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Es kursieren viele schlechte "Aceto Balsamico di Modena", wie dieser Test zeigt: Fast die Hlfte hlt die strengen EU-Regeln dafr nicht ein. Gleich neun Balsamico sind mangelhaft.
Sie sehen rot und harmlos aus. Doch die heien Mischungen haben es in sich: Bis zu 12,5 Prozent betrgt der Alkoholgehalt fertiger Glhweinmixturen, die es im Supermarkt zu kaufen gibt. stern.de hat neun Sorten getestet.
Italiener lieben ihre Pasta. Jhrlich essen sie durchschnittlich 25 Kilogramm. Was liegt da nher, als die Teigwaren einmal ganz genau in Augenschein zu nehmen?
Spanien, Land des Rotweins? Nicht ganz: Die Hlfte aller Trauben dort sind wei, und der Vino blanco ist das neue Lieblingskind der spanischen Winzer. stern.de erklrt, warum er heute so gut schmeckt wie noch nie.
Ab Mitte September startet der zweite Teil der Weinlakai Tasting Tour. In manchen Städten sind noch Plätze frei und eine Teilnahme ist wirklich lohnenswert. Die bisherigen Veranstaltungen sorgten für Begeisterung unter den Besuchern der Teilnahmepreis von 80,- EUR wirkt in Anbetracht der Gegenleistung mehr als moderat. Nicht nur 10 tolle Weine gibt es zu probieren, sondern auch ein hervorragendes Menü eines talentieren Kochs der "Jungen Wilden". Die Atmosphäre war bisher stets entspannt und zu späterer Stunde sehr ausgelassen. Die schön gestalteten bulthaup Studios bieten einen passenden und edlen Rahmen. Im Folgenden nochmals sämtliche Details und weiter unten der Link zur Anmeldung. Impression aus Bad Kreuznach: Der Abend kann beginnen. Wie bereits am Namen zu erkennen, führt der Weinlakai die Veranstaltungen zusammen mit bulthaup durch. Deren Partner Präsentationen bieten den perfekten Rahmen für die Veranstaltungen. Das Konzept der Auslese" wird sein, mit Ihnen, als unseren Gästen, möglichst unterschiedliche Weiß- und Rotweine zu probieren, um so eine genuss- und lehrreiche Vorstellung von verschiedenen Rebsorten, Stilistiken und Weinländern zu erhalten. Insgesamt stellen wir Ihnen 10 Weine zur Verkostung vor begleitet von feinen, auf die Weine abgestimmten Speisen, zubereitet von renommierten Köchen, wie z.B. den "Jungen Wilden" . Auch ihnen können Sie beim Zubereiten über die Schulter blicken und dabei den einen oder anderen Tipp für zu Hause mitnehmen. Alle Weine sind natürlich echte Weinlakai-Empfehlungen. Ich verzichte bewusst auf die sehr günstige Liga (ALDI & Co.) und wähle ausschließlich hochwertige Weine für diesen Abend. Selbstverständlich stelle ich Ihnen auch Bewertungen, Preise und Einkaufsquellen der Weine vor. Um eine aromatische Einstimmung für die Weine zu erhalten, lernen Sie vor der eigentlichen Verkostung an unserer Aromabar" bereits Gerüche und Geschmäcker kennen, die Sie anschließend in den Weinen wieder finden werden. Also eine Verkostung mit allen Sinnen. Die folgenden Rot- und Weißweine werden immer als Paar serviert. Auf diese Weise erhalten Sie eine direkte Vergleichsmöglichkeit der unterschiedlichen Weine. Nachdem ich Ihnen die Weine und alle wissenswerten Hintergründe vorgestellt habe und wir diese gemeinsam verkostet haben, freue ich mich auf die Diskussion mit Ihnen. Dabei geht es jedoch nicht um Fachsimpelei, sondern vielmehr um einen angeregten Austausch Ihrer persönlichen Empfindungen. Da der Weinlakai Ihnen einen persönlichen und genussreichen Abend bieten möchten, werden wir die Teilnehmerzahl pro Veranstaltung auf 20 Personen limitieren und Ihnen wunderbare Weine mit einem hervorragenden Menü präsentieren. Der Teilnahmepreis beträgt pro Person 80,- EUR , das ist zwar deutlich mehr als die anfangs kommunizierten 20,- EUR, jedoch hätte ich damit leider keine attraktive Veranstaltung mit Ihnen durchführen können. Alle Termine und Anmeldung* hier: Zum Anmelden hier klicken! Beginn ist jeweils um 19:00 Uhr, Ende um ca. 22:00 - 23:00 Uhr. Die Plätze sind limitiert also schnell anmelden und Teilnahme sichern! Ich freue mich auf zahlreiche Anmeldungen und ein persönliches Kennenlernen! * Nach der Anmeldung erfolgt keine automatische Bestätigung per E-Mail. Stattdessen nimmt der jeweilige bulthaup-Händler direkt Kontakt auf.
2010 Celler el Masroig "Solà Fred" (Rotwein, Spanien) Ja, ich gebe es nur ungern zu, aber auch der Weinlakai kommt manchmal einfach zu spät. So wollte ich ursprünglich den heutigen Wein aus dem Jahr 2009 empfehlen. Auf dem Papier hatte bei dem "Solà Fred" aus diesem Jahr alles gepasst: 91 Punkte von Stephen Tanzer (IWC) und ein lächerlicher Preis von knappen 7,- EUR. Zum Zeitpunkt meiner etwas verspäteten Recherche war der 2010er bereits der aktuelle Jahrgang und der 2009er so gut wie ausverkauft. So fasste ich den Entschluss eine der letzten Flaschen 2009er mit dem aktuellen Jahrgang blind zu vergleichen. Einer der beiden Weine war zwar etwas druckvoller, dafür aber auch weniger fruchtbetont und noch recht tanninreich. Für mich ganz klar der jüngere und noch unzugänglichere 2010er. Der andere Wein hingegen wirkte sehr harmonisch, fruchtig und sehr frisch. Ein echter Spaß-Wein mit fast schon bedrohlicher Süffigkeit, aber dennoch einem guten Körper mit ordentlicher Länge. Das musste der hochgelobte 2009er sein! Aber Sie ahnen es sicher schon: Bei dem leckeren Frucht-Schmeichler handelte es sich um den hier empfohlenen 2010er "Solà Fred" vom Celler el Masroig. Nicht nur war das Ergebnis meiner Verkostung eine Riesenüberraschung, auch der Preis von 6,30 EUR / Fl. und das angebotene 5+1-Paket sind eine Sensation. +++ Hier den Weinlakai-Newsflash abonnieren +++ Der 2010er wurde von der Fachpresse noch nicht eingehend bewertet, allerdings gab ihm der Wine Advocate bereits im vergangenen Juni 87 Punkte. Welch' ein Schock! Unter 90 Punkten! Nun gut, zum einen sind 87 Punkte in diesem Preisbereich immer noch phänomenal, zum anderen erklärt die Begründung meines Lieblingsfreundes Jay Miller, warum der Wein schwächer als der 2009 abschneidet: Er findet ihn weniger körperreich und nicht so lang. Ja, richtig, Herr Miller. Genau das aber macht aus meiner Sicht den 2010er einen Deut besser. Denn hier überdeckt der straffe und tanninreiche Körper nicht die schöne, frische Frucht. Und ehrlich gesagt ist mir diese Charaktereigenschaft bei einem Wein dieser Preisklasse viel wichtiger. Ich möchte mir die Flaschen ja nicht zum Reifen in den Keller legen. Und davon abgesehen ist der 2010er ja alles andere als leicht am Gaumen oder kurz im Abgang. Es ist aber eben keine dieser Wuchtbrummen, die Jay Miller so mag. Alles natürlich basierend auf meinen direkten Vergleich. Vielleicht war der 2009er vor einem Jahr auch noch fruchtbetonter und ist mittlerweile in einem verschlosseneren Stadium. Der 2010er "Solà Fred" der Celler el Masroig stammt aus der DO Montsant im spanischen Katalonien. Die Gegend ist erst seit 2001 als DO klassifiziert und legt sich, geographisch betrachtet, wie ein Gürtel um den direkten Nachbarn Priorat . Die Weine sind stilistisch ähnlich, jedoch hat Montsant noch lange nicht den exzellenten Ruf seines Nachbarn, der mittlerweile als DOCa klassifiziert ist. Montsant ist aber eben noch sehr jung und erst in den letzten Jahren beweisen ambitionierte Winzer, dass auch von hier richtig gute Weine stammen können. Und vor allem werden diese noch für deutlich weniger Geld in den Handel gebracht. In der Gegend werden hauptsächlich Garnacha (frz. Grenache) und Cariñena (frz. Carignan) angebaut, so dass heutiger Wein ein ganz typischer Verschnitt dieser Rebsorten ist. Die Trauben wachsen in Montsant auf eisenhaltigen Ton-Böden und nicht wie im Priorat auf Schieferböden. D.h. die Böden in Montsant speichern deutlich besser Wasser und der rote Ton bringt ganz typische Aromakomponenten in die Weine ein. Celler el Masroig ist eines der größten Weingüter der Gegend und wurde bereits 1917 gegründet. Es besitzt ca. 500 Hektar Rebfläche - ein stolzer Wert, wenn man bedenkt, dass die gesamte Anbaufläche in Montsant nur etwas über 2.000 Hektar beträgt. Das Weingut ist ein klassisches Beispiel für einen Betrieb mit langer Tradition, der sich mittlerweile in eine moderne, zukunftsträchtige Richtung orientiert und auf diese Weise versucht das ganze Potential der Gegend auszuschöpfen. Der "Solà Fred" befindet sich momentan in einer herrlichen Fruchtphase, die vielleicht in den kommenden Jahren (à la 2010er) etwas verfliegt. Daher empfehle ich, neben meinem Rat den Wein zu kaufen, die Flaschen innerhalb eines Jahres auszutrinken. Nicht weil er danach nichts mehr ist, sondern weil er meiner Meinung nicht mehr besser werden kann. Heutige Empfehlung ist ein absoluter "no-brainer". 31,50 EUR für sechs Flaschen eines tollen Weines stellen einen Zwangskauf dar. Zudem ist von dem Wein reichlich vorhanden, so bieten ihn andere Händler für nur wenig Geld mehr an. Sobald der genannte Händler ausverkauft ist, werde ich die Einkaufsquellen entsprechend aktualisieren. 2010 Celler el Masroig "Solà Fred" (Rotwein, Spanien) Auge: Leuchtendes Purpur. Nase: Kirschen, Himbeeren, Veilchen, Gewürze, nasse Steine und etwas Rhabarber. Gaumen: Frisch und sehr klar am Gaumen. Aromen von dunkeln und roten Früchten sowie florale Anklänge. Im Abgang mittellang mit sehr angenehmen Mineralität. Sonstiges: Besteht aus 90% Carignan und 10% Grenache . 87 Punkte (Quelle: Wine Advocate, Jay Miller, Juni 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Elvinjo (3.000 Flaschen) 6,30 EUR/Fl. (5,95 Versandkosten) 5+1-Aktion: 31,50 EUR (5,25 EUR /Fl.) (5,95 Versandkosten, ab 75,- EUR frei Haus) Hier klicken! Stand: 16.11.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.
2009 Descendientes de J. Palacios "Pétalos" (Rotwein, Spanien) Es ist bereits der vierte Wein aus der spanischen Rebsorte Mencía, den ich meinen Lesern seit dem Weinlakai Start im Januar 2008 empfehle. Hierbei deckten die Weine fast das gesamte Preisspektrum ab: von 9,95 EUR bis hin zu 69,95 EUR pro Flasche. Überraschenderweise stellten die Weine für ihren Preis immer einen exzellenten Gegenwert dar. Heutiger Wein von Kult-Winzer Palacios stellt keine Ausnahme dar. Aus meiner Sicht überflügelt der 2009er "Pétalos" sogar den in Vergangenheit empfohlenen " Vico ", der preislich deutlich über dem heutigen Wein lag und ebenfalls 93 Punkte erhielt. +++ Hier den Weinlakai-Newsflash abonnieren +++ Álvaro Palacios stammt ursprünglich aus einer renommierten Winzerfamilie im Rioja . Hier hätte er sich ins gemachte Nest setzen können, doch stattdessen ging er seinen eigenen Weg. Er studierte Önologie in Bordeaux und lernte anschließend sein Handwerkszeug bei keinem geringeren als Pierre Moueix, dem Winemaker des wohl legendärsten Bordeaux-Weingutes, Château Petrus. 1989 kehrte er nach Spanien zurück und gründete sein eigenes Weingut im Priorat . Damals hatte die Gegend südlich von Barcelona noch keinerlei Renommee. Seit der fast vollständigen Vernichtung der Rebflächen durch die Reblaus Ende des 19. Jahrhunderts, wurden im Priorat nur wenige, sehr einfache Weine produziert. Álvaros Palacios sorgte gemeinsam mit anderen, heute ebenfalls wohl bekannten Winzern (z.B. Rene Barbier), für den großen Umschwung. Àlvaro Palacios’ Ziel als Winzer war es von Anfang an Weine zu produzieren, die eine Kombination eines unendlich eleganten Château Petrus und eines sonnenverwöhnten Grange des australischen Weinguts Penfolds sind. Die Stilistik seiner Weine beweisen, dass er diesem Anspruch treu geblieben ist. Er produziert Weine, die harmonisch und leichtfüßig daherkommen, aber auch fruchtbetonte Konzentration und Vollmundigkeit besitzen. Diese Kombination spricht fast jeden Typus von Weintrinker an, denn bei solchen Weinen spielt der Spaßfaktor eine zentrale Rolle. Heute gehört Àlvaro Palacios zu der "neuen Generation" von spanischen Winzern. Mit Kollegen wie Peter Sisseck von Pingus im Ribera del Duero setzen seine Weine Qualitätsstandards und ernten weltweit höchste Bewertungen. Allerdings strapazieren diese Weine auch den Geldbeutel: So kostet z.B. der ultrarare Priorat-Kultwein "L’Ermita" in manchen Jahren um die 1.000 EUR pro Flasche. Mittlerweile ist Palacios auch in dem nordwestspanischen DO-Bereich Bierzo aktiv und produziert hier aus der seltenen Rebsorte Mencía u.a. die heutige Empfehlung Pétalos. Die 60-100 Jahre alten Reben liefern nur noch geringe Erträge, doch sind diese von besonderer Qualität. Neben modernen Vinifizierungsmethoden ist es fast selbstverständlich, dass auch der heute empfohlene Wein nach biodynamischen Grundsätzen angebaut wurde, eine strenge Selektion erfolgte und die Arbeit im Weinberg ausschließlich per Hand erfolgt. Der Wein zeigt eine tolle, florale und rotbeerige Frucht, die durch ihre mineralische Frische überzeugt. Sie setzt einen wichtigen Konter zu dem üppigen Körper und der komplexen Konzentration des Weines. Auch Holz kommt nur feinfühlig zum Einsatz und so verbrachte der Pétalos lediglich vier Monate in französischer Eiche. Der Pétalos ist zwar der "Einstiegswein" von Palacios, doch sprechen u.a. die erst diesen Monat verliehenen 93 Punkte vom Wine Spectator eine andere Sprache. Obwohl der Wein nur knapp 14,- EUR kostet (im 5+1-Paket sogar weniger als 12,-), führt er eindrucksvoll vor, was passiert, wenn die Fähigkeiten von Àlvaro Palacios auf die Rebsorte Mencía trifft. Man kann von Glück sagen, dass weder diese Rebsorte noch das Anbaugebiet Bierzo bereits sonderlich bekannt sind, anderenfalls wäre ein solcher Wein nicht unter 30,- EUR zu haben. Und selbst dann würde ich persönlich den Kauf in Erwägung ziehen. Nicht nur weil er schon jetzt, Verzeihung, schweinelecker ist, sondern auch weil ich überzeugt davon bin, dass der Wein in 2-3 Jahren noch besser sein wird. Es ist einmal mehr ein Wein, der vielen Gaumen eine neue Erfahrung bringen dürfte. Eine ganz besonders positive noch dazu. Für alle Leser, die bereits einen Mencía in Vergangenheit gekauft haben, gibt die heutige Empfehlung eine hervorragende Möglichkeit eines Vergleichs. Natürlich lautet hierbei mein Rat, eine solche Verkostung unbedingt blind durchzuführen. Eines möchte ich noch hinzufügen, auch wenn es mit der Weinqualität nichts zu tun hat: Normalerweise macht mich eine schöne Flasche eher skeptisch, da ich schon häufig erfahren musste, dass eine aufwendig gestaltete Hülle über Defizite des Inhalts hinwegtrösten sollen. Nicht so beim Pétalos. Er kommt in einer wunderschönen Flasche daher, das Etikett ist edel gestaltet, und selbst die Kapsel zeugt von besonderem Design (Ein Klick auf das Foto der Flasche zeigt eine größere Abbildung). Ja, so macht der Wein sogar noch mehr Spaß! 2009 Descendientes de J. Palacios "Pétalos" (Rotwein, Spanien) Auge: Dunkles Lila. Nase: Komplexe Aromen von wilden Beeren, frischen Kräutern und Rauch mit schöner Mineralität . Gaumen: Dicht und harmonisch mit gut integrierter Frucht. Frischer Blumenduft und viele Beeren im lang anhaltenden, durch etwas bittere Tannine geprägten Abgang. Sonstiges: Besteht aus 100% Mencía . Bis 2018 zu trinken. 93 Punkte (Quelle: Wine Spectator "Advance", Thomas Matthews, Oktober 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Vinogusta (Wein ab 10.10.11 wieder lieferbar) 13,90 EUR/Fl. (Versand: 5,90 EUR, ab 75,- EUR frei Haus) 5+1-Paket: 69,50 EUR inkl. Versandkosten (11,58 EUR / Fl. – wird beim Kauf von 6 Flaschen automatisch kalkuliert) Hier klicken! Stand: 05.10.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.
2009 Château de Segries Clos de l'Hermitage (Rotwein, Frankreich) +++ AUSVERKAUFT +++ Fast exakt zwei Jahre sind vergangen seitdem ich diesen Wein aus Côtes du Rhône als 2007er-Jahrgang empfohlen habe. Der Artikel ist hier zu lesen. Die damals verfügbaren 100 Kisten sowie 50 zusätzlich beschaffte 6er-Pakete waren im Nu ausverkauft. Kein Wunder, denn der 2007er war und ist großartig. So ist es für mich eine besondere Freude, heute den Jahrgang 2009 erneut meinen Lesern vorstellen zu können. Insbesondere, da ich den 2009er Clos de l'Hermitage dem 2007er sogar vorziehe. Wieder gibt es den Wein von Ex-Formel1-Fahrer Jean Alesi in der Original-Holzkiste, und trotz Preiserhöhung des Châteaus über die letzten zwei Jahre müssen die Weinlakai-Leser bei dem genannten Händler keinen Cent mehr als zuvor bezahlen. Und alle Leser, die langsam das Gefühl bekommen, der Weinlakai empfehle nur noch 6er-Pakete, täuschen sich. +++ Hier den Weinlakai-Newsflash abonnieren +++ Direkt zum beliebten Punktethema: Den 2007er Clos de l'Hermitage bewertete Robert Parker mit 94 Punkten und der heutige Wein erhielt 93. Warum mir der 2009er trotz dieser leicht geringeren Bewertung seitens des Weinpapstes besser gefällt, zeigte ein blind durchgeführter Vergleichstest zwischen den Jahrgängen 2007, 2008 und 2009. Diese Jahre im südlichen Rhône-Tal wurden vom Wine Spectator mit 95 (2007), 88 (2008) und 93-96 (2009) Punkten bewertet, und so hatte ich bereits eine gewisse Erwartungshaltung. Der Wein in Glas 1 war ein wahrer Bolide mit recht ungezügelten, leicht bitteren Tanninen und einem sehr druckvollem Abgang mit komplexer Aromatik. Der Wein in Glas 2 wirkte deutlich frischer, fruchtbetonter und vor allem balancierter, aber ohne Komplexität vermissen zu lassen oder im Abgang deutlich kürzer zu sein. Dem Wein im Glas 3 fehlte es im Vergleich zu den anderen Kandidaten an allen Ecken und Enden. Er wirkte geradezu wässrig und war zu stark von seiner eindimensionalen Frucht dominiert. Wein 1 musste 2007 sein, denn der gesamte Jahrgang steht für fette, alterungsfähige Weine. Nun hoffte ich sehr, dass Wein Nummer 2 der 2009er war, da er mir mit Abstand den schönsten Trinkgenuss bot. Wein 3 würde ich wohl kaum meinen Lesern empfehlen können. Meine Vermutungen wurden bestätigt und ich muss sagen, dass ich insbesondere den Vergleich zwischen 2007 und 2009 als sehr aufschlussreich empfand. Der hoch gelobte 07er ist zwar sehr körperreich, doch wirkt er derzeit etwas unharmonisch. Die Tannine sind zu bitter und auch der Alkohol scheint nicht sehr gut eingebunden zu sein. Bei meiner Verkostung vor zwei Jahren hatte der Wein zwar auch das Prädikat "zu jung" verdient, doch war er damals deutlich fokussierter. So ist der jetzige Eindruck sicher nur die Momentaufnahme eines klassischen Reifeverlaufs: Eine zugängliche Fruchtphase zu Beginn und dann bis zur eigentlichen Reife ein Wechselspiel zwischen verschlossenen, unbalancierten, aber auch wieder attraktiven Phasen. Daher mein Rat an alle Besitzer der 2007er: Lassen Sie ihn noch mindestens zwei Jahre im Keller schlummern. Beim Kauf des 2009er lohnt allerdings der blind durchgeführte Vergleich. Aber genug zu dem 2007er und mehr zu der aktuellen Empfehlung. Der 2009er Clos de l’Hermitage profitierte von recht kühlen Nächten im August, die den Säuregehalt der Trauben auf einem perfekten Niveau hielten. Der Wein ist zwar keinesfalls säuerlich, doch wirkt er eben nicht zu überladen oder alkoholisch. Für einen solch jungen Wein wirkt er überraschend leichtfüßig und elegant. Der lange Abgang mit der tollen Kräuter- und Gewürz-Komplexität überrascht förmlich, da man aufgrund der Feinheit einen eher schlanken Wein vermuten könnte. Dass Robert Parker dem 09er im Vergleich zu dem 2007er einen Punkt weniger gibt, stützt leider das Klischee, er würde fette, extraktreiche Weine den etwas grazileren Vertretern vorziehen. Für mich ist der zwei Jahre jüngere Wein zum jetzigen Zeitpunkt die deutlich bessere Wahl. Man sollte sich allerdings im Klaren sein, dass man diesen Wein zwar noch viele Jahre lagern kann, es aber sehr schwer fallen wird, die Finger von diesen leckeren Fläschchen zu lassen. Die Stilistik des Weines ist deshalb so attraktiv und zugänglich, da sie eine Kombination eines sehr internationalen Stils mit der klassischen Provence-Typik ist: Auf der einen Seite herrliche Aromen von Brombeere, Cassis und Lakritz, auf der anderen Seite der schöne Garrigue -Duft von Lavendel, Kräutern und Kirsche. Die Weinberge des Château Segries, auf dem der Clos de l'Hermitage wächst, sind insgesamt nur vier Hektar groß. Per Hand wurden hier die Trauben für den 2009er geerntet und pro Hektar ergaben sich hieraus 40 Hektoliter Most. Ein Wert, der von strenger Selektion zeugt. Die Maische blieb dann 21 Tage lang mit den Schalen in Kontakt, um möglichst viel Extrakt und Aroma aufzunehmen. Anschließend wurde der Wein 11 Monate in Eichenfässern ausgebaut, die zu 25% neu waren. Ich empfehle den Kauf dieses Weines nicht nur den Lesern, die vor zwei Jahren leer ausgegangen waren, sondern auch den stolzen Besitzern des Clos de l'Hermitage aus 2007. Es wird sicher spannend, das Leben dieser beiden Weine parallel zu verfolgen. Mir ist bewusst, dass 100,- EUR eine gewisse Investition darstellen, doch erhält man dafür nicht nur einen ganz besonders guten, sondern auch einen raren und in Deutschland schwer erhältlichen Wein – einmal von dem fantastischen Ritual des Öffnens einer Holzkiste mit Wein ganz abgesehen. Bitte beachten Sie, dass Sie den Wein jetzt schon ordern können, er aber erst in der Woche ab dem 12.09.11 in die Auslieferung geht. 2009 Château de Segries Clos de l'Hermitage (Rotwein, Frankreich) Auge: Dichtes Rubinrot/Violett. Nase: Schwarzer Trüffel, Brombeeren, Cassis, Lakritz, subtiler Grillrauch und Noten von Graphit. Gaumen: Gewürze, Kräuter, Lavendel und Kirschwasser. Körperreich, reichhaltig und kraftvoll im Abgang. Sonstiges: Besteht aus gleichen Teilen von Syrah, Grenache und Mourvedere. Bis mindestens 2016 zu trinken. 93 Punkte (Quelle: Wine Advocate, Robert Parker, Juni 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Lehmkuhl Feine Weine 100,- EUR für 6 Flaschen in der Original-Holzkiste inkl. Versand Zuteilung nach "first come, first serve" Prinzip (Entspricht 15,- EUR/Flasche und 10,- EUR Versandkosten) Ab KW 37 (12.09.-) lieferbar! Ausverkauft! Stand: 31.08.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.
2010 Hecht & Bannier Languedoc Rosé (Roséwein, Frankreich) Meine heutige Empfehlung sollte in der Lage sein, den Sommer 2011 heraufzubeschwören. Es ist ein Sommerwein par excellence und noch dazu ein wahrer "Preis-/Punktebrecher". Natürlich ist die vergebene Punktzahl (91) und der dazugehörige Preis (5,90 EUR) erst einmal eine recht vage Aussage, doch weckt sie beim Weinlakai immer eine Art Grundinteresse. Da ich das Weingut Hecht & Bannier durch seine vorzüglichen Rotweine kenne, hatte ich bereits eine positive Vorahnung. Bei der Verkostung des Weines wurde diese dann mit Nachdruck bestätigt. Der pinke Wein aus dem südfranzösischen Languedoc hat alles was ich von einem guten Rosé erwarte: eine leckere, aber nicht zu aufdringliche Frucht, eine tolle Frische und eine umwerfende Mineralität. Und zu guter Letzt hat er keinerlei Restsüße – eine Eigenschaft, die ich bei einem Rosé als zwingend empfinde. David Schildknecht vom Wine Advocate ist für die 91-Punkte-Bewertung verantwortlich und geriet in seiner Verkostungsnotiz förmlich aus dem Häuschen: "This is about as vividly fresh-fruited, exuberant, vibrant, and capital-"M" mineral as you could ask for in any wine!". Insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass Roséweine häufig nicht für voll genommen werden, eine geradezu überschwängliche Aussage. Wenn man das Weingut von Gregory Hecht und Francois Bannier allerdings etwas genauer kennt, überrascht diese Aussage wenig. Die beiden Perfektionisten produzieren ihre Weine nicht nur besonders naturnah, sondern legen auch großen Wert auf strenge Selektion und behutsame, sprich langsame Vinifizierung. Resultat ist ein hohes Qualitätsniveau, das in der Gegend kaum Konkurrenz kennt und daraus leider auch eine vergleichsweise geringe Produktionsmenge resultiert, insbesondere in schwachen Jahren. In diesem Zusammenhang ist es sehr bemerkens- und lobenswert, dass die Preise für Wein aus dem Hause Hecht & Bannier über die letzten Jahre so gut wie nicht gestiegen sind – den hohen Kritikerbewertungen und der starken internationalen Nachfrage zum Trotz. Der Wein stammt aus dem größten Weinbaugebiet der Welt: Languedoc-Roussillon . Direkt ans Mittelmeer angrenzend umfasst diese Gegend aktuell 260.000 Hektar Rebfläche. Mittlerweile unterscheidet man allerdings in Bezug auf den Weinbau meist zwischen dem Languedoc und dem Roussillon ; nicht zuletzt, da die Stilistik und Qualität der beiden Regionen recht unterschiedlich sein können. Das Languedoc gilt zu Recht als die französische Weingegend mit den besten Schnäppchen und Geheimtipps. Erst Mitte der 80er-Jahre gab es eine weitreichende "Qualitätsoffensive", der unter anderem ca. 100.000 Hektar Rebfläche zum Opfer fielen, Tendenz steigend. Seitdem kommen aus der Gegend immer bessere Weine und das Image der Massenproduktion kann immer mehr abgelegt werden. Produzenten wie Hecht & Bannier sind bei diesem Imagewandel wichtige Speerspitzen. Sie ziehen internationale Aufmerksamkeit auf sich und positivieren die Außenwirkung einer ganzen Region. Languedoc hat insgesamt 31 Appellationen, die seit diesem Jahr Weine in drei Klassifizierungen produzieren dürfen. "Languedoc AOC" (ehemals Coteaux du Languedoc) bezeichnet die erste Qualitätsstufe, "Grand Vins du Languedoc" die zweite und die höchste Stufe nennt sich "Grand Crus du Languedoc". Um die jeweiligen Qualitätskriterien erfüllen zu können, sind nicht alle Appellationen für alle Klassifikationen zugelassen und es gibt präzise Vorgaben in Sachen Maximalertrag und der Dauer des Ausbaus in Holz. Auch wenn es Roséweine nur als Languedoc AOC geben darf, ist doch interessant zu wissen, dass die Syrah-Trauben für den heutigen Wein aus der für Grand-Cru-Weine zugelassenen Gegend Saint Chinian stammen. Und genau diese Rebsorte gibt auch den Takt der heutigen Empfehlung an: Die Trauben wurden von Anfang an für die Rosé-Herstellung kultiviert und entsprechend früher geerntet, um noch eine gute Säure zu garantieren. Um den fruchtbetonten Charakter der Weine zu erhalten, wurde auf den Kontakt mit Holz gänzlich verzichtet. Ganz im Gegenteil, denn der Rosé wurde ausschließlich in Beton ausgebaut. Ein Material, das durch seine poröse Grundeigenschaft den Wein besonders gut mit Sauerstoff versorgt. Dadurch besitzt der Wein von Anfang an sein volles Aromapotential und ist sofort trinkbar. Noch eine kurze Erklärung zur Rosé-Herstellung an sich: Es gibt zwei Arten der Herstellung, wobei die eine gemeinhin bei stillen Rosés zum Einsatz kommt und die andere bei rosafarbenen Schaumweinen. Der Prozess bei der letztgenannten Art besteht darin, weißen Grundwein mit einem gewissen Anteil an Rotwein zu mischen. Bei Chamapagner ist dies zumeist Chardonnay mit Pinot Noir bzw. Pinot Meunier . Die für stille Rosés üblichere Methode ist, dass der Wein zu 100% aus roten Trauben stammt, diese aber nur kurz mazeriert werden, sprich nur so lange mit den Schalen in Kontakt gelassen werden bis die gewünschte Farbe und Aromacharakteristik erreicht ist. Natürlich gibt es auch immer Ausnahmen. So bestehen insbesondere minderwertige, stille Rosés auch aus einem Mix aus Weiß- und Rotwein. Und die " Saignée "-Methode bedeutet bei Champagner, dass er aus roten Trauben mit kurzem Schalenkontakt besteht (meistens Pinot Noir). Aber genug der grauen Theorie. Der Wein von Hecht & Bannier ist ein Positivbeispiel für einen Rosé und sollte unbedingt probiert werden, egal wie groß die Vorbehalte sind. Durch die fehlende Süße wirkt der Wein kein bisschen klebrig und die zurückhaltende, sehr feine Frucht unterstreicht diesen Charakter. Needless to say: Der Wein trinkt sich am besten gut gekühlt im Freien bei sommerlichen Temperaturen. Und wenn wir uns jetzt gemeinsam diese Wetterverhältnisse herbeiwünschen, hat sich die heutige Empfehlung gleich doppelt gelohnt. Im Übrigen bietet der empfohlene Händler für diese Weinlakai-Empfehlung eine 11+1-Aktion an. Aus meiner Sicht ein super Deal, denn dadurch wird der Flaschenpreis auf lächerliche 5,41 EUR reduziert (zzgl. Versand). 2010 Hecht & Bannier Languedoc Rosé (Roséwein, Frankreich) Auge: Brillantes Rosa mit hellroten Reflexen. Nase: Frisch mit herber Kirschfrucht und belebendem , kräuterigem Tonfall. Gaumen: Saftige Blutorange und ein Aufgebot von mineralischen Nuancen inklusive einem speichelfördernden Eindruck von Salzigkeit. Sonstiges: Besteht aus 40% Syrah , 40% Cinsault und 20% Grenache . Am besten sofort zu trinken. 91 Punkte (Quelle: Wine Advocate, David Schildknecht, Juni 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Kölner Weinkeller 5,90 EUR/Fl. 11+1-Aktion (Versand: 1-6 Fl. für 5,30 EUR / 7-12 Fl. für 8,20 EUR / jede weitere Fl. 0,50 EUR / ab 160,- EUR frei Haus) Hier klicken! Stand: 28.07.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.
Braufactum "Progusta" (Bier, Deutschland) / Firestone Walker "Pale 31" (Bier, USA) Auf die Gefahr hin, dass mich meine werten Leser für völlig übergeschnappt halten, empfehle ich heute Bier. Ja, richtig gehört, für den Moment mime ich den "Bierlakai". Nicht nur halte ich diesen Themenwechsel nach der letzten, so überragenden Empfehlung, für eine Art "Tabula Rasa", zum anderen wird das Thema Bier von dem Unternehmen Braufactum so außergewöhnlich gut präsentiert, dass man den Eindruck gewinnt, man habe es mit hochwertigen Spitzenweinen zu tun. Ich habe das Sortiment von Braufactum unter die Lupe genommen und möchte heute gleich zwei Biere empfehlen: Das erste Bier ("Progusta") wird meine Leser sprachlos zurücklassen. Es ist mit solch konzentrierten und beeindruckend guten Aromen ausgestattet, dass selbst hartgesottene Weintrinker davon positiv überrascht sein werden. Das zweite Bier ("Pale 31") ist ebenfalls ungewöhnlich gut, allerdings ist es durch den niedrigeren Alkoholgehalt und die moderateren Bitterstoffe ein eher süffiges Bier für den"täglichen Gebrauch". Das Konzept von Braufactum gefällt auf Anhieb: Ein studierter und promovierter Braumeister mit dem treffenden Namen Rauschmann begibt sich auf große Reise, um die besten Biere der Welt aufzutun. Keine massenhaft hergestellten Produkte, die mit einer Tüte Chips vor dem Fernseher konsumiert werden, sondern mit großem Aufwand und mit viel Liebe gebraute Biere aus sogenannten "Micro-Breweries". Hier kommen besonders aufwendige Braumethoden zum Einsatz und nur ausgewählte, äußerst seltene und extrem hochwertige Rohstoffe finden den Weg in die Brauerei. Die 25 besten Biere dieser spannenden Bier-Expedition werden nun von dem Start-Up namens Braufactum angeboten – ergänzt durch acht Biere aus eigener Kreation. Preislich liegen die Biere zwar über dem Normalpreis des deutschen Durchschnittsbieres, aber zumindest liegen nicht alle Biere des Sortiments im Bereich des italienischen Xyauyù Gold, das für die Halbliterflasche selbstbewusste 30 Euro aufruft. Die heute empfohlenen Biere sind zwar auch nicht als günstig zu bezeichnen, doch kann man deren Hochwertigkeit durchaus mit Weinen vergleichen, so dass der Preis absolut in Ordnung geht. Das von Braufactum hergestellte "Progusta" wird Weinlakai-Leser garantiert faszinieren. Nicht nur wird es in einer mit Kronkorken verschlossenen Sektflasche geliefert, es hat eine solch faszinierende Aroma-Charakteristik, dass man kaum glauben mag, man habe es mit Bier zu tun. Zumindest wenn man Bier als eher triviales Genussmittel versteht. Nach dem Kontakt mit dem Angebot von Braufactum wird sich dieses Bild aber sowieso wandeln. Das "Progusta" ist ein sogenanntes "Pale Ale" mit recht üppigem Alkoholgehalt (6,8%) und einer deutlichen Bitteren im Abgang – ursprünglich mit so viel Alkohol und hohem Hopfenanteil gebraut, um das Bier für lange dauernde Transportwege zu konservieren. Diese beiden Komponenten sind zwar keineswegs störend, doch machen sie das Bier zu einem Getränk, das in größeren Mengen etwas anstrengend wirken könnte. Ähnlich einem körper- und tanninreichem Wein. Es ist aber ein Bier, das Sie und Ihren Silvester-Besuch nachhaltig überraschen wird. Ein echter Kaufbefehl, ganz nach dem Motto "Das muss man probiert haben". Wirklich faszinierend, wie gut ein Bier riechen und schmecken kann. Das im Eichenfass fermentierte "Pale 31" von Firestone Walker stammt aus dem kalifornischen Wein-Städtchen Paso Robles und räumt mit dem Vorurteil auf, dass Nordamerikaner kein Bier brauen können. Sein niedriger Alkoholgehalt (4,6%) und die schöne Frische machen es zu einem unkomplizierten Bier, das dennoch mit einer untypisch aromatischen Charakteristik aufwartet. Wahrhaft ein Bier für jeden Tag. Allerdings birgt es die Gefahr, dass man sich nach dessen Konsum nur noch schwerlich an die feil gebotenen Supermarktbiere "zurückgewöhnen" kann. Ein nach der Verkostung der Braufactum-Biere geöffnetes B**** aus der grünen Flasche wirkte dermaßen flach und langweilig, dass ich mir die Frage stellen musste, welche geringen Ansprüche ausgerechnet wir Deutsche an Bier stellen. Sicher, das alles ist natürlich auch eine Preisfrage. Doch machen die zwei empfohlenen Biere deutlich, dass man nicht nur Weine als hochwertige Genussprodukte verstehen sollte. In diesem Sinne empfehle ich allen Lesern, diesjähriges Silvester mit einem für den Neujahrs-Toast nicht ganz typischen Getränk zu veredeln. Trauen Sie sich! Auch die anderen Biere im Sortiment sind spannend und so kann ich jedem Interessierten auch den Kauf eines "Probierpakets" empfehlen. Der Besuch der Braufactum-Internetseite ist so oder so zu empfehlen, da man hier nicht nur die weiteren Biere findet, sondern auch eine Menge über das Thema Bier lernen kann. Um das Bier noch zu Silvester zu erhalten, ist eine Bestellung bis zum Nachmittag des 29.12. dringend angeraten. Nun wünsche ich Ihnen und Ihren Familien einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein gesundes und erfolgreiches 2011. Bier Nummer 1: Braufactum "Progusta" (Bier, Deutschland) Auge: Rötliche Farbe. Nase: Pfirsich, Ananas, Maracuja und Mango. Gaumen: Die Fruchtaromen setzen sich fort und es kommt ein zitrusartiges Aromaprofil zum Vorschein. Deutlicher Alkoholeindruck und feste Bitterstoffe im Abgang. Sonstiges: 6,8% Alkohol. Besteht aus Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, Wiener Malz, Caramelmalz) und Hopfen (Magnum, Hallertauer Mittelfrüh, Citra). Meine Einkaufsempfehlung: Braufactum 0,75 l: 11,99 EUR/Fl. (Versandkosten 6,99 EUR, ab 100,- EUR frei) 0,33 l: 5,49 EUR/Fl. (Versandkosten 6,99 EUR, ab 100,- EUR frei) Hier klicken! Bier Nummer 2: Firestone Walker "Pale 31" (Bier, USA) Auge: Glänzendes helles Altgold. Nase: Jasmin-, Zitrus- und Mango-Noten. Gaumen: Karamell, Vanille und blumige Aromen mit frischem, vergleichsweise kurzem Abgang. Sonstiges: 4,6% Alkohol. Besteht aus Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, helles Malz der Sorte Maris Otter, Münchner Malz, Caramelmalz), Hopfen (Fuggle, Cascade, Centennial, Chinook). Meine Einkaufsempfehlung: Braufactum 0,355 l: 3,49 EUR/Fl. (Versandkosten 6,99 EUR, ab 100,- EUR frei) Hier klicken! Stationär zu beziehen über die FrischeParadiese in Deutschland oder bei Galeria Kaufhof in Berlin (Alexanderplatz), Hannover und Köln. Stand: 28.12.2010. Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler. Händler können gerne günstigere Angebote (inkl. Versandkosten) als Kommentar posten. Rein werbliche Posts werden sofort gelöscht.
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