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Fahrradverkehr

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Very British
Very British
London ist die schlimmste Fahrrad-Stadt der Welt

Zum Radfahren ist London denkbar ungeeignet: Taxifahrer hassen Zweiräder, Busse verstopfen die Straßen und Radfahrwege sind rar. stern-Korrespondentin Cornelia Fuchs wagt sich trotzdem auf dem Fahrrad durch die britische Hauptstadt.

Trend Elektrobikes
Trend Elektrobikes
Für 50 Euro um die Welt

Steigende Spritkosten und verstärktes Umweltbewusstsein ? was den Autofahrer ärgert, beflügelt die Fahrradbranche. Auf der internationalen Leitmesse Eurobike in Friedrichshafen zeigt sich, dass Räder mit Elektromotor zum Millionengeschäft werden. Kein Wunder: Mit Strom für 50 Euro könnte man um die ganze Welt radeln.

Wie fährt der denn?
Blog "Wie fährt der denn?"
§53 StVO Absatz 9, komm wieder!

Es hätte so einfach sein können. Hier ein bisschen weniger Bürokratie und dort ein paar weniger Schilder und weniger Kosten. Was hat die Novelle der Straßenverkehrsverordnung aber gebracht? Ein paar Absätze weniger, dafür eine Geschichte, die klingt, als wäre sie ein Aprilscherz und deswegen ein Selbstgänger für Blätter mit großen Buchstaben - und letztendlich ein Stürmchen im Wassergläschen. . Ich lebe in einem Land, in dem auf vier Einwohner ein Verkehrsschild kommt - statistisch gesehen. Deswegen versprechen regelmäßig Minister , Senatoren und Wahlkämpfer (" Siegfried Müller macht's "), dem sprichwörtlich-floskeligen Schilderwald ein Ende zu bereiten. Da war es doch eigentlich toll, wie der einstige Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee zu Zeiten der Großen Koalition mit der 46. Novelle der Straßenverkehrsordnung mal so richtig zeigen konnte, wie das geht mit dem Aufräumen. Und schwupp, waren ein paar Paragrafen weg und " 22 Verkehrsschilder von der Straße verschwunden ". Und so sehen die Unterschiede zwischen alt und neu aus. Schön. Und damit sich auch gleich mal die StVO lichtet, hat man auch gleich mal dort ein wenig aufgeräumt. Früher, als alles besser war, umfasste der §53 der StVO ganze 16 Absätze (Ein heißer Dank geht hier an veraltete Internetangebote, an denen das alles spurenfrei vorüberging). Heute sind es derer nur noch sechs , sie sind dankenswerterweise auf den Seiten des Hauses von Frau Leutheuser-Schnarrenberger einzusehen, auf den Seiten des Justizministeriums. Obwohl auch das nur die Fassung für den Privatgebrauch ist. Die eigentliche, offizielle, in der uns Privatleuten sicher noch was verschwiegen wird, ist im Bundesgesetzblatt zu finden. Das verfügt zwar über einen Bürgerzugang , der aber dieser Beschreibung spottet. Es müsste heißen: Bürger-Abschreck-und-Fernhaltezugang. Versuchen Sie doch mal, den entsprechenden Abschnitt irgendwo zwischen der Verordnung über die Einsatzbedingungen des fahrenden Personals im interoperablen grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehr (Eisenbahn-Fahrpersonalverordnung %u2013 EFPV) und der Zweiten Verordnung zur Änderung der Zweiten Bundesmeldedatenübermittlungsverordnung zu finden. Gar nicht lustig, Frau Gaal . Sei's drum. Die Krux ist: Mit der Novelle der StVO ist auch der Absatz 9 des §53 gestrichen worden, der die Übergangsregelung der alten Schilder beinhaltet hat. Damit, so sagt der ADAC, wären alle alten Schilder ungültig. Das sieht das zuständige Ministerium offenbar anders. Der RP sagte ein Sprecher: "Alle alten Schilder sind zu beachten" . Ja, was denn nun? Wie man im Minsterium auf diese Idee kommt, hätte ich gerne gewußt. Seit einigen Stunden warte ich nun schon auf den erlösenden Anruf aus Berlin, wer weiß, vielleicht morgen. Dann beantwortet mir vielleicht endlich mal jemand die Frage, was eigentlich daran so schwer ist, wenn der ADAC denn rechtbehalten sollte, diesen Absatz wieder einzufügen, also so eine Art undelete oder undo-Funktion. Wird vermutlich nicht so teuer sein, wie nun jedes alte Schild durch ein Neues zu ersetzen. Achten Sie mal drauf, vielleicht hat ja vor Ihrem letzten Verstoß auch ein altes Verkehrsschild gestanden und das Ganze ist unwirksam? Na, beweisen Sie das aber erstmal! Die vom Boulevard erhoffte Klagewelle dürfte wohl ausbleiben. Sollte die Stadt Hamburg nur eines der alten Schilder austauschen - die könnte man rein theoretisch auch durch alte ersetzen! Zumindest gibt es die noch zu kaufen, und zwar hier , dann wäre ich dafür, doch erstmal hier ikm Viertel wieder Schilder anzubringen. Da stand mal Liegewiese, Hunde verboten. Und man sieht, bald ist der Zeichenträger (die Dinger heißen im Fachjargon tatsächlich VZT, Verkehrszeichenträger ) auch morsch. Also, statt 100 EUR für ein noch existierendes Parkverbotschild auszugeben, doch mal ein bisschen weniger für den Nachfolger eines ganz verschwundenen - oder? Grüße ins Bezirksamt Mitte , dem hab ich das im März 2009 schon gesagt. Aber auch hier wird bis auf diese eine Anmerkung eine Klagewelle ausbleiben. Genau wie einst das Verkehrsministerium den scheinbaren Skandal um gestrichene Absätze verkannt hat. In einer Pressemeldung des Minsteriums zur damaligen Novelle der StVO heißt es Ende August 2009 weitsichtig: " Erleichterungen für den Fahrradverkehr "

Wie fährt der denn?
Blog "Wie fährt der denn?"
Frühjahrs-Blues auf dem Fahrrad

In einem Anfall, übermannt von Frühlingsgefühlen, habe ich mir ein Fahrrad gekauft. Im Supermarkt, wie eine Milch. Karte durch und das Ding war meins. Und seither blicke ich dreigang-radelnd in Abgründe - auf der Strecke und in mir selbst. : Bisher zog ich es vor, zu eiligen Terminen in der Stadt entweder mit der Bahn - oder wenn der Interview-Ort ein wenig abgelegener war - mit dem Auto zu fahren. Seit ein paar Tagen nehme ich das Rad (Drei Gänge, Nabendynamo (der nicht abzuschalten ist), gefederte Vorderachse, breitärschiger Sattel, analoge Klingel). Und stelle mir Fragen: darf ich mit Kopfhörer fahren ? Wo darf ich fahren ? Und ich glaube seit den ersten Pedaltritten seit langem die Abneigung der Radfahrer gegenüber Autofahrern zu verstehen. Diese Ignoranten (zu denen ich wohl auch gehöre, wenn ich im Auto sitze) nehmen einem die Vorfahrt, biegen einen fast über den Haufen ab, parken zu oft auch noch so schmale Fahrradwege zu, reißen achtlos Beifahrertüren auf und stehen an Ampeln meist so bescheuert, dass man bestimmt nicht rechts an ihnen vorbei bis zum Haltestreifen vorziehen kann. Noch dazu ist das Radwegenetz in Hamburg eine echte Zumutung und eine Herausforderung. Schlaglöcher , Baumwurzeln , minotaurische Verkehrsführung , oft nur lenkerbreite Streifchen. Andere können da im Wörtlichen Sinne Lieder davon singen . Und das unter einer schwarz-grünen Regierung . Gut, die ist erst seit einem Jahr im Amt und vorher war die Autofahrerpartei alleine dran, aber trotzdem. Im aktuellen Koalitionsvertrag finden sich grade mal vier mickrige Absätzchen zum Thema Fahrradverkehr ( hier oder hier Seite 37).Inklusive Fahrradforum , was es nicht alles gibt. Im letzten Jahr sind 2498 Radfahrer in Hamburg verunglückt , fast 10 % mehr als noch in 2007. Vermutlich auch, weil - wie der ADFC bemerkt - die eben beschriebenen Radwege oft gefährlicher sind als die Straße. Trotzdem radeln in Hamburg etwa eine Million Leute, zumindest wird die Zahl der Fahrräder hier auf diese Summe geschätzt. Gut, mein Freund hat mir neulich gesagt, ich würde auf dem Fahrrad genauso aggressiv fahren wie mit dem Auto, und so langsam muss ich ihm recht geben. Nicht, was meinen Fahrstil im Auto betrifft, da irrt er völlig. Aber meinen Zorn als Radfahrer beschreibt das tatsächlich annähernd. Irgendwann in den nächsten Wochen wird meine Klingel abfallen, wenn ich sie nicht gleich vor Empörung abreiße. Ständig ist da irgendwer. Fußgänger, Kinder, Autos, Entgegenkommer, Hunde. Einzig Baumwurzeln lassen sich schwerlich wegklingeln. Nun möchte ich nicht ungerecht werden. Es gibt auch schöne Fahrstrecken , zum Beispiel drüben im Hafen am Wochenende. Oder in Neuengamme, bei dem man ob des gewaltig vielen Grüns nicht vermuten würde, dass das noch Hamburger Stadtgebiet ist. Nun denn, so langsam lerne ich die Details der Stadt ganz anders kennen. Kann anhalten, staunen, riechen. Alles das, was im Auto nur schwerlich geht. Ich entdecke plötzlich neue Läden ( Klamotten ! Rundfunkkram ! Juchu!), coole Leute, neue Themen (zum Beispiel einen Wasserturm , der einer Kirchengemeinde gehört) und mich selbst. Erfahre von mir im Wortsinne, dass Fitness steigerbar ist und die Welt eigentlich ganz schön. Wenn nicht der ganze störende Kleinkram wäre. Vielleicht sollte ich doch mehr über die guten Dinge schreiben. Anyway, die restlichen Bilder meiner ersten Fahrversuche finden sich hier: Fahrradweg Ihnen allzeit gute Fahrt und achten Sie beizeiten doch mal auf Radfahrer in und (falls schon zu spät) an Ihrem Rückspiegel. ______ Nachtrag 14.08.09 Nun ist mein Fahrrad geklaut. Aber ich werde mir wieder eines anschaffen. Trotz dieser Situation in Hamburg .

Velomania
Velomania
Paris kommt auf Touren

Spätestens, wenn im Dezember das Chanel-Fahrrad in den Schaufenstern des Couturiers in der Avenue Montaigne stehen wird, werden es die Letzten merken: Die Zeiten, in denen Fahrradfahren nur was für hart gesottene, verschrobene Ökos waren, sind in Paris vorbei. Fahrradfahren ist in der Hauptstadt "branché": höchst angesagt.

Bußgeld
Bußgeld
Für Raser und "sorglose" Autofahrer wird es teurer

Raser und Drängler auf den Autobahnen müssen vom kommenden Jahr an tiefer in die Taschen greifen. Bußgelder von 20 oder 40 Euro werden demnächst fällig, wenn im tiefen Schnee mit Sommerreifen gefahren wird.

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