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Wohin mit dem alten Handy, wenn es nicht mehr gebraucht wird? Für den Recyclinghof ist es eigentlich zu schade. Eine Münchner Firma kauft gebrauchte Mobiltelefone auf, überarbeitet sie und schickt sie weiter in die dritte Welt. Gespendet wird außerdem.
Modeblogs und Zeitungen stürzen sich auf die hippen Demonstranten aus Manhattan. Verkommt der Protest zur Fashionshow? Oder sind die New Yorker Aktivisten nur clever?
Es muss ja nicht immer „Malle“ oder Bora Bora sein, wenn man wo hinfahren tut. So heute vor mir in der Kassenschlange beim Edeka. Tut ja auch nich Not. Weg ist ja auch überall anders. Kommt eben nur auf die Perspektive an. Vielleicht lag´s daran, dass neulich Brave Heart im Abendprogramm lief, vielleicht aber auch zur Zeit vorherrschenden Grau am Himmel, dass ich es gerade mal passend fand, das Thema Schottland aufzugreifen. Studiumsbedingt trieb uns damals der Forscherdrang auch bei etwas „ruppigem“ Wetter in die Uplands und an die Steilküsten in der Nähe von Edinborough. Grenzland. Der Angelsachse auf der einen, der Skote auf der anderen. Und da pocht auch dann ein jeder drauf. Und wehe dem, der leichtfertig im Small Talk mit dem einheimischen Hummerfischer voller Freude über die herrliche Küstenlandschaft und die Abertausende Seevögel, die allgegenwärtig ihren englischen Namen in den zugigen Westwind kreischen, meinte, dass es hier in England doch recht nett sei. Früher hätte das einen aufmunternden im Rückhandschlag geführten Axtstreich in Richtung Stammhirn gegeben. Heute sind die Rockträger etwas dezenter, aber nicht minder nachtragend. Der Mitstudent durfte dann auch nur nach gutem Zureden mit der kleinen Barkasse mit auf die vorgelagerte Vogelinsel schippern. Sich und seinem Schicksal überlassen, wäre allenfalls Schwimmen das Mittel der Wahl gewesen. Aber didaktisch unterstützt mit einem der zahlreichen garagengroßen Findlinge, die in den Fällen gerne als kleines Gastgeschenk an Fussgelenke gebunden werden. Eigentlich ja total lieb gemeint, oder? Übrigens die an „Harry-Potter" erinnernde Brücke befindet sich auf englischem Boden. Genauer gesagt in Berwick upon Tweed. Nur für den Fall, dass da mal jemand hinfahren will. Lohnt sich übrigens, u.a. auch deswegen, weil ein Ort weiter, quasi in Axtwurfweite, in einem historischen und umfunktionierten Bahnhof einer der genialsten Second-Hand-Buch-Läden der Ostküste Britanniens seine umfangreiche Kollektion feilbietet. Barter´s Bookshop in Alnwick. Für die bibliophilen unter Euch. Ansonsten fährt man am besten dahin, wenn man Landschaft und Piepmätze mag. Wobei ich sagen muss, dass selbst bei mir als Vogelfreund auf einem Brutfelsen wie dem Bass Rock mit ca. 70.000 Brutpaaren von Basstölpeln irgendwann das Bedürfnis aufkeimt, die Insel auch wieder zu verlassen. Olfaktorisch eh eine schöne Herausforderung, wird man irgendwann paranoid, weil die Angst, dass die Viecher einen am Ende komplett zu scheissen (Darf man hier „Scheisse“ eigentlich sagen beim Stern?) allgewärtig wird. Daran erkennt man übrigens den „alten Hasen“ im Gegensatz zum Wildlife-Rookie. Der eine hat die ältesten Klamotten an, Mütze auf und die Kamera UNTER der Jacke. Der enthusiastische Neuling steht mit offenem Kamera-Rucksack und aufgeklapptem Kameragehäuse in einer Einflugschneise und sieht nach kurzer Zeit so aus, als hätte er drei Tage lang versucht mit einem Wischmopp Decken zu weissen. Wobei man bei dem Verkehr in der Luft eigentlich überall Schneisen hat, von denen nicht mal die dort herumsegelnden Tölpel eine Ahnung haben. Was ständig zu federsträubenden luftakrobatischen Ausweichmanövern führt. Da können die Herren von den Marinefliegern leider keine echte Rücksicht nehmen und gehen da schon mal auf direkten Kollisionskurs. Was bei 4 kg Gewicht, über einem Meter Spannweite und einer Anfluggeschwindigkeit mehr als nur einen zarten Stupser bewirkt. Das ist mal schon ein amtlicher Schlag in den Nacken, wenn man ein wenig zu versonnen in den Schwarm starrt. Trifft einen der Vogel nicht unmittelbar, so schaffen es die auch bestens im Zielbombardieren ausgebildeten Stoßtaucher punktgenau in eine gerade zum Filmwechsel geöffnete Spiegelreflex zu kacken. Respekt an der Stelle! Aber auch weniger rasante Mitbewohner an Düne, Strand und Wattenmeer findet man aller Orten. Und wer auf halslose plumpe Schnubbelschnauzen mit Kulleraugen und Taillenlosigkeit steht – und ich meine damit Dirk Bach – der hat seinen Anpirsch-Spass, wenn er versucht die Seehunde oder Kegelrobben abzulichten. Und wer richtig Glück hat, dem salutieren vielleicht auch ein paar Orcas in einer stillen Bucht erhaben mit den Rückenfinnen. In diesem Sinne Es grüßt der Papendieck
"Für Graffiti sollte man nur zahlen, wenn man es loswerden will." Das sagt der britische Künstler Banksy. Und zahlt seinen Fans das Ticket für die erste große Straßenkunst-Ausstellung in Los Angeles.
Vor der Kulisse des Pariser Ostbahnhofs haben am Dienstag die Modeschauen für die Frühjahrs- und Sommerkollektion 2011 begonnen.
Kolumnist Scheibe geht gerne mit der Zeit und kann sich an allen neuen technischen Erfindungen regelrecht berauschen. Als damals in den Achtzigern die Audio-CD aufkam, hat er sofort seine Vinyl-Alben zum Second-Hand-Laden seines Vertrauens geschleppt. Jetzt überlegt er, ob er das mit seinen Audio-CDs nicht auch tun sollte.
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Wenn eine geplante Reise ins Wasser fällt, ist das bedauerlich; richtig ärgerlich wird es, wenn dazu noch hohe Stornokosten anfallen. Ein neuer Online-Marktplatz macht aus der Not eine Tugend.
Das gute Stück ist keine zehn Jahre alt und schon museumsreif. In legendären goldenen Hotpants feierte Kylie Minogue 2000 ihr Comeback. Und nun das: Die Geschichte des Höschens ist älter als gedacht, wie jetzt eine Ex-Tänzerin erzählt.
Wie war das noch? Irgendwann kommt immer der perfekte Zeitpunkt für eine Idee? Sollte dies so sein, habe ich diesen Zeitpunkt mit der Idee eines möglichen Folgeprojektes offensichtlich verfehlt. Eine Absage ereilte mich nun jüngst. Aber fangen wir mal von vorne an. Es ist spät in der Nacht als Rita und ich mit einem Taxi innerhalb Rio de Janeiros von Copacabana nach Barra da Tijuca fahren. Es ist der Abend, an dem ich entscheide, der Beziehung mit Rita eine reale Chance zu geben. Das funktioniert aber nur, wenn ich mehr Zeit in Brasilien verbringe oder sie sich entscheidet mit nach Deutschland zu kommen. Ich selbst bin kein Freund von Fernbeziehungen. Und Rita hatte in der Vergangenheit schon mit Fernbeziehungen Erfahrungen gemacht, zieht aber die Nähe vor. Da sie sich aber im letzten Semester ihres Fashion-Studiums befindet und mindestens bis zum Spätsommer in Rio bleiben muss, ist es an mir, eine Entscheidung für mich zu treffen. Rita ist es wert. Und meiner Arbeit kann ich von jedem beliebigen Ort der Welt nachgehen. In dieser Nacht steht also fest: Ich werde sobald wie möglich nach Rio zurückkehren. Und in regelmäßigen Abständen wieder nach Osnabrück fliegen, um mich um meinen Sohn zu kümmern. Ich schaue aus dem Fenster des Taxis. Wir müssen an einer Ampel halten und ich sehe, wie eine "Sandsäuberungsmaschine" den Strand von Ipanema durchpflügt. An einer bereits geschlossenen Strandbar lehnt sich ein verliebtes Pärchen und küsst sich. Ich spüre, wie Rita mir die Hand drückt. Dieses romantische Bild wird durch einen Volkswagen "T2 Brasil" komplettiert, der auf der zweiten Spur neben uns langsam zum Stehen kommt. "Ich würde mir gerne einen solchen Transporter für Rio kaufen. Du könntest ihn dann ja auch fahren, wenn ich gerade in Deutschland bin", sage ich zu Rita und lächle sie an. Doch statt sich über ein solches Angebot zu freuen, schaut sie mich erstaunt an und öffnet sekundenlang ihren Mund (das ist ihr Ausdruck ungläubigen Erstaunens gepaart mit einer gehörigen Portion Empörung). "Sag' mal. Kann es sein, dass du mich nicht mehr liebst", fragt sie mich. "Ich soll mit dieser Art von Transporter fahren? Das ist ja fast schon so etwas wie eine Bestrafung." Und dann erklärt sie mir, warum sie nicht meinen Wunsch, einen T2 zu fahren, nicht teilen kann. Der Transporter wird dort in Brasilien als das Fahrzeug für die "Unterschicht" angesehen. Was hierzulande als Kultfahrzeug gepflegt wird, kommt in Brasilien oft "nur" als fahrende Geschäfte zum Einsatz - mobile Hot Dog Stände, rollende Second-Hand-Läden oder so genannte "Frete" (Speditionsfahrzeuge). Nur wenige Tage später ertönt aus dem Radio folgende Nachricht (die mir Rita übersetzt): "Volkswagen plant, die Produktion des T2 in Brasilien bis zum Jahr 2013 einzustellen." Grund sei angeblich, dass sich die Verkehrsgesetze ändern und künftig auch der Transporter mit diversen Sicherheitseinrichtungen (Airbags, etc.) versehen werden muss. Dieser Moment ist die Geburtsstunde einer neuen Idee: Ich organisiere eine mehrwöchige Südamerika-Tour mit einem T2. Doch eine sehr außergewöhnliche Tour. Denn dabei verknüpfe ich meine Idee des "Extreme-Couch-Hoppings" mit der Inneneinrichtung des T2s. Ich dachte dabei daran, dass eine Couch im Transporter installiert wird, auf der ich schlafe, sollte ich keinen Gastgeber finden oder mal eine Rast brauchen. Auf meiner Reise würde ich dann andere T2-Fans treffen und in meinem Blog die Geschichte des VW-Transporters vom T1 bis zum T5 aufarbeiten. Natürlich habe ich noch weitere Ideen, die ins Projekt mit einfließen können und entsprechend medial begleitet werden. Eine entsprechende Anfrage beim VW-Konzern wurde jedoch abgelehnt. Sehr freundlich schreibt Frau K. von der Kommunikation Volkswagen Nutzfahrzeuge: " (...) wir haben Ihre Anfrage (...) erhalten und mit großem Interesse gelesen. Nach ausführlicher und detaillierter Prüfung müssen wir Ihnen bedauerlicherweise mitteilen, dass wir Ihre Projektideen auf Grund von anderen Projekten nicht unterstützen können." Nun, es sollte also nicht sein. Aber kein Grund für mich, den Kopf in den Sand zu stecken. Der wird schließlich für neue Ideen gebraucht. Und da ist er auch schon... ein neuer Einfall! Mal sehen, was dabei rumkommt. Übrigens, in Sachen "Buchprojekt" habe ich auch eine Entscheidung getroffen (dank vieler Kommentare hier im Blog). Ich werde mich noch diese Woche direkt mit den Verlagen in Verbindung setzen und ihnen meine Leseprobe zuschicken. Auch hier halte ich Euch natürlich auf dem Laufenden. In diesem Sinne erstmal einen lieben Gruß (noch) aus Osnabrück, Euer Daniel
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