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Die "Aida Prima" kommt – mit einem Jahr Verspätung

Erst gab es Bauverzögerungen, dann brannte es an Bord: Nun ist das neue Flaggschiff der Reederei Aida Cruises, die "Aida Prima", in See gestochen. Auch der Tauftermin in Hamburg steht bereits fest.

AidaPrima bei einer Erprobungsfahrt

Wird am 7. Mai 2016 in Hamburg getauft: das neue Flaggschiff von Aida Cruises, die "Aida Prima"

Eigentlich sollte der Neubau längst getauft sein und mit Passagieren durch die Meere schippern. Doch nach einer beispiellosen Pannenserie auf der Mitsubishi-Werft im japanischen Nagasaki musste die Indienststellung der " Aida Prima" zweimal verschoben werden. Passagiere, die bereits Kreuzfahrten gebucht hatten, mussten auf andere Schiffe und Routen umgebucht werden.

Nun hat die Reederei Aida Cruises im japanischen Nagasaki ihr neues Flaggschiff endlich in Betrieb genommen. Die 300 Meter lange "Aida Prima" sei das elfte Schiff des Unternehmens und der erste Typ einer neuen Generation. Sie beherbergt unter anderem 1643 Gästekabinen sowie zwölf Restaurants und 18 Bars.

Offiziell getauft werden soll das Schiff am 7. Mai während des 827. Hafengeburtstags in Hamburg, wie Aida in Rostock mitteilte. Taufpatin wird Emma Schweiger werden. Die 13-Jährige Tochter von Til Schweiger war bereits in den Filmen "Keinohrhasen", "Kokowääh" und "Honig im Kopf" zu sehen.

Aida Cruises will bis 2020 ihre Flotte um vier Schiffe vergrößern und ihre Kapazitäten damit nach eigenen Angaben verdoppeln. Neben der "Aida Prima" und einem baugleichen Schwesterschiff hat Aida zwei weitere Schiffe in Auftrag gegeben, die 2019 und 2020 ausgeliefert werden sollen. Der Markt für Kreuzfahrttourismus boomt auch in Deutschland.

Schiffe der nächsten Generation sollen mit Flüssigerdgas fahren

Die bei Mitsubishi Heavy Industries in Nagasaki gebaute "Aida Prima" soll ganzjährig von Deutschland aus zu Kreuzfahrten starten. Aus Umweltgründen erhielt sie unter anderem einen Spezialmotor, der außer Marinediesel auch Flüssigerdgas verbrennen kann. Damit kann das Schiff während der Hafenliegezeit Strom für seinen Bordbetrieb auf sauberere Weise erzeugen, sofern vor Ort die nötige Infrastruktur vorhanden ist.

Angesichts strenger werdender Emissionsvorgaben ist Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) ein großes Thema in der Schifffahrt, speziell die Kreuzfahrtbranche sah sich in den vergangenen Jahren scharfer öffentlicher Kritik an der von ihren Riesenschiffen ausgehenden Umweltverschmutzung ausgesetzt. Aida zufolge sollen die beiden Schiffe der nächsten Generation für 2019 und 2020 bereits ganz mit Flüssigerdgas betrieben werden.

Daneben setzen Reedereien auch auf weitere Neuerungen wie Abgasreinigungssysteme. Die "Aida Prima" ist darüber hinaus mit einer neuartigen Technologie ausgestattet, die den Rumpf unter Wasser permanent mit einem Teppich aus Luftblasen umgibt. Das senkt den Widerstand und soll den Treibstoffverbrauch laut Reederei um sieben Prozent verringern.

tib/AFP
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