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Riesen-Panne bei der Schweizer Bahn: Das Unternehmen hat auf Umschlägen für seine internationalen Fahrkarten mit einer Europakarte geworben, auf der Polen fehlt und Deutschland direkt an Russland grenzt. Sogar die polnische Botschaft hat sich bereits eingeschaltet.
Die Erfahrungen im Ausland mit der Privatisierung der Bahn reichen von Katastrophen wie in Großbritannien bis zu kleinen Erfolgsgeschichten wie in Japan. Manche Länder halten aber auch bewusst an der staatlichen Regie fest - und fahren damit durchaus erfolgreich.
Der Schweizer Winterkurort Kandersteg besinnt sich auf alte Zeiten: Für eine Woche ist bei Schweizern und Feriengästen das Belle-Époque-Fieber ausgebrochen. Statt auf schrilles Après-Ski setzt der Ort auf stilvolle Nostalgie.
Beim Zusammenstoß zweier Züge im Norden der Schweiz sind am Montag mindestens acht Menschen verletzt worden.
Beim Zusammenstoß zweier Züge im Norden der Schweiz sind am Montag mindestens acht Menschen verletzt worden.
Das hatten die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) in ihrer über 100-jährigen Geschichte noch nie erlebt: Um 18.00 Uhr am Mittwochabend brach das gesamte Stromnetz zusammen, alle Züge, voll mit Pendlern, standen still.
Wollen Sie noch einen Kaffee? Wow. Das hat mich noch nie jemand bei Tempo 200 gefragt. Ich nehme dankend an und rühre noch ein wenig Milch unter, während draußen die Landschaft vorbeisaust. Blinker setzen ist nicht, der Vordermann stört nicht und von hinten drängelt keiner. Es war vielleicht doch eine gute Entscheidung, die Bahn zu nehmen. : Ein Termin in Düsseldorf und das erste, was ich denke, ist: oh Gott, nicht die A1 entlang. Zweispurig, Osnabrücker Schnarchnasen vor einem und rechts LKW an LKW, muss das denn sein? So wird es die erste Bahnreise seit langem. Und eine angenehme Überraschung. Stern und Spiegel ganz durchgelesen, die Unterlagen gut aufbereitet, kein Häppchen-Warten wie beim Flieger (der innerdeutsch sowieso völlig schwachsinnig ist, wie ich finde), fast keine unfreundlichen Gesichter, eine Steckdose fürs Netbook (obwohl ich sie dank Zusatzakku nicht gebraucht habe). Und dann die Dame mit dem leckeren Kaffee im Abteil, später im Bordbistro noch einen O-Saft und eine Besser-als-erwartet-Currywurst. Aber auch die Bahn hat ihre tristen Momente. Wer eine Schwäche für leicht trostlose Aufnahmen hat, der wird nicht enttäuscht (wie hier am Düsseldorfer Hauptbahnhof). Andererseits: Hier komme ich dazu, mit einer gewissen Fröhlichkeit zu warten, kein Umsteigen, keine Sicherheitskontrolle, kein Gate-Gesuche, keine gestresst tuenden Vielflieger-Wichtigfuzzis. Und weil ich noch Zeit hatte zwischen dem Ende meines Termins und der Abfahrt des Zuges, gehe ich einfach noch am angeblich längsten Tresen der Welt vorbei, setze mich kurz ans Rheinufer, shoppe noch ein wenig in der Innenstadt und entdecke einen schnuckligen Laden mit handgemachten Dingen aus Opas Zeiten. Das alles wäre mir am Flughafen nie passiert (innerdeutsch Fliegen ist sowieso schwachsinnig, schrieb ich das schon?) und mit dem Auto sicherlich auch nicht. Wieder am Bahnhof entdecke aber schon wieder eine kleine Widersprüchlichkeit. Da ist also ein extra gelb umrandeter Raucherbereich, der mit dieser signalfarbenen Markierung auf dem Boden eher aussieht wie eine No-Go-Area. Und dann stehen dort drin diese Mülleimer. Aufschrift: "Rauchfreier Bahnhof", ohne Ascher. Und drüber prangt das Schild "Raucherbereich". Ja was denn nun? Der Zug kommt, der Platz ist schnell gefunden, sitzen, Kopfhörer drauf, Schuhe aus, relax. Nach ein paar Minuten schon kommt der Schaffner, danach kurz in den sehenswerten Speisewagen (von wegen Bordbisto!), wieder einen Kaffee besorgt und dann gemütlich dösen. Ich kriege nur noch im Halbschlaf Duisburg, Essen, Bochum mit, und bin kurz vor dem endgültigen Wegnicken. Da ruft es durch die Tür am Ende meines Halbbewußtseins: "Schichtwechsel, die Fahrkarten bitte". Augen auf, und da steht ein anderer Schaffner vor mir als der, an den ich mich entsinne. Ich sage: "Aber ihr Kollege hat sie doch schon gesehen". Er: "ja, aber dann sehen wir mal, ob Sie auf dem richtigen Weg sind." Und fügt, ganz rheinische Frohnatur und in voller Lautstärke hinzu: "außerdem, mein Arbeitgeber möchte das so." Dafür räumt er gleich die Hinterlassenschaften meines ausgestiegenen Schräggegenübers weg. Im Fenster gegenüber, zwischen Platz 75 und 76 geht grade pittoresk die Sonne unter, als der Zug in Münster einfährt. Und dann wieder eine Durchsage: "Auch für ihr leibliches Wohl ist gesorgt, das SBB Bordrestaurant freut sich auf Sie. Das Bordrestaurant ist für Sie bis Diepholz geöffnet." Ein Blick in den kryptisch gefalteten Reiseplan des EC 6 von Chur nach HH-Altona verrät, übersetzt aus dem Bahnerdeutsch: Bis exakt 21:47 Uhr, dann ist die Küche kalt. Haben ja auch lange geschuftet... Und am Schluss fällt mein Blick auf ein Symbol, das ich noch aus meiner Kindheit erinnere: TEE steht da in weiß auf rotgrauem Hintergrund! Wissen Sie noch, was das damals hieß? Gibts den immer noch?! Sofort ist sie wieder da, die Zeit der rosaroten Elefanten, der 5-Mark-Stücke schluckenden Zugtelefone und meiner Modellbahn. Schön, dass ich mal wieder Bahn gefahren bin.
Bahnfahren ist gut fürs Klima, aber schlecht für den Gaumen? Das war einmal! Heute lässt sich in vielen europäischen Schnellzügen wirklich gut speisen.
Die Uhr für die Europameisterschaft tickt. Auch in Genf, der Stadt der Uhren. Unbeirrbar rückt der Sekundenzeiger der Blumenuhr im Jardin Anglais, der mit zweieinhalb Metern als der längste der Welt gilt, sekundlich weiter vor.
Nie zuvor wurde eine solch lange Verbindung so tief unter einem Gebirge gebaut. 5,15 Milliarden Euro lässt sich die Schweiz das Projekt kosten.
Die Schweiz im Pech: Nachdem an zwei Tagen hintereinander die Bahn zum erliegen kam, schauten die Schweizer am Freitagmorgen in die Röhre und sahen: nichts.
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