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Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin ist mit einer eigenen Version des Fats-Domino-Klassikers "Blueberry Hill" zum Diskostar avanciert.
Moderatorin Barbara Schöneberger (38) verdient zwar ihr Geld im Fernsehen, privat interessiert sie sich allerdings nicht sonderlich dafür - ganz im Gegenteil. «Ich gucke überhaupt kein fern, um ehrlich zu sein», sagte sie im Interview in München.
Von minus 20 auf plus 20 Grad in nur wenigen Flugstunden: Zehn Reiseziele für alle, die dem eisigen Winter die kalte Schulter zeigen wollen.
Der "Faust" brachte sie zum Kommunismus, sie war einsam und verzweifelt, die Politik rettete ihr Leben. Sahra Wagenknecht rast im stern-Interview durch ihr 40-jähriges Leben und verdeutlicht erneut: Sie ist nicht wie die anderen in der Politik.
Dieses Warenhaus prägte die deutschen Innenstädte, wertete ein Städtchen zur Stadt auf: Nun steht Karstadt vor der Insolvenz. Stadtplaner Thomas Sieverts, 75, wirft im stern.de-Interview einen nostalgischen Blick zurück auf das Warenhaus seiner Kindheit - und sieht bei einer Karstadt-Pleite eine "große Öde" in den Stadtzentren.
... dachte sich der kleine Franzose wohl, der mich neulich in einer der Lissabonner Diskos ansaugte. Das mit der Romantik müssen wir aber noch ein bisserl üben, dachte ich zurück. "Amis und Briten kommen kaum noch ins Lisbon Old Town", sagt João, mein Ex-Hostel-Chef im schönsten Hostel Lissabons . "Seitdem der Euro so hoch steht, ist denen die Reise nach Portugal wohl zu teuer." Ein Grund zur Sorge? Nein, denn deren Platz nehmen Deutsche und Franzosen ein, besetzen die Herberge zu jeweils etwa 50 Prozent. Mit einer dieser Delegationen (aus meiner fromaaage-liebenden Wahlheimat) ziehe ich denn auch wenig später durchs nahe gelegene Kneipenviertel Bairro Alto , schleppe mich von einer Bar zur nächsten Disko. Bei der letzten dieser Nachtlokale (einem Klub mit ansprechender Techno-Musik) habe ich sie alle abgehängt - bis auf einen Gesellen, der genau wie ich über die Tanzfläche zappelt. Und so zappeln wir uns gegenseitig an, bis Monsieurs Zeigefinger mich zu sich herwinkt, ich natürlich keine Wahl habe (!!), als seinem Ruf zu folgen, und er mir einen wilden Schmatzer aufdrückt. Das tut er circa fünf Minuten lang, zieht mich dann zum nächstliegenden Sofa. Dort nimmt er ganz niedlicherweise meine Hand, flüstert mir leise ins Ohr: "Sag mal, wohnst Du eigentlich auch im Hostel?" Woraufhin ich ihn nur verdattert beäuge, mich frage, unter welcher Dauerdroge der junge Mann wohl die vergangenen drei Tage gestanden hat (während derer sowohl er als auch ich im schönsten Hostel Lissabons übernachtet haben). Als ich zur Antwort nur nicke (Worte wollen gerade nicht aus meinem Munde sprudeln), fährt er fort: "Schade, sonst könnten wir heute Abend Liebe machen ..." Ganz baff von diesem Sinn für Romantik entgege ich: "Eh ben, non!" (Nö) Und diskret ziehe ich meine Hand weg. "Im Urlaub muss man schließlich Spaß haben, ne?" fährt Mister Loverboy fort und fragt mich: "Hast Du eigentlich nen Freund?" Da ist auch bei mir der Groschen gefallen, ich schüttele den Kopf und stelle die Gegenfrage. Er nickt, fügt hinzu: "Aber erst seit einem Monat." Und wiederholt zu sich selbst: "Im Urlaub muss man schließlich Spaß haben ..." Ich sage nichts. Casanova lässt sich jedoch nicht beirren, führt sein Selbstgespräch fort: "Uiuiui, bin ich betrunken!", meint er und zeigt auf ein etwa zehn Meter entferntes Schild, auf dem "Super Bock" steht. "Das zum Beispiel kann ich nicht mehr lesen: Suu ... " Diese Übung macht er noch mit drei anderen Schildern mehr oder weniger in der Nähe, während ich nur mit Aufmerksamkeit meine Fingernägel studiere. Doch die Spitze des Eisbergs ist noch nicht erreicht: "Entschuldige, dass ich Dich geküsst hab", sagt der Franzos' neben mir. "Das tut mir echt leid!" Und verbringt die nächsten zehn Minuten damit, mir zu sagen, was für ein toller Abend das doch gewesen sei, wie viel er doch von Lissabon gesehen hätte etc. Irgendwann halte ichs nicht mehr aus, meine nur: "Gehen wir?", und wir trotten zurück in Richtung Hostel. Als wir vor unserer Tür stehen, guckt Don Juan mich an und fragt (nachdem ich seit etwa 20 Minuten nichts Anderes als "hmmm ..." gesagt habe): "Sag mal, bist Du etwa sauer? Du hast das Ganze doch nicht in den falschen Hals bekommen, oder?" Natürlich nicht , denke ich nur, gucke ihn mit einem Stirnrunzeln an und drücke wortlos die Tür auf. L.
Eiffelturm, Champs-Élysées, Sacré Coeur - in Paris mangelt es nicht an Attraktionen. Doch man kann die Metropole aus einer anderen Perspektive erkunden: Einmal in der Woche haben Inlineskater auf den Avenuen Vorfahrt.
Wird es in der unmittelbaren Umgebung zu laut, fahren die Ohren ihre Aktivität herunter. Sie hören dann zwar weniger, schützen sich aber vor stärkeren Schäden, haben Wissenschaftler der John-Hopkins-Universität in Baltimore festgestellt. Diese Erkenntnis hilft, neue Behandlungen gegen Hörschäden zu entwickeln.
Es beginnt so gut - Kanzler Willy Brandt will die Versöhnung mit Polen und "mehr Demokratie wagen". Doch dann platzt der Traum vom ewigen Wachstum. Das Jahrzehnt der Krisen führt die Republik in die Bewährungsprobe. 2009 wird das Modell Deutschland 60. Der stern startete 2008 eine erfolgreiche Serie - von der Währungsreform bis zur Finanzkrise. Im dritten Teil: die Siebziger.
… hab ich gestern zugeschaut. Und war froh, als Fragen stellende Journalistin nicht zum potentiellen Opfer zu werden. "Ich kündige Dich mal lieber per Mikrofon an", Arnaud grinst mich an und fügt hinzu: "Nicht, dass sie sich bedroht fühlen – vor allem die ‚illegitimen’ Pärchen …" Und schon raunt der DJ neben mir mit rauchiger Stimme ins Mikrofon: "Heute ist übrigens eine junge Journalistin unter uns, Lisa. Die will eine Reportage schreiben und Ihnen gleich einige Fragen stellen, nicht erschrecken!" Schon denke ich, die Ansage ist vorbei, da fügt Arnaud schnell hinzu: "Achja, und sie tanzt gerne Boléro …" Ich versuche, ihn in die Seite zu boxen, doch er windet sich lachend weg und ruft mir zu: "Mal gucken, vielleicht fordert Dich ja jetzt jemand auf!" Tolle Aussichten , denke ich nur, und schaue auf die Tanzfläche vor mir: Circa 20 Rentner zwischen 60 und 80 schaukeln dort langsam hin und her, in eine Traumwelt versunken. Drumherum sitzen weitere 40 bis 50 von ihnen, die Ööömken mit Perlenkettchen und Spitzenoberteil, die Öööpken mit Anzug und Krawatte. Sie alle sind hier für den "Thé Dansant", den Tanztee. In ganz Paris gibt es solche Parties fürs Alter, in Diskos, die sonst zum Rocken für die Jugend dienen. Ob man wohl auch in dem Alter noch auf der Jagd ist? , frage ich mich still. Und bekomme meine Antwort prompt beim ersten Interview: Danielle sitzt wie hingegossen alleine auf einer Eckbank, nippt an ihrem Wasserglas. "Hier herrscht schon eine ganz besondere Stimmung", sagt die 62-Jährige, "es geht ums Tanzen, Jagen, Graben", meint sie und grinst. Die Jäger würde man auch recht schnell erkennen, so die blonde Rentnerin im goldenen Rock: Erst schlichen sie sich an, beobachteten einen, dann forderten sie zum Tanz auf und dann – würde man ihrer schnell müde werden. "Die meisten Jäger sind nämlich nicht die besten Tänzer", sagt Danielle und lacht. Und während es um mich rum weiter bolérot, swingt, rockt und latinot, versuche ich einen von diesen "Jägern" auszumachen. Leider erfolglos. Glaube ich. Bis auf einmal Martin* neben mir steht – ein Bein lässig auf der Stufe hinter uns abgestellt, den linken Arm auf das Geländer, an dem wir lehnen, gelegt. Er lächelt mir leicht zweideutig zu. Um jeden Zweifel auszuräumen, krähe ich schnell: "Oh, hallo, ich bin Journalistin, darf ich Ihnen ein paar Fragen stellen?" Und ich grinse breit. Bei so viel Charme meinerseits kann Martin nur ja sagen – und ich gebe alles: Ob er denn auch schon davon gehört hätte, von den "Jägern" beim Tanztee? "Chasseurs?", (Jäger) fragt er mit wässrigen Augen zurück und fährt sich über den kahlen Kopf. "Das Wort gefällt mir nicht." Besser gefällt ihm: Sympathie und mehr, wenn Affinitäten bestehen. Ob Affinität oder Jagd, geklappt hat es bei ihm wohl schon, erfahre ich nach einigem Nachhaken. "Wäre ja auch schade, wenn nicht", meint der 55-Jährige, "schließlich komme ich seit 30 Jahren hierher." Von der Zahl beeindruckt, vergesse ich leider zu fragen, ob er auch schon mit 25 beim Tanztee gejagt hat oder er früher zu den Rocknächten der jüngeren Generation ging. Eine durchaus berechtigte Frage, wo doch schon heute der Altersunterschied zwischen ihm und den anwesenden Damen zwischen 10 und 30 Jahren beträgt … Anstatt dessen bekomme ich die wertvolle Information, dass Martin seine jetzige Frau in selbigem Lokal kennen lernte, vor 14 Jahren. "Aber", fügt er schnell hinzu, "das dürfen Sie jetzt nicht schreiben!" So könne man eins und eins zusammenzählen, erzählt er mir aufgeregt und wisse, wer da spreche. "Na, und?" meine ich, "Sie sagen doch nur, dass Sie ihre Frau hier kennen gelernt haben …" "Ja, aber", fügt Mister Loverboy mit einem verschmitztem Lächeln hinzu, "wenn meine Frau das liest und mich erkennt, dann weiß sie auch, dass ich noch immer hierher komme – und zwar ohne sie …" Ein echter Jäger also , denke ich. L. * Name wurde von mir geändert
Gerade mal zwei Schläge hat Münchens Oberbürgermeister Ude für den Fassanstich gebraucht - und schon verkündete er: "Ozapft is". Das Oktoberfest ist damit offiziell eröffnet, das Bier fließt in Strömen. Doch was trägt man auf der Wiesn? Es gibt einige grundlegende Benimm- und Dress-Codes zu beachten.
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