US-Kreuzfahrtschiff havariert im Golf von Mexiko

12. Februar 2013, 11:07 Uhr

Höllenfahrt statt paradisischer Urlaub: Mehr als 4000 Menschen sitzen auf dem Kreuzfahrtschiff "Triumph" fest, das nach einem Brand manövrierunfähig im Golf von Mexiko treibt. Hilfe ist unterwegs.

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An Bord des Kreuzfahrtschiffs "Triumph" sind mehr als 4000 Menschen. Verletzt wurde durch den Brand offenbar niemand.©

Ein Kreuzfahrtschiff mit mehr als 4000 Menschen an Bord treibt nach einem Brand im Motorraum navigierunfähig im Golf von Mexiko. Das Luxusschiff "Triumph" soll von der US-Küstenwache nach Alabama statt wie ursprünglich geplant nach Mexiko gezogen werden, berichtet das "Wall Street Journal". Durch die Strömung wurde das Schiff 145 Kilometer weit nach Norden abgetrieben. Das Feuer war am Sonntagmorgen ausgebrochen und hatte einen Defekt im Antrieb ausgelöst, teilte die britisch-amerikanische Reederei Carnival Cruises mit. Die "Triumph" befand sich zu dem Zeitpunkt auf dem Weg nach Texas an der US-Südküste, es war am Donnerstag von Texas aus in See gestochen.

Menschen seien durch den Brand nicht zu Schaden gekommen. Die automatischen Feuerlöschsysteme des Schiffes hätten den Brand umgehend unter Kontrolle gebracht, erklärte Carnival. Die 1086 Crewmitglieder und 3143 Passagiere seien mit ausreichend Wasser und Lebensmitteln versorgt, die zum Teil von anderen Kreuzfahrtschiffen zur "Triumph" gebracht worden seien. Der Strom sei zu keinem Zeitpunkt ausgefallen, ein Notstrom-Generator sichere die Versorgung. Allerdings funktionierten die Toiletten nur im vorderen Bereich des Schiffes, berichtete der TV-Sender CNN. Die US-Küstenwache teilte mit, die Situation des Kreuzfahrtschiffes zu beobachten.

Land in Sicht erst am Donnerstag

Am Montagabend erreichte ein erstes Boot die "Triumph", ein zweiter Schlepper soll folgen. Am Donnerstag soll das Schiff den Hafen von Mobile/Alabama erreichen.

Im Januar 2012 war die zur Reederei Carnival gehörende "Costa Concordia" vor der italienischen Küste havariert. Bei dem Unglück starben 32 Menschen.

mlr/DPA/AFP
 
 
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