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Muss die Kanzlerin wirklich die Wagner-Festspiele bezuschussen? Brauchen wir Subventionen für das Stehvermögen von Schnittlauch? Karl-Heinz Däke, Chef des Steuerzahler-Bundes, präsentierte einen peinlichen Katalog der Verschwendung.
Sie küssen sich, benutzen selbst gefertigte Werkzeuge und kümmern sich liebevoll um ihre Kinder. Orang-Utans sind intelligent und empfindsam. In Asien stellt der Mensch seinen rothaarigen Vettern dennoch rücksichtslos nach.
Der neuerliche Anschlag in Moskau bringt Russlands Pakt mit Putin ins Wanken: Stabilität und Sicherheit kann die Elite dem Volk nicht mehr garantieren - nur sich selbst. Zynismus und Wut wachsen.
2009 Domaine des Terres Dorées Fleurie (Rotwein, Frankreich) Im Burgund bedingt der Faktor Verfügbarkeit den Faktor Preis wie in sonst kaum einer Weinregion. Resultat sind Chardonnays und Pinot Noirs, die kaum bezahlbar sind – wenn man sie überhaupt im Handel findet. Allerdings gibt es im Burgund nicht nur diese statusträchtigen Weine, sondern auch bezahlbare, rote Schätze aus der Rebsorte Gamay . Ja, ich spreche von Beaujolais . Ganz im Süden liegt dieser Weinbaubereich und schon lange werden hier nicht mehr nur leichte, fruchtbetonte Sommerweine produziert. Heutige Empfehlung entlockte dem Wine Advocate (David Schildknecht) die Aussage der Wein sei ein "stupendous value" und zudem bewertete er ihn mit 93 Punkten. Für mich passt diese Einschätzung und erneut empfehle ich mit dem Fleurie von Terres Dorées einen Wein, der nur limitiert in Deutschland erhältlich ist. Ein Beaujolais ist in der Regel ein zeitnah zu trinkender, äußerst fruchtbetonter und gefälliger Wein. Der sogenannte Beaujolais Nouveau ist wahrscheinlich der bekannteste Vertreter seiner Region: Weine eines Jahrgangs werden traditionell am 3. Donnerstag im November des gleichen Jahres (!) in den Handel gebracht. So ein Wein will natürlich gar nicht körperreich oder komplex sein. Es sind rotbeerige, leichte Weine, die auch gekühlt viel Spaß machen. Diese Massenprodukte sollen so sein und sie finden zahlreiche Abnehmer. Heutiger Wein zeigt nun auf, dass ein Gamay auch anders kann, nämlich körperreich und komplex in seinem Aromaprofil. Er stammt aus einer der zehn Cru-Lagen des Beaujolais, nämlich aus Fleurie . Das Qualitätsniveau dieser Appellation ist hoch und die Weine haben mit den allseits bekannten Beaujolais nur sehr bedingt etwas zu tun. Selbst Holz kommt hier zum Einsatz. Wie in dem heute empfohlenen Wein allerdings sehr behutsam und in Form von gebrauchten Fässern, um so die typische Charakteristik des Gamay nicht zu überdecken. Durch exzellentes Traubenmaterial und strenge Selektion entstehen Weine, die durchaus lagerfähig sind, aber auch Ungeduldige nicht enttäuschen: Der Fleurie der Domaine Terres Doreés trinkt sich jetzt schon wunderbar – vorausgesetzt man spendiert ihm ein paar Stündchen Luft. Es ist ein Wein zum Schwelgen, kein "Powerhouse", sondern eine aromatische Glanzleistung. Kraft und Fülle sind hier ebenso vorhanden wie eine, für sein junges Alter, erstaunliche Balance zwischen Tanninen, Fucht, Alkohol und Säure. In den nächsten Jahren wird sich der Wein sicherlich noch weiter "harmonisieren" und so ist beim Genuss der (hoffentlich ergatterten) Flaschen keine Eile geboten. Wie im Burgund generell üblich, besitzen auch im Beaujolais die meisten Winzer keine eigenen Rebflächen. Eine einzige Lage gehört häufig dutzenden Besitzern und so wurde auch der heutige Fleurie aus zugekauften Trauben produziert. In einigen Weinländern wäre dies ein Zeichen von Massenproduktion und fehlender Qualitätskontrolle, im Beaujolais ist es gang und gäbe, dass die Weinproduzenten ein gutes Händchen bei der Auswahl des einzukaufenden Traubenmaterials beweisen müssen. Die Vinifiaktion liegt dann wiederum zu 100% in der Hand des Einkäufers bzw. des "Winemakers". Jean-Paul Brun, der Besitzer von Terres Doreés, stellt mit seinen Weinen unter Beweis, dass er sein Handwerk gelernt hat und in der Lage ist, extrem hochwertige Trauben zuzukaufen. Seine Domaine befindet sich in Charnay, nördlich von Lyons. Er produziert Beaujolais in einem Stil, den es bereits vor vielen Jahren in der Region gab, der jedoch im Laufe der Entwicklung hin zur Massenproduktion ausstarb. Dazu gehört z.B., dass er keine künstliche Hefe bei der Fermentierung verwendet, sondern sich auf die natürliche Hefe verlässt. Dieses naturnahe Prinzip geht auf und so produziert er Weine, die seit vielen Jahrgängen von der internationales Fachpresse hoch gelobt werden. Wie anfangs erwähnt, gibt es von dem Wein nur eine begrenzte Anzahl in Deutschland und der Preis des empfohlenen Händlers ist wirklich attraktiv. Ich kann nur jedem Weinfreund raten, sich ein paar Bouteillen zu sichern. Ich bin mir sicher, dass der Wein für die meisten Leser eine neue Erfahrung darstellen wird. Eine positive noch dazu. 2009 Domaine des Terres Dorées Fleurie (Rotwein, Frankreich) Auge: Leuchtendes Granatrot. Nase: Enorme Tiefe von mineralischen und animalischen Nuancen. Begleitet durch eine makellose Evokation von facettenreichen, reifen schwarzen Früchten. Gaumen: Aromen von geröstetem und geräuchertem Fleisch, Kürbis, Steinen und mineralischen Salzen sowie schwarzem Tee und Torf sorgen für eine fesselnde Komplexität in einem Wein, der dicht, aber nicht hart ist. Stark fruchtbetont, jedoch auch lebhaft und vibrierend im Abgang. Sonstiges: Mindestens bis 2016 zu trinken. Unbedingt 1- 2 Stunden dekantieren. 93 Punkte (Quelle: Wine Advocate, David Schildknecht, August 2010) Meine Einkaufsempfehlung: Wein Kreis (600 Flaschen vorhanden) 14,50 EUR/Fl. (Versandkosten ab 7,50 EUR) 6er Karton: 90,- EUR inkl. Versandkosten (4,50 EUR Ersparnis) HIER klicken! Stand: 15.09.2010. Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler. Händler können gerne günstigere Angebote (inkl. Versandkosten) als Kommentar posten. Rein werbliche Posts werden sofort gelöscht.
Um endlich in den eigenen vier Wänden zu wohnen, sparen viele Familien jahrelang und verzichten auf Urlaub und Luxus. Aber: Für ihr mühsam gespartes Geld bekommen Bauherren immer öfter Pfusch geliefert. Eine Reportage von Michael Nieberg.
Aufatmen in Moskau: In der Nacht zu Freitag sind in der russischen Hauptstadt zum ersten Mal seit Wochen anhaltende Regenfälle niedergegangen und haben die Luft ein wenig abgekühlt.
Lange haben die russischen Behörden dementiert, dass Wald und Torf auch in radioaktiv verseuchten Gebieten brennen. Nun gibt es erstmals eine offizielle Bestätigung. Bei Brjansk unweit von Tschernobyl könnten Feuer und Löscharbeiten verstrahlte Partikel aufwirbeln.
Fleischer Tauscher mischt jedem seine Wurst - auch dem, der die Zusätze in normalen Produkten nicht verträgt.
Jan Weiler wird in dieser Woche nach allen Regeln der Esoterik bekocht - so richtig schmackhaft ist das leider nicht.
Von Ende September bis Anfang November machen Zehntausende Kraniche Rast am Bodden zwischen Zingst, Hiddensee und Rügen. Sobald sie genug Kraft getankt haben, starten sie gen Süden. Nirgendwo kann man das grandiose Naturtheater besser beobachten.
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