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Er hat sich an der Börse böse verzockt, nun muss er beträchtliche Anteile an seinen Firmen abgeben: Adolf Merckle wird unter anderem Teile von HeidelbergCement und Ratiopharm an die Banken verlieren. Diese wiederum gewähren einen Notkredit. Dies bringt Zeit, die zur Sanierung genutzt werden soll.
Vater, Bruder und ältester Sohn der Familie Uzan sind auf der Flucht und werden per Interpol gesucht. Der rasante Aufstieg und ebenso rapide Fall des Familienimperiums könnte den spektakulären Parmalat-Zusammenbruch noch in den Schatten stellen.
Adolf Merckle hatte sich ein immenses Firmenimperium aufgebaut, mit 30 Milliarden Euro Umsatz und 100.000 Mitarbeitern. Er ist ein Vorzeigeunternehmer - bis er sich an der Börse verzockt. Das Scheitern im Blick wirft er sich vor einen Zug. Chronologie einer baden-württembergischen Tragödie.
Thailand steht vor einem Regierungswechsel. Yingluck Shinawatra, die jüngere Schwester des gestürzten Regierungschefs Thaksin, hat die Wahlen gewonnen. Doch vor ihr steht eine Herkulesaufgabe. Sie muss die gespaltene Nation versöhnen.
Fast eine halbe Million hat der Pharmaunternehmer Frederik Paulsen in den vergangenen Jahren an die CDU in Schleswig-Holstein gespendet. Mit Ministerpräsident Peter Harry Carstensen ist er gut befreundet. Doch sein Firmenimperium ist wenig durchsichtig.
Der UN-Sicherheitsrat hat die Sanktionen gegen den Iran verschärft. Auch wenn die Strafmaßnahmen an den richtigen Adressat gehen, könnten sie das Land weiter isolieren - und damit das Gegenteil erreichen, was gewünscht ist.
Seit der stern im Juni 2009 enthüllte, dass August von Finck der FDP 500.000 Euro gespendet hat, kamen immer mehr Parteispenden ans Licht. Auch die CSU nahm sein Geld. Um dem Vorwurf der Käuflichkeit zu entgehen, sieht Verfassungsrechtler Hans Herbert von Arnim nur eine Lösung: die Rückzahlung.
Der Hotelbesitzer Baron Finck hat der FDP 1,1 Millionen Euro Spenden zukommen lassen - und die FDP hat die Mehrwertsteuersenkung für Hotels beschlossen. Ist die FDP deswegen "käuflich"? Es ist Zeit, mit der dubiosen Spendenpraxis grundsätzlich aufzuräumen.
Die Millionen-Spende des Mövenpick-Milliardärs Baron von Finck bringt die FDP zunehmend in Erklärungsnot. War sie ein Dankeschön für die Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Hotelübernachtungen? Ja, vermutet SPD-Chef Gabriel und spricht von einer käuflichen Regierung.
Klar, als Journalist ist man immer hellwach und wittert jede Mauschelei schon von weitem. Aber manchmal hat man auch einfach dieses Problem, das darin besteht, dass die Sicht von Früchten aus der Gattung der Nachtschattengewächse behindert wird. Ja, die Rede ist von Tomaten. Ja, auf den Augen. So ging es mir jedenfalls im Fall der Großspenden, die seit Ende 2008 aus dem Firmenimperium des Milliardärs August von Finck an die FDP flossen. Im Juni 2009 enthüllten wir im stern , dass es niemand anders als der schwerreiche Baron war, der hinter der weithin unbekannten Düsseldorfer Substantia AG steht. Die hatte zunächst zweimal je 250 000 Euro an die FDP überwiesen. Im Oktober vermeldete ich in diesem Blog eine weitere Substantia-Spende an die Liberalen, über 300 000 Euro. Im November wurde schliesslich eine vierte Tranche publik, wieder 300 000 Euro. Summa summarum also 1,1 Millionen innerhalb gut eines Jahres. Alles für die FDP. Alles von Finck. Und immer über die Substantia AG, der man auf Anhieb nicht ansieht, wem sie gehört. Warum sind die Liberalen dem - laut Forbes - fünftreichsten Mann Deutschlands so viel wert? Jetzt sind es die Kollegen vom Spiegel, die einen Zusammenhang herstellen, auf den ich - genau, Tomaten - bisher nicht gekommen war. Sie weisen daraufhin, dass die von Fincks Familie kontrollierte Mövenpick-Gruppe in Deutschland 14 Hotels gehören. Also profitiert er von der Mehrwertsteuersenkung auf Hotelübernachtungen, den die schwarz-gelbe Koalition auf Druck von FDP und CSU gerade durchgesetzt hat. Experten sahen darin ein volkswirtschaftlich nutzloses Geschenk an die Hotellobby . Uns Steuerzahler kostet das Präsent etwa eine Milliarde Euro. Übrigens kam laut Süddeutscher Zeitung im Jahr 2008 auch die CSU in den Genuss großzügiger Finck-Spenden von insgesamt 820 000 Euro. Klar, der Baron erfüllte einfach seine staatsbürgerliche Pflicht und half zwei demokratischen Parteien bei der Finanzierung ihrer Wahlkämpfe. In einigen anderen Demokratien gibt es trotzdem Obergrenzen für Großspenden dieser Art - weil finanzstarke Interessen damit unverhältnismäßig starken Einfluss nehmen können. In den USA und Frankreich sind direkte Unternehmensspenden an Parteien sogar generell verboten. Bei uns untersagt das Parteiengesetz immerhin Spenden, die "erkennbar in Erwartung oder als Gegenleistung eines bestimmten wirtschaftlichen oder politischen Vorteils gewährt werden" . Natürlich, es gibt keinerlei Beweise, dass FDP und CSU mit August von Finck solch einen unsauberen Deal geschlossen und damit das Parteiengesetz verletzt haben. Alle Beteiligten werden das sicherlich bestreiten. Aber, um eine Kanzlerinnenweisheit zu zitieren: "Entscheidend ist, was hinten rauskommt." Die beiden Parteivorsitzenden Guido Westerwelle (FDP) und Horst Seehofer (CSU) werden darum damit leben müssen, wenn man sie künftig etwas scheel ansieht. Weil ja jetzt das Gemüse aus der Gattung der Nachtschattengewächse den Blick nicht mehr behindert. Zumindest in diesem Fall.
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