Amsterdam hat an Attraktivität enorm zugelegt: Das wiedereröffnete Rijksmuseum und der Königinnentag 2013 sind Publikumsmagneten. Doch wo unterkommen? Wir stellen elf besondere Unterkünfte vor. Von Till Bartels
Schlafen auf dem Wasser? Auch das ist in Amsterdam kein Problem. Denn die Grachtenstadt bietet neben 350 Hotels auch eine große Auswahl an Hausbooten. Aber die Mietpreise entsprechen eher dem Niveau einer teuren Hotelsuite. Wer jedoch mit mehreren Freunden reist, kann sich den Übernachtungspreis teilen. Auch für Familien sind Hausboote eine Alternative. Hilfreich bei der Suche nach einer schwimmenden Unterkunft sind Webseiten wie www.houseboat-rental-amsterdam.com und www.houseboathotel.nl.
Für alle, die in Amsterdam auf der Suche nach einem Hotelzimmer sind, haben wir elf Häuser ausgewählt, die wir empfehlen können. Die Bandbreite reicht von der zentral gelegenen Jugendherberge bis zur extravaganten Suite im Designhotel mit Blick auf das komplett renovierte Rijksmuseum.

Betten-Baldachin im Stil einer Halskrause aus einem Gemälde des 17. Jahrhunderts: Zimmer 703, der New Rembrandt Room.
Ganz nah am Hauptbahnhof haben Mode-Studentinnen die Zimmer dreier schmaler Stadthäuser gestaltet. Dabei spielt die Stoffauswahl eine große Rolle. Keines der 63 Zimmer - die Auswahl reicht von ein bis fünf Sternen - gleicht einem anderen. Das Frühstück wird im Restaurant mit dem Namen Stock eingenommen. Ein Laden mit ungewöhnlichen Amsterdam-Souvenirs gehört ebenfalls zum Ensemble. Preise: DZ (ein Stern) ab 69 Euro, DZ (fünf Sterne) ab 138 Euro.
Adresse: Damrak 50, www.hoteltheexchange.com

Farbige Lobby mit Lounge-Musik: Citizen M© Till Bartels
Die neue Art von Unterkunft liegt zwischen dem Bahnhof Amsterdam Zuid und dem Beatrixpark. Der Check-in erfolgt an einem Bildschirm, die Versorgung mit Sushi-Snacks und eisgekühltem Bier aus den Selbstbedienungsregalen in der Lobby. Die 215 Zimmer haben 2 x 2 Meter große Betten und sind ausgesuchten Designerstücken möbliert. In der großzügigen Lounge mit vielen Sofas und einem Eames Chair sitzt man gerne. Preise: DZ ab 75 Euro.
Adresse: Prinses Irenestraat 30, eine weitere Filiale gibt es am Flughafen Schiphol, www.citizenm.com/amsterdam

Am großen Tisch mit altem Amsterdam-Flair: Frühstücksraum im Hotel Brouwer.© Till Bartels
Eine unverwechselbare Unterkunft mit viel Patina, knarzenden Holzdielen und uralten Delfter Kacheln. Das Grachtenhaus in Gehweite des Hauptbahnhofs aus dem Jahre 1652 besteht aus drei Häusern, in denen ursprünglich eine Bäckerei untergebracht war. Alle neun Zimmer haben Ausblick auf die Singel-Gracht. Preise: EZ ab 60 Euro, DZ ab 95 Euro, Frühstück 7 Euro.
Adresse: Singel 83, www.hotelbrouwer.nl

Wie in der Business Class im Flugzeug: ausfahrbares Bett im Yotel mit der Nasszelle in der Kabine.© Till Bartels
Amsterdamer Unterkünfte geben sich experimentierfreundlich: So zum Beispiel das alternative Stundenhotel im Terminal D des Flughafens. Drei verschiedene Bettenhöhlen bis zu einer Größe von zehn Quadratmetern stehen zur Wahl, inklusive einem Familienzimmer mit vier Schlafgelegenheiten. Preise: Grundpreis für die ersten vier Stunden im Standard-Zimmer ab 46 Euro, Premium ab 68 Euro plus 10 Euro für jede weitere Stunde.
Airport Amsterdam, Lounge 2, bei Pier D, www.yotel.com

Restaurant und Lobby im Innenhof: Conservatorium Hotel© Till Bartels
Das riesige Bankgebäude aus dem Jahre 1896, das kurzzeitig auch Ausbildungsstätte für Musiker war, hat der italienische Designer und Architekt Piero Lissioni zum Hot Spot Amsterdams umgebaut. Nun ist der Innenhof überglast und um einen Neubau für Events ergänzt. Die 129 Zimmer, aufgeteilt in 14 verschiedene Kategorien, sind das Gegenteil zur verspielten Klinkerfassade: klare Flächen, quadratische Formensprache, viel Glas, Travertin und mokkafarbene Glaswände. In dem 150 Millionen Euro teuren Umbau stieg kürzlich Justin Bieber ab. Preise: DZ ab 315 Euro.
Adresse: Van Baerlestraat 27, gleich bei den Museen, www.designhotels.com/conservatorium