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Germanwings-Jet muss am Boden bleiben

Berichte über giftige Luft im Cockpit eines Germanwings-Flugzeugs erregten letzte Woche Aufsehen. Nun gab es wieder eine ungewohnte Geruchsentwicklung. Der Kapitän verschob vorsorglich den Start.

  Germanwings fliegt Maschinen vom Typ Airbus A319

Germanwings fliegt Maschinen vom Typ Airbus A319

Wegen eines ungewöhnlichen Geruchs in der Passagierkabine hat ein Germanwings-Pilot am Donnerstag den Start seiner Maschine vom sardinischen Flughafen Cagliari verschoben. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass giftige Dämpfe im Cockpit vor zwei Jahren zu einer gefährlichen Situation in einer Germanwings-Maschine geführt hatten. Dabei waren die Piloten fast ohnmächtig geworden.

Der Vorfall vom Donnerstag sei damit in keiner Weise vergleichbar, betonte ein Germanwings-Sprecher. Nach der Landung in Cagliari sei routinemäßig einen Zusatzgenerator eingeschaltet worden, der das Flugzeug am Boden mit Strom und die Klimaanlage mit Druckluft versorge. "Da hat sich dann Geruch bemerkbar gemacht." Daraufhin habe der Pilot den Generator ausgeschaltet, sei zum Gate gerollt und habe die 126 Passagiere aussteigen lassen, so der Sprecher.

Anschließend seien die 143 Passagiere für den Rückflug nach Köln/Bonn an Bord gegangen, und der Airbus A 319 sei vom Gate in Richtung Startbahn geschoben worden. Nach dem Einschalten des zweiten Triebwerks habe die Crew wieder einen Geruch in der Kabine bemerkt. Daraufhin habe sich der Kapitän entschlossen, vorsorglich zum Gate zurückzukehren. Die Passagiere sollten später mit einer Ersatzmaschine nach Köln/Bonn zurückfliegen. Die Ursache der Geruchsentwicklung werde untersucht.

tib/DPA/DPA

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