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Herrschaften

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Elke Heidenreichs
Elke Heidenreichs "Weiterlesen!"
Leidenschaft, Herrschaften, kann nicht schaden!

Viel Wirbel gab es im vergangenen Monat um das iPhone-Verbot im Hause Heidenreich. Diesmal dreht sich die Kolumne ausschließlich um die schöne Literatur - unter anderem stellt Elke Heidenreich ein Buch über die hochvornehm verkorksten Wittgensteins vor.

Lifestyle
Lifestyle
Schloss der Kelly Family wird zwangsversteigert

In Sportklamotten rein, im schwarzen Anzug wieder raus: Joey Kelly nutzte die Zwangsversteigerung von Schloss Gymnich am Dienstag als Showbühne. Als einziger Bieter gab er im Brühler Amtsgericht ein Gebot ab, über 1,7 Millionen Euro.

Oktoberfest
Oktoberfest
Pralle Dekolletes und alte Bekannte

Halbzeit auf der Wiesn: Bereits 3,5 Millionen Partygäste haben in diesem Jahr das Volksfest besucht, das als eines der größten der Welt gilt. Das Erfolgsrezept freilich hat sich nicht geändert: Süffiges Bier und fesche Madeln. Das sind die Bilder.

Wahl zum Jugendwort 2011
Wahl zum Jugendwort 2011
Körperklaus hat keinen Swag

Wissen Sie, was den "Swag" so begehrenswert macht? Oder warum ihr Nachwuchs statt eines klaren Neins nur "Epic Fail" ruft? Die beliebtesten Jugendwörter des Jahres bieten den älteren Herrschaften viel Interpretationsspielraum.

TV-Kritik
TV-Kritik
Anne Will erleidet mit den Piraten Schiffbruch

In Berlin hat die Piratenpartei gerade das Abgeordnetenhaus geentert - steht nun eine "Meuterei auf der 'Deutschland'?" bevor, wollte Anne Will wissen. Doch außer einem Bekenntnis zum straffreien Kiffen von Roger Willemsen brachte die Runde keine neuen Einsichten.

Kunst-Tanz-Werk
Blog "Kunst-Tanz-Werk"
Von A bis Z.....Heute : C

Fragte mich bei einem Workshop doch vor gar nicht all zu langer Zeit, in einem unbekannten Land, eine etwas verunsicherte Teilnehmerin ? inspiriert durch das Thema eines kleinen ?Nebenscharmützels? in Sachen Smalltalk am Rande ? ob sie, als Anfängerin und ?Rookie?, um sich fotografisch weiter zu entwickeln, eine Mitgliedschaft in einer ?Bildergemeinschaft? anstreben solle? Wie ein Lungenfisch nach mehreren Jahren der völligen Stasis im ausgedörrten Schlamm beim ersten Durchsickern des Regens, werden jetzt wahrscheinlich die, in den Tiefen des Internettümpels schlummernden, Pixelhyänen erst das eine Auge, dann das andere mit anzuckender Speicheldrüse im Gefolge diese Frage lesen und die Witterung aufnehmen. Bzw. sich denken, dass da genau der richtige gefragt wurde. Ich muss aber leider schon wieder flammende Herzen gar arg enttäuschen, wenn ich kundtue, was ich darauf spontan erwiderte. ?Nur zu!? Schwer Bildergemeinschaft geschädigte werden mir nun niedrigste Arglist unterstellen und Mitleid mit der Dame haben, sobald sie in dieses Haifischbecken ohne angemessene Harpune gestoßen werden sollte. Aber ich hatte ja angekündigt, es sachlich zu probieren. Klappt bis jetzt ja mit mäßigen Erfolg, meint ihr? O.k., dann nochmal zurück auf Anfang. Also fast. Wie man das so schön in der Schule gelernt hat ? wenn man nicht gerade alle Reclamheft-Fronten mit mannigfaltiger Comic-Kunst verzierte ? ist der einzige Weg dahin, der Problemaufsatz. Vielleicht besser bekannt als ?Erörterung?. Das Finden eines Standpunktes zu einer Fragestellung mit Hilfe der argumentativen Darlegung. ( Anm. d. Verf. : Wohlwissend, dass eine Erörterung nach klaren Strukturregeln in Aufbau und Abfolge definiert ist, nehme ich mir die ?künstlerische Freiheit? dieses Konstrukt zu meinen Gunsten in Nuancen umzugestalten. Das nur am Rande. ) Die Fragestellung also nochmal: ?Bringt es einem Foto-Anfänger etwas, sich in einer Community anzumelden?? Eine etwas vorschnelle Antwort in Form einer Fast-Gegenfrage wäre, dass es darauf ankäme, was man sucht. Sicher ist diese Gegenfrage auch legitim, aber beendet die Diskussion, bevor sie begann und führt auch von der eigentlichen Antwortfindung weg. Mit Sicherheit gibt es nämlich durchaus einige Pro-Argumente. Wie es auch einige Contras gibt. Klar ist in jedem Fall, dass mit dem Eintritt in diese (C wie...) Community ein eigner Kosmos betreten wird, in dem sich (erstmal augenscheinlich) Gleichgesinnte ?treffen?, um sich, bezogen auf ihre geteilten ?Leidenschaften?, auszutauschen. Was hat man aber nun in diesem Kosmos zu erwarten? Was zu beachten? Was zu ignorieren? Im Grunde spiegelt die Zusammensetzung einer solchen Community alle ?Schubladen? einer ?normalen? Gemeinschaft wieder. Stereotypen jedweder Art begegnen einem dort. Die freundlichen Neuanmeldungs-Begrüßer, die stummen Neuanmeldungs-Skeptiker, die selbsternannten Blockwarte, die sachlichen Fakten-Besprecher, die emotionalen Enthusiasten, die Zyniker, die Ironiker. Visionäre, Weichhirne, Hardliner, Choleriker, Klugscheisser, Polizei-Anrufer und Dauerverklager. Misanthropen und Nervensägen, Nichtsmerker, Zwischen-den-Zeilen-Leser und den Alles-Sowieso-Wisser. Fotografen, Hobbyisten, Kamerageile und Regelignorierer. Dogmatiker, Schulmeister, Künstler und solche, die sich dafür halten. Akademiker und Nur-Macher. Neidlappen und Alles-5-Sterne-Plus-Finder. Hüftsteife und Dauerlockere. Profilneurotiker und Design-Schnösel. Hab ich wen vergessen? Was aber sofort klar wird, ist die Tatsache, dass es dort aufgrund des Kaleidoskopes an Charakteren natürlich zu ganz unterschiedlichen Begegnungen kommen kann. Nur drängt sich dabei wieder die Frage auf, was einem das bringt, wenn man etwas in Sachen Fotografie erfahren will? Wirklich bringen tut einem das nicht unmittelbar etwas, also in Bezug auf das Bedürfnis, sich technisch oder bildnerisch weiter zu entwickeln. Aber man ist ein wenig vorbereitet, auf das was einem ?passieren? kann, wenn man sich zwischen all dieses ?Leuten? bewegt. Was also genau, sollte dann dabei von Vorteil sein, sich dort ?umher zu treiben?? Sicher ist, dass man (weitestgehend) Leute trifft, die das gleiche Hobby haben. Und man kann sich relativ umkompliziert mit seinen eignen Werken einer Diskussion stellen. Online-Sein verkürzt die ?Dienstwege? und ermöglicht ? je nach Forum ? schon fast Chat-ähnliche Bildbesprechungen. Betrachter unterschiedlicher ?Couleur? tummeln sich und werden sich äußern. Da kommt es dann häufig auf die eigne emotionale Tagesform an, wie man das geschriebene Wort des Gegenübers interpretiert. Mit dem falschen Fuss aufgestanden, kann ein kritischer Kommentar zum Porträt ? welches womöglich noch jemanden des persönlichen und geschätzten Umfeldes zeigt ? schon mal zu Magenverstimmung und im besonders zielsicher wundpunkt-orientierten Fall zu Finger-Tourette führen und in Null-Komma-Nix ist der schönste Streit entfacht. Also auch hier deswegen die Devise. Immer bedenken, dass man sich im Internet bewegt und dort machen die Leute Sachen, die sie sich sonst nicht trauen. Andere Vorteile, die sich einem offenbaren können, treten leider nicht so offensichtlich und unmittelbar zu Tage. Häufig ist eine Wenn-Dann-Verknüpfung notwendig, um entsprechenden Nutzen aus der Online-Präsenz zu ziehen. Wenn man selber viel ?unterwegs? ist, kommentiert und Fragen stellt, dann setzt irgendwann der ?Reflux? ein und die Leute, werden sich mit den eignen Werken auseinandersetzen. Vielleicht. Kommt dann eben ganz stark darauf an, wessen Bilder man sich so ausgesucht hat, um ins alltägliche Geschehen einzugreifen. Erwische ich den selbstverliebten Choleriker und formuliere aus einer gewissen Tippfaulheit nicht bauchpinselt, sondern Füllwort reduziert, hat man alsbald ziemlich unsachliches Zeug auf seinem Bildschirm zu lesen. Und nicht nur, dass sich der ?Unverstandene Welt-Künstler? zu Wort meldet, nein, seine Satelliten-Zyniker fallen Jubelperser gleich mit ein ins Revanche-Lied und man hat die Ultras wachgemacht. Von da ab ? sollte mal der Fall eintreten, dass ein eignes Bild sich einem öffentlichen Voting stellt ? kann man davon ausgehen, dass nur aus reiner Boshaftigkeit alles Register gezogen werden, Neid und Missgunst hektoliterweise über andere auszuschütten. Sicher erkennt man nach kurzer Zeit, dass es immer die selben ?Spezis? sind, von denen man sich echt fragt, ob die IMMER online sind. Aber wer als Lebensversager was auf sich hält, wählt die Flucht in die virtuelle Gemeinschaft, wo er Profilneurosen hätscheln und sich rechtsbeugend und scheinbar konsequenzenlos aggressive Neigungen hingeben kann. Dort ist er der kleine Kaiser, der durch seinen Nero-Daumen über Gedeih und Verderb andrerleuts Bilder entscheiden kann. Völlig losgelöst von wirklich realexistierenden Belangen. Einfach, weil´s geht. Hat man dann den Fehler gemacht, und mit einer eher bauchgesteuerten Bemerkung die Büchse der Pandora geöffnet, gibt es für die Fleischwölfe in solch einer Community kein Halten mehr. Neben den öffentlichen Schmähschriften werden dann ?PN´s? geschrieben, die es in sich haben. Lässt man sich nur ein einziges Mal dazu hinreissen, darauf etwas zu erwidern, findet man die falsch zitierten eignen Worte bis hin zu völlig frei erfundenen Passagen als öffentliche Anmerkungen an Stellen, wo sie nicht hingehören. Einfach, um dem Gegenüber eins reinzuwürgen. Haben sich Gruppen erstmal auf jemanden eingeschossen, wird schnell aus virtuellem Mobbing, reales. Wusste man vorher noch nicht, dass man psychisch labil ist, diese Herrschaften setzen alles daran, das Testprogramm minutiös an ihrem Opfer zu zelebrieren. Vor Intrigen, Schmähschriften, Falschaussagen, Beschuldigungen, bis hin zu versuchtem Rufmord und öffentliche Beleidigungen der Person selber und/oder deren Angehörigen oder gar bei Arbeitgebern schreckt dann, sich selber in eine Art Blutrausch diskutiert, der selbsternannte Platzhirsch nicht zurück. Richtig spannend wird es dann, wenn sich die Obrigkeit in Form der sog. ?Admins? einschaltet. Zum einen, weil sie es müssen, damit da nicht wirklich alle durchdrehen. Zum anderen, weil sie es wollen, weil sie unter Umständen, auch gerne unter dem Deckmantel der ?offiziellen Aufgabe? bestimmte Leute einfach mobben, beschneiden oder gar versuchen, die Entsorgung bestimmter ?User? zu ihrem persönlichen Kreuzzug erklären. Und weil es hinter den Kulissen Seilschaften gibt, von denen man nur ahnen kann, ist man schneller abgesägt als man Mehrfeld-Zonenmessung sagen kann. Jetzt sei das Argument gebracht, dass einen das völlig am Allerwertesten vorbei gehen könne, was die Leute da untereinander für schwachsinnige Fehden führen, weil sie HARTZ-IV-gestresst oder potenzminimiert Ersatzbefriedigungen suchen. Es ging ja um den Plan, das eigne Schaffen irgendwie zu fördern und zu entwickeln. Ein schöner Plan, der allerdings völlig ausser Acht lässt, dass die anderen (oben erwähnten) nun mal auch da sind. Und man kommt an denen einfach nicht vorbei. Man kann sie ignorieren. Bis zu einem gewissen Punkt. Und über kurz oder lang setzt dann der immer wiederkehrende Exodus der Gefrusteten ein, die das ?Betätigungsfeld? Community abwinkend hinter sich lassen. Vor diesem Hintergrund, möchte ich meine erste Antwort kurz ergänzen, auf die Frage, ob es einem etwas bringt. ?Nur zu! Aber bringen tut es am Ende nichts. Ausser, dass du etwas über die Menschen gelernt hast. Nicht über Bilder!? Und damit ist die Gegenfrage doch erlaubt. Es kommt nämlich drauf an, warum man selber dort sein will. In diesem Sinne Es grüßt diesmal ohne Bilder....der Papendieck

Bentley Mulsanne
Bentley Mulsanne
Eine feste Burg ist unser Auto

Ein Auto wie ein Landsitz: 2,7 Tonnen Leergewicht, 1.020 Newtonmeter Drehmoment und ein Basispreis von 292.740 Euro addieren sich im Bentley Mulsanne zu einem automobilen Schwergewicht.

Ostsee-Tipps von Geo Saison
Ostsee-Tipps von Geo Saison
Strände, Wälder, sanftes Meer

Selbst die Wellen gehen hier entspannt an Land: Die Ostseeküste zwischen Lübeck und Usedom beglückt mit Stränden, Reetdachkaten und urigen Wäldern - eine Liebeserklärung an die Ostsee.

Neuwagenkäufer immer älter
Neuwagenkäufer immer älter
Opa übernimmt das Steuer

Deutschland wird zur Seniorengesellschaft, besonders stark wirkt sich die Demografie auf den Autokauf aus. Die Industrie kann mit den alten Kunden gute Geschäfte machen, denn sie geben viel Geld für die Sicherheit aus.

Kunst-Tanz-Werk
Blog "Kunst-Tanz-Werk"
Ach, Afrika - Teil 10

Wer dachte, dass afrikanische Bürokratie ein Quell unerschöpflicher Eigenartigkeiten ist, der bekommt sein Skurrilitäts-Update quasi frei Haus, sobald er sich mit den einzelnen Menschen dort beschäftigt. Sicher sind die Leute dort nicht skurriler oder eigenartiger als bei uns. Nur dort offenbaren sich diese ?Phänomene? eben auf eine andere, ungewohnte Art und Weise. Und wenn nur jemand ?mal eben?, seine Giraffe auf dem LKW durch die Stadt fährt. ?Standard-Leute? sind eher Füllstoff in den Erinnerungen. Wer im Gedächtnis bleibt, sind die ?Spezialfälle?. Meine Lieblings-Arschgeige in Namibia werde ich genauso wenig vergessen, wie die scheinbar normalste, aber dennoch freakigste Privat-Pension im Herzen Windhoeks. Wie fast irgendwie alle Farmer (und davon sind echt viele deutscher Herkunft) haben diese in der Stadt ein ?kleines? Häuschen. Stellte man sich so ein Ding bei uns hin, müsste man es schon an der Elbchaussee oder in Rothenbaum suchen. Dort unten ist es ein Standard-Gebäude, was ?man eben so hat?. Neben dem Hauptgeschäft in Sachen Landwirtschaft, beherbergen die Familien gerne Touristen. Die wollen nix, ausser ´n Bett, Frühstück und lassen die Knete da. Perfekt. Durch Freunde bekam ich damals die Empfehlung mich bei einer Privatadresse zu melden, wenn ich mal kurzfristig ein günstiges Zimmer in Windhoek bräuchte und keine First-Class-Ansprüche hätte und nicht kontaktscheu wäre. Was man aus solchen Empfehlungen lernt, ist die Tatsache, dass man eigentlich nur schauen muss, WER einem dann etwas empfiehlt. Und damit klären sich auch die Definition von ?günstig?, ?Anspruch? und ?Kontaktfreude?. Und was soll ich sagen? Irgendwie hatte ich eine andere Maßskala in dem Zusammenhang. Nein, nicht das man denken mag, ich komme als verzärtelter Europäer nach Afrika und denke, dass alles nach guten deutschen Sitten und Gebräuchen abliefe. Nein, nein. Denn wenn man genau hinschaut ist es nämlich genau anders herum. Während wir bei uns mittlerweile den ?amerikanischen? Standard als den eignen definieren, findet man den ?guten alten deutschen Herbergs-Geist? nämlich wo? Richtig! In der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwest! Wer also wissen will, wie die Großeltern so in Sachen Denke drauf waren, ab in den Flieger und rein in die konservierte Zeitblase im Hottentottenland. Was erwartete mich also, als ich auf dem sog. ?Luxury Hill? im Zentrum Windhoek mit meiner vollgestaubten Allrad-Hippe vor einem an das Panzerschiff Tirpitz erinnernden Flügeltor durch grollendes Richback- und Stafford-Geräusch meine Ankunft lautstark unterstützt sah? Man konnte es nur erahnen. Aber was macht in in einem solchen Fall? Richtig! Nicht aussteigen, auch wenn da vermeintlich zu ist. Diese Wachköter finden im Zweifel die Lücke in dem Privat-Fort-Wall bzw. wenn die Besitzer das fernbediente Tor Mordors unter dumpfem Fanfaren-Ton öffnen, steht man nämlich mal einfach genau zwischen ihnen. Also, oberste Direktive. Sitzenbleiben! Wie man auf sich aufmerksam macht, wollen Sie wissen? Klingeln! Also nicht im herkömmlichen Sinne, natürlich. Man hupt halt einfach. Warum man daraufhin reingelassen wird? Ganz einfach. Wer keinen Grund hat und nicht rein will, hupt nicht. So kommt man dann in eine Art Schleuse, in der die 7 Hunde sich erstmal an dem Auto abreagieren können. Wobei man beim Einfahren schon immer etwas besorgt ist, einen von entfesselnden Caniden ins Profil der 255´er 21-Zöller zu integrieren. ?Die passen schon auf?, schallt es einem dann schon von einem Balkon-Terrassen-Derivat von der Größe eines Volleyballfeldes entgegen. Später wird der Satz noch mit der Information ergänzt, dass es auch nicht schlimm wäre, führe man über einen der Hunde drüber. Natürliche Auslese eben. Wenn de Köter nicht aufpasst, muss er eh wech. Willkommen im Rustica-Land! Kurze Zeit später, das Tor schließt sich unter Ork-Gestöhne und man ist sich kurzzeitig nicht sicher, ob man nicht doch lieber wieder raus will, sind die Hunde wie umgeschaltet und schmeissen sich arschwackelnd fast auf den Rücken, um einen zu begrüßen. Da hat doch die Erziehung zum Omega-Tierchen mal gefruchtet. Die Dame, die einem zwischen der Frage, wer genau man denn jetzt überhaupt sei (Fragezeichen Nummer 1) und wer sie empfohlen habe Fragezeichen Nummer 2), und ob man wirklich bleiben will (Fragezeichen Nummer 3), die Grundregeln im Umgang mit Tormechnismus, Frühstücks-Einnahme und Zimmerdetails, erinnert mich ein wenig an meine ehemalige Sportlehrerin in der 7.Klasse. 100-Meter-Endlauf-Teilnehmerin der Olympiade von 1972. Und die sah eher aus wie ein Typ, als denn nach FRAU XY. Bei der sich aggressiv durch Unfreundlichkeit tarnenden immer hilfsbereiten und großzügigen ?Ersatz-Oma für jedermann? kamen die Jahrzehnte unter südafrikanischer Sonne hinzu, die sie in eine Art ?senkrechte Lederschildkröte? hatten evolutieren lassen. Sie ratterte alle Survival-Tipps für das Anwesen und den sich dort befindenden ?Eigenheiten? selbstverständlich immer mit dem Rücken zugewandt herunter. Unhöflich meinen Sie? Mitnichten. Denn auch Schildkröten haben Vorfahren. Und genau so ein lebendes Fossil befand sich nun auch auf dem Balkon und textete mich zu mit Sätzen wie ?Ist der Bart-Mann denn alleine?? oder ?Wenn Sie den Pool nutzen wollen, achten sie auf die Hunde.? Ich schenkte ihr erstmal keine Beachtung, wohl aber die Junior-Schildkröte, die ständig versuchte, sie zum Schweigen zu bringen. Aber die die mit E.T.-Stimme krächzende 96-jährige Matriarchin liess sich nur schwerlich abschütteln. Nachdem ich dann mein Zeugs aus dem Auto, und das andere von mir geworfen hatte, wähnte ich mich hinter meiner verschlossenen Zimmertür in Sicherheit. Ich stand unter der Dusche und machte mich ?etwas frisch, auch unten rum?, stapfte die Morla in mein Zimmer . Den Stapel Frottee-Handtücher auf dem Bett ignorierend wuchtete sie weitere gefühlte 10 von denen mitten in den Raum und friemelte mal hier, mal da in dem 35 qm-Räumchen des Gästehauses herum, um sich sicher zu sein, dass ihre Tochter auch alles richtig gemacht hatte. Sichtlich unbeeindruckt war sie von dem Umstand, dass ich tropfend aus der Dusche kam, um den Geräuschen in meinem Zimmer auf den Grund zu gehen. Dass sie den Raum wieder verließ, verdankte ich dann aber nicht dem Umstand ihrer Wahrnehmung meines texillosen Zustandes, sondern nur des erneuten Kläfforchesters der Caniden-Schar im Innenhof. Erwähnte ich irgendwo schon den Begriff ?skurril????? Ein wenig beunruhigt war ich schon bei dem Gedanken, dass ich nachts aufwachen und ein zahnloses Schrumpfweibchen durch die Gegend geistern könnte. Ich gestehe, dass ich abgeschlossen habe und den Schlüssel gedreht im Schloss. Paranoia findet bei solch einfachen Sachen ihren Ursprung! Dennoch bestens erholt, dank der wunderbaren Bettung, stieg ich den Feldherrenhügel empor, umhüpft von sich bis zur völligen Selbstaufgabe freuenden Hundemeute, und enterte den Frühstücksraum. Naja, also ich fand mich in der Küche der Familie wieder. Der Tag begann dann auch nicht mit einem ?Guten Morgen?, sondern mit einem offiziellen Tadel, dass ich doch die Hunde nicht aussperren könne, wenn ich ins Haus käme. Schuljungengleich trollte ich mich, um den begangenen Fehler zu beheben und konnte schon am vierbeinigen Gedränge an der Glastür der Veranda erkennen, dass ?die befellten Herrschaften? das so nicht kannten und den Umstand augenblicklichst geändert sehen wollten. Kaum war die Tür auf, schossen die Viecher an mir vor bei, und später gesellte sich aus den Tiefen des gefühlt 25-zimmrigen Gebäudes noch zwei Riesen-Köter dazu. Also zusätzlich zu den beiden verhätschelten, wurstförmigen Jack-Russell-Terriern, die schnarchend in Körben gestapelt, unterm Tisch lagen und dem auf einem Kinderstuhl thronenden Bassett, der mich aus seinen schielenden Triefaugen musterte wie die mit jeder Faser ihres pottwalgeformten Körpers Verachtung ausstrahlende Politesse aus der mir bereits bekannten zentralen Polizei-Station. Wie ein überlauniger Roulett-Tisch-Chef im Casino beäugte er jede auch noch so kleine Bewegung, die man machte. Und man machte nach einer gewissen Zeit kaum noch welche. Bezeichnend auch, dass man gar nicht gefragt wurde, ob man sich gestört fühle durch die Hunde. Man solle lediglich drauf achten, dass die beiden Doggen, deren Köpfe auf Höhe des eigenen waren, wenn man sitzt, nichts vom Teller klauen. Heißer Schnodder-Atem im Nacken ändert bei einem selbst den Ernährungsmodus von ?Essen? zu ?Inhalieren?. Gekrönt wird die Szene allerdings von dem ständig quasselnden lebenden Fossil an der Stirnseite des Tisches. Krummrückig, so dass sie mit dem Kinn eigentlich schon wieder fast ihr eignes Becken berührte, Argus-beäugte sie mit stechendem Adlerblick gänzlich zwinkerfrei alles, was man so tat. Ich glaube bis heute, dass sie mit dem Basset gemeinsame Sache machte und die Doggen, ihr das Essen besorgten. Allerdings muss man sagen, wer dort ?wohnt? und jemals hungrig vom Tisch geht, hat entweder Magenprobleme oder war nicht dort. Entgegen aller Widrigkeiten, wird man schier genudelt. Wobei mir jetzt nachträglich in den Sinn kommt, dass selbst das ein Komplott der alten Schildkröte war, die darauf spekulierte, einen wohl gemästet irgendwann selber in den Topf zu hauen. Aber lassen wir das. Wohl gefüttert mit allem was die deutsche und exotische Küche hergab, erledigte ich den ganzen Tag verschiedenste Amtsgänge und Einkäufe, traf mich mit Offiziellen und Bekannten und ließ mich abends beim tablett-großen Rumpsteak von der Fussball-Euphorie der schwarzen Namibianer überraschen, denn 2004 war Europameisterschaft und Rehhakles schrieb griechische Fussballgeschichte. Spät abends tuckerte ich mit meinem Busch-Mobil auf dem Hof zurück. Kurzes Köter-Spektakel. Dusche. Bett. Und morgens wieder aufstehen. Als ich wieder zum Frühstück pilgerte ? diesmal ins Wohnzimmer, welches mit Jadgmotiven des Schwarzwaldes und nekropolischen Mengen diverser Trophäen gespickt war ? erwartete mich eine etwas verwirrt drein blickende ältere Dame ? Beschreibung siehe ganz oben. ?Und wer sind Sie und was machen Sie im Wohnzimmer?? Ich war gerade noch dabei zu durchschauen, ob das einer ihrer seltsamen Scherze werden sollte, oder ob sie tatsächlich vergessen hatte, dass ich die nächsten drei Tage in ihrem Gästehaus wohnte, als die mich freudig begrüßenden Hunde ihr unterstützend klar machten, dass ich da irgendwie hin gehöre. ?Ach, ja. Sie sind ja der Franzose. Ich wollte nur noch mal fragen.....? Und das war nicht das letzte Fragezeichen, dass dort aufgeworfen wurde. Und ich war auch nicht das letzte Mal dort. Wenn die dort noch leben, vorausgesetzt. In diesem Sinne Es grüßt der Papendieck P.S.: Mal wieder haben die Bilder nicht unbedingt unmittelbaren Zusammenhang zum Lesbaren ;-)

Und jetzt ... Django Asül
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Solare Neurodermitis

Das Klima kapiert die Erderwärmung nicht und Bahn, Airlines und Autos versinken im Schneechaos. Nur Merkel weiß, dass sie mit dem Winterwetter die Zinsen für Griechen und Iren einfrieren kann.

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