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Durch den "Wilden Westen" der Alpen

Ein neues Buch über einen Alpenwanderweg entdeckt eine in Vergessenheit geratene Region wieder: Die 1000 Kilometer lange "Grande Traversata delle Alpi" meidet touristisch Gebiete.

Von Iris Kürschner und Dieter Haas

Die Höhepunkte der GTA: Durch das Piemont bis ans Mittelmeer
  Etappenziel am 4. Tag: Alpe Veglia: Ein per Straße nicht zugängliches Hochtal in der Kulisse der Monte-Leone-Gruppe. Platzhirsch ist der vergletscherte Monte Leone - hier im Morgenlicht

Etappenziel am 4. Tag: Alpe Veglia: Ein per Straße nicht zugängliches Hochtal in der Kulisse der Monte-Leone-Gruppe. Platzhirsch ist der vergletscherte Monte Leone - hier im Morgenlicht

Was für ein Weg durch den "Wilden Westen" der Alpen: Die Grande Traversata delle Alpi, kurz GTA genannt, führt mit gewaltiger 4000er-Kulisse vom Nufenenpass an der Schweizer Grenze auf alten Saumwegen durch den italienischen Westalpenbogen bis ans Mittelmeer. Mit einer Strecke von rund 1000 Kilometern ist die GTA eine echte Herausforderung für Weitwanderer und schon aus Zeitgründen nicht für jedermann in einem Stück zu bewältigen. Der neue Wanderführer "GTA - Grande Traversata delle Alpi" untergliedert sie daher in Wochenabschnitte, mit verkehrstechnisch leicht zugänglichen Ausgangs- und Endpunkten.

In 65 Etappen verläuft der Wanderweg durch großartige Landschaften ohne Heerscharen von Wanderern, ganz ohne touristische Ausgeburten mit kitschigen Folklore-Hütten, Chaletsiedlungen, Straßen und Luxus bis in die hohen Etagen. Stattdessen geht es durch eine vergleichsweise einsame, wilde Landschaft, in deren Faltenwurf sich eine Bauernkultur erhalten hat, die immer mehr zu verschwinden droht: archaische Siedlungen, Bogenbrücken, Mühlen, Alpkäsereien und Mulis, auf deren Rücken der Käse ins Tal gebracht wird.

Nächte in Bergdörfern statt auf Hütten

Die regionale Vielfalt wird hautnah erlebbar, weil man, und das ist das Besondere der GTA, überwiegend nicht in Hütten, sondern in Dörfern übernachtet. Da sind die hübschen Walserdörfer, wo man mit etwas Glück noch den altdeutschen Dialekt zu hören bekommt, wo einem "Schlafet wohl" gewünscht wird, wenn man zu Bett geht. Da sind die Waldenser Tempel, die sich nicht nur durch den Namen von anderen Kirchen unterscheiden. Da sind okzitanische Schmugglerdörfer, königliche Jagdschlösser, nostalgische Thermalbäder sowie imposante Wallfahrtsstätten, deren spirituelles Flair am besten abends einzufangen ist, nachdem sich der Pilgerrummel verzogen hat.

Dazwischen liegen alte, oft kunstvoll aus Stein gepflasterte Maultierpfade, Säumer-, Salz- und Schmugglerrouten, Militärwege, königliche Jagdsteige - Wege voller Geschichte. Die GTA hat Vorbildcharakter, weil es ihr gelingt, das vorhandene Historische durch sanften Tourismus zu erhalten. Eine weitere Besonderheit: In diesem Teil der Alpen ist die Distanz zwischen den höchsten Bergen und dem Flachland extrem gering, was für tolle Panoramen sorgt - hautnah an den Walliser Viertausendern und dann wieder knapp über der Poebene.

Zugleich ist der Weg eine kulinarische Reise, ganz im Sinne der Slow-Food-Bewegung, die im Piemont Ende der 80er-Jahre ihren Anfang nahm: genießen mit Verstand, mit frischen regionalen Zutaten, humaner Tierhaltung und traditionellen Gerichten. Großen Eindruck haben auch die Einheimischen bei uns hinterlassen, ihre Gastfreundschaft, ihre Kochkunst, die Offenheit, über ihr Leben zu erzählen.

Die GTA ist so angelegt, dass sie die touristisch entwickelten Gebiete umgeht und ohne neu geschaffene Infrastruktur auskommt. Das heißt, die Etappen enden überwiegend in den Taldörfern, wo die Einnahmen der wiederbelebten Unterkünfte, Restaurants, Tante-Emma-Läden oder Käsereien den Einheimischen direkt zugute kommen und nicht auswärtigen Investoren.

Wer unter "Hüttenkoller" leidet, braucht sich übrigens keine Sorgen zu machen. Der größte Teil der Unterkünfte sind kleine Familienhotels, mitunter Bauerngasthöfe, sogenannte "Agriturismo", hie und da Klöster, die neben "Schnarchlagern" auch über Doppelzimmer verfügen.

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