15. April 2010, 19:00 Uhr

Übernachtungen werden deutlich teurer

Durch die Krise sind die Hotelpreise gefallen. Nun ist die Kehrtwende eingetreten. Seit April verzeichnet der Hotelpreisindex für europäische Großstädte Steigerungen um zwölf Prozent. stern.de sagt, wo die Übernachtungskosten hoch sind und welche Metropolen für Städtereisen preiswert bleiben.

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Durchschnittspreis in einer europäischen Großstadt für ein Doppelzimmer: 115 Euro©

Nach Angaben der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen plant in diesem Jahr jeder dritte Deutsche eine Städtereise. Damit hat sich das Interesse an dieser Form der Kurzreise innerhalb von zehn Jahren verdoppelt. Anreisekosten und Übernachtungspreis sind bei der Wahl des Zieles die entscheidenden Kriterien. Die Zimmerpreise sind jetzt Bewegung geraten - mit unterschiedlicher Tendenz.

Mit den Osterferien und den wärmeren Temperaturen steigt die Nachfrage. Städtetrips sind im Frühlingsmonat April besonders beliebt. Noch im vergangenen Jahr blieb der Durchschnittspreis mit einem Plus von einem Prozent im Vergleich zum Vormonat weitgehend stabil. Aber das Preisgefüge im April 2010 sorgt für Überraschungen. Eine Übernachtung im Standard-Doppelzimmer kostet in einer europäischen Metropole 115 Euro. Das macht einen Zuwachs von zwölf Prozent über dem Niveau des Vormonats.

Hotelpreise auf Jahreshöchststand

Besonders Hotels im Süden Europas, wie Rom und Istanbul, haben die Preise im April bis zu 50 Prozent erhöht. Dies geht aus dem Trivago Hotelpreisindex hervor, den die Website www.trivago.de jeden Monat veröffentlicht. Der Index wird anhand der Übernachtungspreise von 53 Online-Reisebüros und Hotelketten ermittelt. Die täglich 160.000 Anfragen, die durch Preisvergleiche der User generiert werden, bilden die Grundlage der Statistik.

Böse Überraschungen gibt es nicht nur in beliebten Metropolen wie London und Paris, sondern auch in einigen preisgünstigeren Städten wie Budapest und Krakau. Am heftigsten stiegen die Preise in Venedig: So zahlen Besucher der Lagunenstadt mit 209 Euro pro Nacht 52 Prozent mehr als im Vormonat. Auch in der diesjährigen Kulturhauptstadt Europas, in Istanbul (132 Euro,) beträgt die Preissteigerung 48 Prozent. In Barcelona werden 32 Prozent (144 Euro) mehr berechnet. Übernachtungen in der Hauptstadt Kataloniens waren zuletzt im Oktober 2008 (151 Euro) derart kostspielig.

Es geht auch günstiger

Die gute Nachricht kommt für Reisen in der Heimat. Die Hotelpreise in deutschen Städten sind im Schnitt nur um zwei Prozent gestiegen. Und in den als teuer geltenden Metropolen wie Oslo (147 Euro, minus sechs Prozent), Dublin (96 Euro, minus 16 Prozent) und Genf (174 Euro, minus elf Prozent) sind die Preise im Vergleich zum Vormonat deutlich gefallen. Gerade diese drei Großstädte sind jetzt für Touristen erschwinglich geworden und eigenen sich für einen spontanen Städtetrip. Die Anreise lässt sich zu allen drei Orten mit einem Billigflieger kombinieren: mit Easyjet nach Genf, mit Norwegian nach Oslo und mit Ryanair oder Air Lingus nach Dublin.

In der Fotostrecke haben wir die durchschnittlichen Zimmerpreise für die zehn beliebtesten Metropolen Europas aufgelistet.

tib
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
buchen74722 (16.04.2010, 13:54 Uhr)
Als FDP Mitglied ist mir das wurscht....
denn wenn ich den Hotelkette mein Parteibuch der FDP vorlege bekomme ich meist 15% Rabatt.
Danke Herr Westerwelle....
;-)
arniston (16.04.2010, 00:34 Uhr)
nö,
hier ist wieder der ego des einzelen gefragt !
die menschen können es einfach nicht lassen einander auzubeuten
Corazito3333 (15.04.2010, 20:49 Uhr)
In Deutschland werden die Preise auch steigen, natürlich!!!
Aber Dank der FDP werden die Hotelketten
super verdienen, denn die Gehälter der Angestellter sind nicht gestiegen. In München ein Schild "Zimmermädchen gesucht, 30 Stunden 1100.-- Euro brutto"
cybertanne (15.04.2010, 20:36 Uhr)
In Deutschland steigen dank der FDP
keine Hotelpreise ;-)
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