Wo Antalya feiert, shoppt und schlemmt

18. Februar 2012, 17:45 Uhr

Beim Stopover auf dem Weg zum Strandhotel offenbart Antalya ungeahnte Reize: osmanische Paläste, großartige Restaurants und eine geniale Live-Musik-Szene. "Geo Saison" verrät die besten Adressen. Von Michael Dietrich

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Manche Städte machen es einem so leicht, sich in sie zu verlieben. Sie wollen nicht entdeckt werden, sondern zeigen auf den ersten Blick, was sie alles Tolles zu bieten haben. Antalya, die Metropole an der Türkischen Riviera, klappt gleich einen prallen Attraktionen-Koffer auf - etwa mit der verwinkelten Altstadt, deren antike Bauten und osmanische Paläste 2000 Jahre Geschichte illustrieren.

Dann sind da spektakuläre Naturschönheiten: die dunkle Zackenkette des Taurus-Gebirges am Horizont im Westen, vor der sich die Bucht mit ihren Stränden am schimmernden Mittelmeer weitet. Ein paar Kilometer weiter schlagen die Wellen träge gegen eine Steilküste. Gleich hinter der Mauerbrüstung des Karaalioğlu-Parks reckt eine Bananenstaude ihre Blattfächer, und die Luft ist warm und weich und süß, selbst im Winter. Über die hellen Bodenfliesen der Uferpromenade rollen drei Jungs mit großen Kopfhörern auf Skateboards heran.

Kaleiçi: Das Revier der Bohème

Und trotzdem, jeden Tag ähnliche Szenen: Tausende von Urlaubern landen täglich auf dem Flughafen - um gleich, ohne einen Blick für Antalyas Schätze übrigzuhaben, in die großen All-inclusive-Resorts der Riviera weiterzueilen. Was einerseits schade ist, weil es so viel zu entdecken gibt - coole Bars und Clubs, hervorragende Restaurants, verträumte, sehr preisgünstige Hotels. Andererseits ist das natürlich auch ganz großartig, denn eine der liberalsten, vergnügtesten Städte der Türkei lässt sich so ziemlich unverfälscht erleben.

Im historischen Zentrum Kaleiçi am antiken Hafen können Urlauber in winzigen Nachbarschaftsläden stöbern, in denen alte Frauen in schwarzen Kleidern Seife, Teegläser, Putzmittel, Kaffeebohnen und Reis verkaufen - gesichtslose Fußgängerzonen und Einkaufszentren, Büros und Apartmenthäuser liegen alle in der Neustadt. Viele der jahrhundertealten Häuser im denkmalgeschützten Viertel sind heute restauriert und nachts das Revier von Antalyas Bohème, die in Hinterhofbars zu Live- Musik tanzt. Die Gassen sind kaum breiter als zwei Menschen mit ausgestreckten Armen, hinter Bruchsteinmauern rascheln Palmblätter. Über die Köpfe der Passanten ragen die Zedernholzerker osmanischer Stadtpaläste. Und über allem liegt der Duft von Jasmin und das milde Licht der Sonne - und das fast an jedem Tag im Jahr.

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