Startseite

Jeder dritte Pilot ist schon mal eingeschlafen

Die Passagiere denken, im Cockpit herrscht angespannte Konzentration - tatsächlich nicken eine Reihe von Piloten wegen Übermüdung weg. Das ergab eine Umfrage unter 6000 Piloten.

  Gefahr für Flugsicherheit: Sekundenschlaf im Cockpit

Gefahr für Flugsicherheit: Sekundenschlaf im Cockpit

Die Zahlen sind erschreckend: Nach einer Umfrage der European Cockpit Association (ECA) ist jeder dritte Pilot während eines Fluges schon mal eingeschlafen - und zwar ohne Absprache mit seinem Copiloten. Ursache dafür Übermüdung, die ihrerseits aus den langen Flugdienstzeiten resultiere. Nach ECA-Angaben müssen Piloten aufgrund der Bereitschaftsdienste mitunter bis zu 28 Stunden wach bleiben.

An der Umfrage nahmen 6000 Piloten aus ganz Europa teil. Unter den deutschen Piloten gaben 92 Prozent, sie hätten schon einmal Dienst getan, obwohl sie zu müde zum Fliegen waren. Vier von fünf Befragten sagten, dass sie schon einmal wegen Übermüdung Fehler gemacht haben. Mit der Umfrage - und das kann ein Grund für die sehr hohen Pegelausschläge sein - protestiert die ECA gegen die Absicht der Europäischen Flugsicherheitsbehörde (EASA), die Flugdienstzeiten vom kommenden Sommer an noch weiter auszudehnen. Ein Sprecher der Vereinigung Cockpit hält die Ergebnisse gleichwohl für "realistisch".

Der Cockpit-Präsident, Ilja Schulz, kritisierte die geplante Dienstzeitverlängerung scharf. Der "Bild am Sonntag" sagte er: "Die Pläne der EASA sind eine Gefährdung für die Flugsicherheit in Europa." Erst im Mai musste nach "BamS"-Angaben ein Flieger in München notlanden, weil der Pilot in Sekundenschlaf verfiel und nicht rechtzeitig die Landeklappen ausfuhr.

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

Partner-Tools