Ratgeber Urlaubsträume in Fernost und Südostasien

Was benötige ich für welches Land?

Visum, Impfungen, Regenzeit - wer nach Asien reisen will, sollte sich frühzeitig informieren. Sonst fällt der Urlaub buchstäblich ins Wasser. Wir haben zusammengetragen, was Sie alles benötigen. Von Sandra Hermes

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Ein Mönch läuft durch den Shwedagon, dem religiösen Zentrum Birmas in Rangun. Er gilt als berühmteste Stupa der Welt und Wahrzeichen des Landes©

Asien für Fortgeschrittene: Myanmar

Info: Indochina Services

Anreise: Stopover-Flüge über Bangkok nach Rangun.

Einreisebestimmungen: Für eine Reise nach Myanmar besteht Visumspflicht. Informationen und Anträge erhalten Reisende in der Auslandsvertretung der Union Myanmar in Berlin (www.botschaft-myanmar.de). Die Einreise ist sowohl mit einem Reisepass, einem Kinderreisepass, einem Kinderausweis mit Foto als auch mit einem Eintrag in den Reisepass der Eltern möglich. Auch hier ist ein Foto erforderlich. Die Dokumente müssen noch sechs Monate nach der Einreise gültig sein. Das Auswärtige Amt empfiehlt jedoch, auch für Kinder einen eigenen Kinderreisepass zu beantragen.

Neben den Sperrgebieten an den Grenzen zu Thailand, Indien und China, gibt es in Myanmar auch Reisebeschränkungen für andere Landesteile. Es empfiehlt sich, bei einem erfahrenen Reisebüro zu klären, ob für Teile der Reise staatliche Genehmigungen notwendig sind.

Reisen zu den touristischen Hauptzielen Rangun, Bagan, Mandalay, Inle-See und Ngapali sind in der Regel jederzeit problemlos möglich. Touristen müssen sich ausweisen können und sind daher verpflichtet, immer ihren Pass bei sich zu tragen.

Reisezeit: Es herrscht ein typisch tropisches Monsunklima. Die Zeit von November bis April ist trocken und etwas kühler, die von Mai bis September/Oktober ist feucht und wärmer. Während des Monsuns kann es im ganzen Land aufgrund starker Regenfälle zu Überschwemmungen und Unterbrechungen der Verkehrsverbindungen kommen. Als beste Reisezeit gilt für Myanmar der Zeitraum von Oktober bis Februar.

Besonderheiten: In einigen Grenzregionen zu Indien, Thailand und China sowie im Zentrum des Shan State werden unverändert bewaffnete Konflikte zwischen Rebellenarmeen und dem myanmarischen Militär ausgetragen. Ungekennzeichnete Minenfelder bedeuten hier Lebensgefahr. Das Auswärtige Amt rät vor Reisen in diese Landesteile dringend ab.

Politisch motivierte Anschläge, bei denen in der Vergangenheit auch Touristen getötet wurden, können auch nach den Parlamentswahlen 2010 nicht ausgeschlossen werden. Größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden. In Myanmar werden deutsche und internationale Führerscheine nicht anerkannt.

Aufgrund der US-amerikanischen Finanzsanktionen gegen das Land werden kaum Kreditkarten oder Reisechecks akzeptiert. Da auch Barabhebungen mit EC-Karten nicht möglich sind, müssen sich Reisende darauf einstellen, große Mengen Bargeld mit sich zu führen.

Die Kommunikationsmöglichkeiten sind in Myanmar stark eingeschränkt. Telefonleitungen sind häufig überlastet, es fehlen Roaming-Verträge für den Mobilfunk und das Nutzen von E-Mail in Internetcafés ist wegen mangelnder Erreichbarkeit der Anbieter nicht immer erfolgreich.

 
 
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