeit, die viele Monate in Anspruch nehmen wird.

Das Jet Airliner Crash Data Evaluation Center (Jacdec) listet in seinem erst Anfang Februar erschienenen Sicherheitsranking der 60 größten Fluggesellschaften die türkische Staatsairline auf den hintersten Platz. Der Sicherheitsindex bewertet die Flugleistung aus den letzten 35 Jahren im Verhältnis zu den Todesopfern. Der Wert 0,00 steht für eine reine Weste. Die meisten europäischen Fluggesellschaften haben einen Index unter 0,10. Turkish Airlines kommt auf einen Wert von 3,00.

Sicher genug für "Star Alliance"

Trotz dieser ernüchternden Sicherheitswerte bestand Turkish Airlines das aktuelle "Iosa Safety Audit" der Airlinevereinigung Iata, in dem festgelegte Sicherheitsstandards bei der Betriebsdurchführung kontrolliert werden. Das Iosa-Audit war die Eintrittskarte für den begehrten Beitritt zur Star Alliance gewesen, den Turkish Airlines im April letzten Jahres feierlich beging. Damit ist die Fluglinie im größten Airlineclub der Welt, in dem auch die Lufthansa Mitglied ist.

Seit einigen Jahren vollzieht sich bei der ehemals staatlichen Fluglinie ein rasanter Wechsel zu einem internationalen Premiumcarrier. Die Flotte der 1956 gegründeten Airline wuchs binnen weniger Jahre auf über 100 fabrikneue Flugzeuge an. Viele neue Routen kamen hinzu.

Mehrere tödliche Unfälle

Auf der anderen Seite schlagen jedoch mehrere tödliche Unfälle - die meisten in den 90er Jahren - zu Buche, die laut Jan-Arwed Richter von Jacdec für die aktuelle Sicherheitsbewertung herangezogen werden. Zuletzt stürzte ein Regionaljet im Jahre 2003 im Landeanflug auf Diyarbakir bei dichtem Nebel vor der Landebahn ab. Nur fünf der 80 Menschen an Bord überlebten.

In den letzten 15 Jahren verlor Turkish Airline sechs Flugzeuge bei Unfällen, dabei kamen 151 Menschen zu Tode. Sämtliche dieser Unfälle ereigneten sich auf Inlandsstrecken. Der aktuelle Crash in Amsterdam ist der erste Flugunfall außerhalb der Türkei seit 1974, als bei Paris eine DC-10 abstürzte und 346 Menschen in den Tod riss.

Die Luftfahrt in der Türkei weist wesentlich mehr tödliche Unfälle pro Jahr auf, als alle anderen Länder in Europa. Zuletzt stürzte 2007 eine Maschine der Atlasjet Ende November 2007 beim Anflug auf Isparta gegen einen Berghang und explodierte. Alle 57 Insassen kamen ums Leben. Anders als in der EU existiert in der Türkei keine Flugaufsichtsbehörde, die mit dem Braunschweiger Luftfahrtbundesamt oder der Easa (European Aviation Safety Agency) in Köln vergleichbar wäre. Konkrete Umsetzungen von Sicherheitsanordnungen bleiben dort meist im Dunkeln, so klagten mehreren Piloten unlängst in einem britischen Fachforum für Flugsicherheit.

Solange aber der wahre Hintergrund um die Unglücksursache von TK 1951 nicht ermittelt ist, gibt es – so Jacdec – keinen Grund, Turkish Airlines zu meiden.

swd/tib

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