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Billigflieger Norwegian hat ein Einsehen

Zwölf Stunden ohne Wasser und Nahrung, weil sie kein Bargeld dabei hatte. So erging es einer Passagierin bei der Billigfluglinie Norwegian. Die Airline ändert jetzt ihre strikten Regeln.

  Die norwegische Billigfluggesellschaft mit Sitz in Oslo hat seit neustem auch Langstreckenziele wie New York und Bangkok im Flugplan.

Die norwegische Billigfluggesellschaft mit Sitz in Oslo hat seit neustem auch Langstreckenziele wie New York und Bangkok im Flugplan.

Der Billigflieger Norwegian hat nach Berichten über frierende und hungernde Passagiere auf seinen Langstreckenflügen Besserung versprochen. Künftig gebe es auf langen Flügen Trinkwasser gratis, kündigte das Unternehmen am Mittwoch an. Auch dürften die Passagiere künftig bar bezahlen.

Die norwegische Zeitung "Aftenposten" hatte von einem 16-Jährigen auf einem Flug von New York nach Oslo berichtet, der keine Kreditkarte hatte und daher die fünf Dollar für eine Decke nicht zahlen konnte - er musste acht Stunden lang frieren.

Thailändische Kreditkarte abgelehnt

Eine Thailänderin hatte auf dem Flug nach Oslo nur die Kreditkarte eines thailändischen Instituts dabei, die das Personal nicht akzeptierte - und konnte sich zwölf Stunden lang nichts zu essen und zu trinken kaufen. Eine Tasse Kaffee wurde ihr wieder weggenommen. In sozialen Netzwerken wurde Norwegian harsch kritisiert.

"Das Wohlergehen unserer Passagiere liegt uns natürlich am Herzen", sagte ein Norwegian-Sprecher. Das Gratis-Wasser und Barzahlung gibt es aber nur auf Langstreckenflügen, wie das Unternehmen betonte. Auf Mittel- und Kurzstreckenflügen müssen Passagiere weiterhin eine Kreditkarte eines gängigen Anbieters zücken.

anb/AFP/AFP

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