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Das sind die Highlights von Asturien

Zwar ist die spanische Region Asturien nur halb so groß wie Hessen, aber man kann sich darin verlieren: Die felsige Küste windet sich mit ihren zahlreichen sandigen und felsigen Buchten auf über 300 Kilometern.

Von Ludwig Moos

Tierra Astur in Avilé

Verbindendes Ritual

Jeder trinkt ihn und er passt zu allem: La Sidra, der Apfelschaumwein aus Asturien, wird zu Tapas, Bohneneintopf oder Meeresfrüchten gereicht oder einfach so genossen. Auch in modernen Sidrerías, wie hier im Tierra Astur in Avilés, zählt die Kunst des Einschenkens: ohne hinzuschauen von möglichst weit oben ins schräg gehaltene Glas treffen, damit der Sauerstoff das Getränk prickeln lässt.

Das gebirgige Landesinnere von Asturien mit nicht mehr als sechzig Kilometern Tiefe faltet sich so stark in Täler und Höhen, dass man oft sehr lange unterwegs ist. Nur auf der Kantabrischen Autobahn parallel zum Atlantik und auf der zentralen Verbindung von Avilés, Gijón und Oviedo nach Süden hat man die Provinz rasch durchfahren. Aber auch über die kleineren Straßen ist die Fahrt mit dem Auto durch die abwechslungsreiche Landschaft ein Vergnügen.

Angebunden an die Atlantikautobahn ist der Flughafen Asturias bei Avilés, der mit einem Umsteiger in Madrid oder Barcelona auch mit Billigfliegern ganz gut zu erreichen ist. Eine reizvolle Verbindung von West nach Ost bietet die schmalspurige Eisenbahn, die weitgehend der Küste folgt und an vielen Stationen Halt macht. Die Linie wird auch genutzt von dem luxuriösen El Transcantabrico, der seine Gäste in Schlafsuiten und Salonwagen von Santiago di Compostela bis Bilbao befördert.

Aktivurlauber werden die Herausforderung beim Bergwandern oder auf den Flüssen suchen, die vom Kantabrischen Gebirge zum Meer strömen. Aber auch wer sich zu Fuß nach Santiago aufmachen möchte, findet in dem breit gefächerten Angebot an Jakobswegen asturische Varianten. Vor allem der Camino del Norte entlang der Küste bietet eine reizvolle und kaum begangene Alternative zu dem Trampelpfad, dem Hape Kerkeling gefolgt ist.

Asturianische Küche auf höchstem Niveau

Die meisten Besucher zieht es aus der drückenden Sommerhitze Spaniens an die mild und feuchte Costa Verde mit ihren sandigen Stränden und verschwiegenen Buchten. Zu Zeugnissen der über tausendjährigen Kultur ist es nie weit und auch die Küche hat Besonderes zu bieten.

Für seine dicken weißen Bohnen ist Asturien so berühmt, dass man ihre Herkunftsbezeichnung geschützt hat. Fabada, der Bohneneintopf mit Paprikawurst, Speck, Blutwurst und Vorderschinken, machte über die Jahrhunderte das hart arbeitende Volk satt. Inzwischen gibt es auch leichtere Varianten, beispielsweise mit Venusmuscheln.

Mit Fleisch und Käse aus den Bergen, vor allem aber mit der reichen Ernte aus dem Kantabrischen Meer sind die Tische gut gefüllt. Gut 30 Spitzenlokale der Provinz haben sich unter der Marke "Mesas de Asturias" verschworen, die asturianische Küche auf höchstem Niveau zu pflegen.

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