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Wo Antalya feiert, shoppt und schlemmt

Beim Stopover auf dem Weg zum Strandhotel offenbart Antalya ungeahnte Reize: osmanische Paläste, großartige Restaurants und eine geniale Live-Musik-Szene. "Geo Saison" verrät die besten Adressen.

Von Michael Dietrich

Manche Städte machen es einem so leicht, sich in sie zu verlieben. Sie wollen nicht entdeckt werden, sondern zeigen auf den ersten Blick, was sie alles Tolles zu bieten haben. Antalya, die Metropole an der Türkischen Riviera, klappt gleich einen prallen Attraktionen-Koffer auf - etwa mit der verwinkelten Altstadt, deren antike Bauten und osmanische Paläste 2000 Jahre Geschichte illustrieren.

Dann sind da spektakuläre Naturschönheiten: die dunkle Zackenkette des Taurus-Gebirges am Horizont im Westen, vor der sich die Bucht mit ihren Stränden am schimmernden Mittelmeer weitet. Ein paar Kilometer weiter schlagen die Wellen träge gegen eine Steilküste. Gleich hinter der Mauerbrüstung des Karaalioğlu-Parks reckt eine Bananenstaude ihre Blattfächer, und die Luft ist warm und weich und süß, selbst im Winter. Über die hellen Bodenfliesen der Uferpromenade rollen drei Jungs mit großen Kopfhörern auf Skateboards heran.

Kaleiçi: Das Revier der Bohème

Und trotzdem, jeden Tag ähnliche Szenen: Tausende von Urlaubern landen täglich auf dem Flughafen - um gleich, ohne einen Blick für Antalyas Schätze übrigzuhaben, in die großen All-inclusive-Resorts der Riviera weiterzueilen. Was einerseits schade ist, weil es so viel zu entdecken gibt - coole Bars und Clubs, hervorragende Restaurants, verträumte, sehr preisgünstige Hotels. Andererseits ist das natürlich auch ganz großartig, denn eine der liberalsten, vergnügtesten Städte der Türkei lässt sich so ziemlich unverfälscht erleben.

Im historischen Zentrum Kaleiçi am antiken Hafen können Urlauber in winzigen Nachbarschaftsläden stöbern, in denen alte Frauen in schwarzen Kleidern Seife, Teegläser, Putzmittel, Kaffeebohnen und Reis verkaufen - gesichtslose Fußgängerzonen und Einkaufszentren, Büros und Apartmenthäuser liegen alle in der Neustadt. Viele der jahrhundertealten Häuser im denkmalgeschützten Viertel sind heute restauriert und nachts das Revier von Antalyas Bohème, die in Hinterhofbars zu Live- Musik tanzt. Die Gassen sind kaum breiter als zwei Menschen mit ausgestreckten Armen, hinter Bruchsteinmauern rascheln Palmblätter. Über die Köpfe der Passanten ragen die Zedernholzerker osmanischer Stadtpaläste. Und über allem liegt der Duft von Jasmin und das milde Licht der Sonne - und das fast an jedem Tag im Jahr.

  Die Clubs in den kleinen Gassen warten mit viel Live-Musik auf

Die Clubs in den kleinen Gassen warten mit viel Live-Musik auf

Ausgehen

Ein milder Winterabend in Kaleiçi, wie so oft an der Südküste. Studenten in leichten Jacken, mit einem Efes-Bier in der Hand, die Mädchen in Jeans und Miniröcken, drängen sich vor den Bars der kleinen Altstadt. Von allen Seiten wehen Klänge heran: orientalische Folklore, Melodiefetzen eines türkischen Pop-Hits, aus einem Saxophon perlen jazzige Akkorde. Antalya ist eine Live-Musik-Stadt, in fast jedem Club des Gassengewirrs ringen Jazz-Combos oder Rockbands um ein paar Sekunden Aufmerksamkeit der lachenden, flirtenden Gäste.

Zwischen Ruinenbögen und schicken Bars

Im "Simurg", das sich hinter der osmanischen Fassade eines der alten Stadthäuser verbirgt, trifft sich die Bohème. Kaum ein Tourist oder konservativer Türke mischt sich nachts unter die Menge, die in Antalyas historischem Zentrum die große Freiheit feiert, wie sie in der Türkei sonst so nur Istanbul zu bieten hat. Am Himmel steigt der Mond über den Ruinenbogen einer Koranschule aus dem 13. Jahrhundert, die gleich neben dem Hinterhof-Club aus Maulbeer- und Orangenbäumen ragt. Es ist einer der Lieblingsplätze von Dilek Kabakçı, einer Geologiestudentin in knallrotem Kleid aus der Nähe von Istanbul, die mindestens drei Mal die Woche ausgeht. "Hier gibt keiner mit einem teuren Auto an, alle sind total gut drauf, und die Musik ist super."

Nur selten fährt die 24-Jährige mit den langen schwarzen Haaren ins moderne Viertel Lara im Osten der Stadt, wo schicke Bars über der Steilküste thronen. "Das liebe ich an Antalya", sagt Dilek, "man kann sich aussuchen, ob man es lieber cool oder edel hätte. Heute hab ich Lust auf Rock." So wie die vier Jungs im "Simurg", die auf der kleinen Bühne Grunge-Band aus Seattle spielen.

Clubs, Bars und Cafés

  • Simurg. Hübscher Hinterhof-Club mit Live-Musik von Pop- und Rockbands. Kaleiçi, Tabakhane Sk. 7, Tel. 241 66 25; tägl. ab 11 Uhr (open end)
  • Birles‚ ik Sanatlar. Bar mit eigener Galerie für Fotografie und Malerei. Dazu tragen Nachwuchs-Virtuosen auf akustischen Instrumenten meist traditionelle Musik vor. Kaleiçi, Hesapçı Sokak Kesik Minare Yanı, Tel. 244 37 26; tägl. 8–4 Uhr
  • Jolly Joker. Der Club im edleren Viertel Lara im Osten der Stadt zieht Tanzlustige an, die den Mix aus Rock und türkischem Pop, Soul und internationalen Hits inspirierend finden. Oft Live-Musik. Lara, Yeşilbahçe Mah. Savaş Cad. 4, Tel. 316 12 13, www.jollyjoker.com.tr; tägl. 10.30–22 Uhr Café/Bar, anschließend Disco bis 3 Uhr
  • Uzaklar. Wenn die Nacht in Lara lang werden soll, kann man sich hier für maximal sechs Euro mit Hackbällchen, Calamares oder Salaten stärken. Und dann gleich bleiben, denn auf der Bühne gibt's Jazz, Folk oder Rock. Lara, Eski Lara Cad. 223/A, Şirinyalı, Tel. 323 46 54, www.uzaklarantalya.com; tägl. 18–2 Uhr
  Köstliche Seebarsch-Spieße werden im Küstenviertel Lara serviert

Köstliche Seebarsch-Spieße werden im Küstenviertel Lara serviert

Essen und Trinken

Dies also soll Antalyas bestes Restaurant sein? Von Einheimischen wird das "Mevlana" gepriesen, doch kaum ein Tourist würde Notiz von ihm nehmen: hohe Fensterfronten im Erdgeschoss eines durchschnittlichen Hauses im Geschäftszentrum, dahinter ein Saal mit dunklen Holztischen und eine überdachte Terrasse. Voll ist es zur Mittagszeit, Angestellte und große Familien drängen herein. In der Luft liegt ein Hauch von Minze und Kardamom, Koriander und Piment.

Eine trainierte Kellnerriege in schwarzen Hosen und weißen Hemden trägt riesige Tabletts an die Tafeln: Lammschulter aus dem Ofen, mit würzigem Hack gefüllte Zucchini, bergeweise Gemüse vom Grill. An guten Tagen werden hier bis zu 3000 Gäste satt. Täglich.

Frischer Fisch im Küstenviertel

Für die Qualität bürgt Hüseyin Küçükcoşkun, ein Patriarch alter Schule. Alle Köche und Kellner haben bei ihm gelernt. Sämtliche Speisen probiert er persönlich. Bei der Lammstelze mit Möhren und Kartoffelpüree war offensichtlich alles bestens: das Fleisch perfekt angebraten und zart, den fettarmen Bratensaft möchte man löffeln, so fein gewürzt ist er.

Auch das "Kısmetim" im Küstenviertel Lara würde sich wohl erfolglos um Schönheitspreise bemühen. Was es aber auch nicht nötig hat: Sein Besitzer Ercan Arslannur war lange Jahre Fischer, bis er das Restaurant von seinem Vater übernahm. Noch heute fangen drei eigene Boote nur für ihn frische Doraden, Rotbarben, Seewolf und Zackenbarsch. Älter als ein paar Stunden ist kein Fisch, der bei ihm - köstlich gegrillt oder gegart - auf den Tisch kommt. Es ist der beste der Stadt. Sagen die Antalyaner.

Restaurants

  • Mevlana. Das geräumige Lokal mit überdachter Terrasse serviert türkische Hausmannskost höchster Qualität. Zentrum, Etiler Mah., Evliya Çelebi Cad., Tel. 321 40 46, www.mevlanalokantasi.com; tägl.
  • Kismetim. Der früher selbst fischende Wirt bringt heute den frischesten Zackenbarsch der Stadt auf den Tisch. Lara, Eski Lara Yolu Manavoğlu Parkiçi 7, Tel. 317 11 71; tägl. 13–22 Uhr
  • Arma. Von der Terrasse am Klippenrand schauen die Gäste bei türkischer wie internationaler Küche von Sushi bis Hummer zu, wie die Sonne hinter der Bucht versinkt. Kaleiçi, Iskele Cad. 75, Tel. 244 97 10, www.clubarma.com.tr. Ein Dinner zu zweit inkl. Wein kann hier 100 € kosten.
  • Salman. Taliha Salman ist Antalyas Großmeisterin der Süßspeisen
  • mit einem Café nahe der Altstadtmauer. Ihr Gebäck und ihre Kuchen sind köstlich. Zentrum, Haşimişcan Mah. F. Çakmak Cad. Uluc Apt. 7/1-A; Tel. 244 14 55, www.salmanpatisserie.com; tägl. 7–22 Uhr
  • Dem-lik. Nettes Altstadt-Gartenlokal, im schattigen Hof trinkt man Kaffee, Tee oder Bier unter Zitrusbäumen, an Wochenenden untermalt von Blues- und Rockbands. Kaleiçi, Kılınçaslan Mah. Zafer Sok. 16, Tel. 247 19 30; tägl.
  Im Hotel "Mediterra Art" regiert osmanische Gemütlichkeit; an der Fassade prangen Malereien einer alten Taverne

Im Hotel "Mediterra Art" regiert osmanische Gemütlichkeit; an der Fassade prangen Malereien einer alten Taverne

Übernachten

Dieses Hotel ist ein Statement: Ich will in die Erste Design-Liga! Unbedingt! Entsprechend konsequent ging der türkische Architekt Eren Talu zu Werke: Sein minimalistischer Kubus aus blendend weißem Beton, eine Referenz an die klaren Linien der Sechziger, bildet die Hülle des spektakulären "Hillside Su" am Konyaaltı-Strand im Westen der Stadt. Auch innen nichts als pures Weiß - die Lobby, die Zimmer mit den lackierten Betonböden und Einbaumöbeln, selbst die 300 Angestellten könnten in ihren Outfits Mitarbeiter einer Schönheitsklinik sein.

Design-Hotels und historisches Wohlfühl-Ambiente

Als künstlich rügen manche die formale Radikalität; andere lieben das Design-Hotel gerade dafür. Das scheinen viele zu sein, an Gästen mangelt es jedenfalls nicht. Und die geben sich gern der umfassenden Fürsorge auf Fünf-Sterne-Niveau hin.

Ganz anders dagegen gibt sich das "Mediterra Art Hotel". Die Philosophie von Mustafa Aydın, früher ein erfolgreicher Innenausstatter, ist das exakte Gegenteil von Modernismus: Er hat in Kaleiçi vier osmanische Häuser aus dem 19. Jahrhundert - mit Bruchsteinmauern, Fachwerk und Erkern aus Zedernholz - in ein feines Boutique-Hotel verwandelt. Selbst die Originalmalereien über dem Türstock einer griechischen Taverne, die sich in einem der Häuser befand, integrierte er mühelos. Sein Hotel hat eine warme Seele. "Und genau die", sagt er, "war mein größter Wunsch."

Hotels

  • Doğan. Die Zimmer des ruhig gelegenen Hotels sind im osmanischen Stil mit viel Holz, roten Stoffen und üppigen Teppichen eingerichtet, manche verfügen über Balkone mit Meerblick. Im schönen Innenhof spenden Orangenbäumchen Schatten - und ein Pool Erfrischung in heißen Sommern. Kaleiçi, Mermerli Banyo Sokak 5, Tel. 247 46 54, www.doganhotel.com; DZ/F ab 48 €
  • Mediterra Art Hotel. In den 27 gemütlich möblierten Zimmern zieren schwere, rote Samtvorhänge die Fenster, die dunklen Holzmöbel sind mit Einlegearbeiten veredelt. Vier historische Häuser bilden das Hotel rings um einen gemeinsamen Innenhof, in dem sich auch der Pool und ein Restaurant befinden. Kaleiçi, Barbaros Mah. Zafer Sokak 5, Tel. 244 86 24, www.mediterraarthotel.com; DZ/F ab 49 €
  • Tuvana. Die erste Adresse in der Altstadt, einst das Haus eines hohen osmanischen Offiziers, gewann 2010 den "World Luxury Hotel Award" (und ist deshalb oft ausgebucht). Zum stilvollendet geführten Hotel gehören zwei Restaurants und eine Bar. Kaleiçi, Tuzcular Mah. Karanlık Sok 18, Tel. 247 60 15, www.tuvanahotel.com; DZ/F ab 60 €
  • Hillside Su. Fünf-Sterne-Hotel mit 255 schneeweißen Zimmern und 39 Suiten in minimalistischem Design am Konyaaltı-Strand. Die Lobby wird abends zur Lounge - deren Gäste später gern in den hoteleigenen Beachclub weiterziehen. 1,5 km westlich der Stadtmitte, Dumlupınar Bulvan, Konyaaltı; Tel. 249 07 00, www.hillsidesu.com; DZ/F ab 125 €
  Am winzigen Memerli-Strand lernten viele Antalyaner das Schwimmen

Am winzigen Memerli-Strand lernten viele Antalyaner das Schwimmen

Erleben

An diesem Strand haben Generationen von Antalyanern das Schwimmen gelernt. Winzig ist die Badestelle, ein paar Meter Sand am Fuß der Steilküste. Nebenan, im 2000 Jahre alten Hafen, knarzen Fischerboote im Rhythmus der Wellen.

So klein es selbst auch sein mag, im denkmalgeschützten Kaleiçi - was "in der Festung" bedeutet - trifft man beeindruckend häufig auf die Spuren früherer Herrscher: auf die Wehrmauern der Hellenen, den römischen Triumphbogen für Kaiser Hadrian oder die Ulu-Moschee mit dem 800 Jahre alten Yivli-Minarett, Antalyas Wahrzeichen.

Weite Bucht am türkisblauen Mittelmeer

Wie jeden Tag spaziert der Journalist Hüseyin Çimrin, mit 22 Büchern über Antalya das "Gedächtnis der Stadt", im Schatten osmanischer Paläste durch das Gassengewirr der Altstadt. Der 66-Jährige, in Kaleiçi geboren, sorgt sich um sein Heimatviertel. Mehr als 600 der rund 1000 historischen Häuser wurden bereits restauriert.

Im Karaalioğlu-Park am Südrand der Altstadt, wo er gern seinen Nachmittagstee trinkt, strebt er über die breite Palmenallee zu einer Bruchsteinmauer über der rötlichbraunen Klippe. "Hier erst begreift man, wie schön meine Stadt liegt", sagt der Autor und weist auf das türkisblaue Mittelmeer und die Zacken des Taurusgebirges auf der anderen Seite der weiten Bucht. Daran, sagt er, könne sich kein Antalyaner sattsehen.

Sightseeing

  • Strände. Antalya hat gleich drei zur Auswahl: Mermerli, der winzige Sandstrand neben dem antiken Hafen. Zu erreichen nur durch das Restaurant "Mermerli" oben auf der Klippe (Kaleiçi, Selçuk Mah. Banyo Sok. 25, Tel. 248 54 84; Strand 2 € Eintritt, Liegestuhl und Dusche inklusive). Dazu kommen der Konyaaltıstrand im Westen, ein Kieselstrand mit etlichen, nicht immer geschmackssicheren Beachclubs, sowie Lara im Osten, einer der längsten Sandstrände der Türkei.
  • Yat Li mani. Vom antiken Hafen fahren Ausflugsschiffe entlang der Steilküste, z. B. zum Unteren Düden-Wasserfall. Tuzkapcı Sokak; Tickets im Alten Hafen kaufen; p. P. ca. 6 €
  • Hadrianstor. Der Triumphbogen für Kaiser Hadrian zwischen den beiden Wehrtürmen des Mauerrings aus der hellenistischen Epoche ist das antike Prunkstück der Stadt. Atatürk Caddesi
  • Antalya Museum. Exzellente Skulpturensammlung, etwa aus der nahen antiken Kunstmetropole Perge. Konyaaltı Cad. 88, Tel. 238 56 88, www.antalyamuzesi.gov.tr; Eintritt ca. 6 €
  • Karaalioglu-Park. Alte Bäume, Teegärten, Ruhe und eine grandiose Aussicht auf das Meer und die Berge - Antalyas schönster Park. Über der Steilküste im Süden der Altstadt
  Selbst der Eisverkäufer wird hier zur kleinen Attraktion

Selbst der Eisverkäufer wird hier zur kleinen Attraktion

Shoppen

Der Markt der Superlative: Jeden Mittwoch ab Sonnenaufgang stürmen bis zu 50.000 Kunden den "Antalya Semt Pazarcılar Odası" mit seinen zwei riesigen Etagen. Und wenn die letzten bei Sonnenuntergang abziehen, sind sie voll bepackt mit Taschen – aber nicht viel ärmer, die Waren sind superbillig. Auch wer nichts kauft, kann auf dem "Mittwochsmarkt" nördlich der Altstadt enorme Rabattschlachten erleben. Feilschen ist in der Türkei ein virtuos ausgeübter Volkssport, bei dem es am Ende keine echten Verlierer gibt: Die einen kaufen billig ein, die anderen machen dennoch ihr Geschäft.

Hochwertige Textilien günstig erwerben

Schon der Bauernmarkt rings um die Halle und das üppige Angebot der 480 Obst- und Gemüsehändler im Erdgeschoss lassen Besucher staunen. Das größte Spektakel aber wartet im ersten Stock, bei den 370 Händlern von Textilien und Accessoires. Yves-Saint-Laurent-Taschen und Ray-Ban-Sonnenbrillen für fünf Euro, Dessous aus Frankreich, Anzüge aus Italien zu erstaunlichen Preisen. Das meiste davon natürlich Fake-Artikel, auch wenn die Verkäufer das Gegenteil behaupten.

Günstig einzukaufen, ohne sich später mit dem deutschen Zoll anlegen zu müssen, ist allerdings ebenso möglich. Ein weißes, tailliert geschnittenes Herrenhemd aus hochwertiger Baumwolle etwa, das in Deutschland 50 Euro kosten würde, gibt es hier für fünf. Das Geheimnis: Die massive Überproduktion von Design-Labels wie Hilfiger oder Hugo Boss im Textilland Türkei wird auf heimischen Märkten verramscht.

Geschäfte und Märkte

  • Antalya Semt Pazarcılar Odası. Obst und (Fake-) Outfits sowie Accessoires. Cumhuriyet Mah. Sokullu Cad., Sigorta Pazarı Yanı 26
  • Atatürk- und cumhuriyet Cadesi. Diese beiden Straßen umringen die Altstadt. Ungezählte kleine Läden verkaufen oft handgenähte günstige Lederschuhe, -taschen und -gürtel oder, in einem anderen Abschnitt, Silber- und Modeschmuck.
  • Abdullah Simsek. Handgearbeitete Schuhe aus feinem Veloursleder, das Paar zu 35 €. Der Schuhmacher fertigt auch spezielle Modelle etwa für Profitänzer oder Clowns an. Zentrum, Güllük Ptt Arkası 121, Sokak Yener Apt. 15, Tel. 247 00 04
  • Halihan. Diesem Antiquitätenhändler vertrauen selbst Antalyas Geschichtsprofessoren. Hakan Tazecan hat echte Kostbarkeiten aus alten osmanischen Häusern im Angebot – von der reich verzierten Eingangspforte bis zum wertvollen Teppich. Kaleiçi, Barbaros Mah., Hesapçı Sok. 12
  • Migros. Größtes Einkaufszentrum der Stadt mit 130 Geschäften für Schmuck, Beauty, Technik und Mode. Tipp: Jeans, Kleider oder Anzüge Istanbuler Designer wie Beymen, Damat, Network oder Mavi sind ebenso trendsicher wie die Pendants von Diesel oder Hilfiger – kosten aber höchstens die Hälfte. Meltem Mah. 100, Yüzüncü Yıl Bulvarı 155, www.antalyamigros.com

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