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Was Türkei-Reisende jetzt wissen müssen

Nach dem Selbstmordattentat in Istanbul, bei dem auch neun Deutsche getötet wurden, hat das Auswärtige Amt seine Reisehinweise für die Türkei verschärft. Antworten auf drängende Fragen von Reisenden, die einen Türkeiurlaub gebucht haben.

Polizisten in Istanbul

Ein Selbstmordattentäter hat sich am Dienstag in Istanbul in die Luft gesprengt - inmitten von deutschen Urlaubern. 

Bei dem Anschlag am Dienstagvormittag auf dem von Touristen stark frequentierten Sultanahmet-Platz nahe der Blauen Moschee und der Hagia Sophia wurden nach offiziellen Angaben zehn Menschen getötet und 15 verletzt. Nach Angaben der türkischen Regierung gehörte der mutmaßliche Selbstmordattentäter der Terrormiliz IS an.

Was empfiehlt das Auswärtige Amt deutschen Urlaubern in Istanbul?

"Bei Reisen nach Istanbul wird zu erhöhter Vorsicht geraten", heißt es auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes. Bereits am 1. Dezember 2015 explodierte eine Rohrbombe in einer U-Bahnstation in Istanbul, und am 23. Dezember erfolgte ein Angriff mit Mörsergranaten am internationalen Flughafen Sabiha Gökçen im asiatischen Teil Istanbuls.

Nach dem verheerenden heutigen Terrorakt am in der belebten Innenstadt wurden auf der Website die Reise- und Sicherheitshinweise erneut aktualisiert: "Reisenden in Istanbul wird dringend geraten, Menschenansammlungen auch auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen vorläufig zu meiden und sich über diese Reisehinweise und die Medien zur Lageentwicklung informiert zu halten."

Wie wird die allgemeine Lage in der Türkei eingeschätzt?

Die Lage ist bereits seit langem angespannt. "Seit Juli 2015 kommt es wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen türkischen Sicherheitskräften und der terroristischen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) und ihrer Splitterorganisationen", schreibt das Auswärtige Amt. "Bei Reisen über Land wird zu besonderer Vorsicht geraten". Eine generelle Reisewarnung für die Türkei wurde nicht ausgesprochen. Außerdem heißt es: "Weiterhin wird empfohlen, die Anwesenheit an belebten Plätzen im innerstädtischen Bereich und in Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs auf das erforderliche Maß einzuschränken sowie den Aufenthalt nahe Regierungs- und Militäreinrichtungen zu vermeiden."

Wie reagieren deutsche Reiseveranstalter?

Nach ersten Meldungen sind deutsche Touristen von größeren Veranstaltern wie Tui, Thomas Cook, DER Touristik und Studiosus nicht von dem Anschlag in Istanbul betroffen. Alltours meldete, dass aus Sicherheitsgründen Ausflüge nach Istanbul schon vor Wochen gestrichen wurden. Auch die Kreuzfahrtschiffe der meisten Reedereien meiden Istanbul schon seit Monaten.

Kann ich meine gebuchte Städtereise nach Istanbul stornieren?

Zwar besteht noch keine Reisewarnung, aber viele große Veranstalter reagieren mit Kulanz. Aufgrund der aktuellen Ereignisse gestatten unter anderem Tui, L'tur, ITS, Jahn Reisen, Dertour, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen eine Umbuchung oder Stornierung, wobei die Fristen unterschiedlich gesetzt sind. Reisenden wird geraten, ihren Veranstalter zu kontaktieren.

Kann ich auch einen Badeurlaub an der türkischen Südküste stornieren?
Nein, so weit geht die Kulanz der Veranstalter nicht. Denn das Auswärtige Amt rät nicht von Reisen generell in die Türkei nicht ab.

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