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Er machte einen Umweg von 1700 Kilometern - um zehn Euro zu sparen

Geld sparen - das ist das oberste Ziel von Jordan Cox, einem 19-jährigen Briten. Deswegen nahm er kürzlich auf dem Weg nach Hause einen Umweg von 1700 Kilometern in Kauf, nur um knapp zehn Euro zu sparen. Total bescheuert oder doch eine geniale Idee?

Jordan vor dem Brandenburger Tor

Jordan vor dem Brandenburger Tor: Die zehn Stunden Aufenthalt in Berlin reichten für einen Besuch der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der deutschen Hauptstadt

Jordan Cox ist der geborene Sparfuchs. Der 18-Jährige wollte kürzlich von Sheffield, einer britischen Stadt in der Nähe von Manchester, zurück nach Hause, in das rund 300 Kilometer entfernt liegende Shenfield, reisen. Für knapp 62 Euro hätte er mit dem Zug fahren können. Ohne Verspätung wäre er dann ein bisschen mehr als drei Stunden unterwegs gewesen. Doch Jordan wollte unbedingt Geld sparen und nahm stattdessen das Flugzeug. So sparte er rund zehn Euro.

Der Haken an der Sache: Sein Heimweg dauerte ein wenig länger - knapp 13 Stunden. Denn ein Direktflug wäre viel zu teuer gewesen. Stattdessen flog der junge Mann mit Ryanair nach Berlin und zehn Stunden später dann weiter nach London. Ein Umweg von 1700 Kilometern. Doch für ihn war es die perfekte Reise: Er hatte nicht nur Geld gespart, sondern auch noch eine spontane Sightseeing-Tour durch die deutsche Hauptstadt gemacht - inklusive einer Bratwurst.

"Ich weiß, dass Fliegen nicht besonders umweltfreundlich ist, und ich werde das sicher nicht bei jeder meiner Reisen tun", rechtfertigt sich Jordan auf "Money Saving Expert", einer Plattform für echte Sparfüchse. "Doch es war für mich die günstigste Möglichkeit, nach Hause zu kommen, und ich habe meinen kleinen gratis Urlaub in einer Stadt, die ich schon immer mal besuchen wollte, sehr genossen."

Berlin in zehn Stunden

Jordan schreibt regelmäßig auf "Money Saving Expert" über seine Tipps und Tricks, wie man im Alltag Geld sparen kann. In seinem Bericht listet er alle Kosten fein säuberlich auf und kommt am Ende auf eine Differenz von rund zehn Euro zwischen der dreistündigen Bahnfahrt und dem Ein-Tages-Trip in die deutsche Hauptstadt.

"Ich hatte eine fantastische Zeit in Berlin. Die Leute waren alle so freundlich", erzählte Jordan "Travelbook". In Berlin absolvierte er das typische Touri-Programm: Unter den Linden, Brandenburger Tor, Reichstag, Checkpoint Charlie. Seine Erfahrungen hat er in einem unterhaltsamen Video festgehalten. 

vim
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