Flugbegleiter sollen bitte stets lächeln. Doch die Arbeitsbedingungen haben sich verändert wie in kaum einem anderen Job. Ein Blick zurück in Bildern. Von Till Bartels
Einst servierten sie Champagner und Kaviar über den Wolken und galten als begehrenswerte Königinnen der Lüfte. Heute verteilen Stewardessen pappige Brötchen an Hunderte von Passagieren im Akkord. Ihr Arbeitsleben ist ein Knochenjob. Berufsanfänger erhalten 1415 Euro - brutto.
Durch den Siegeszug der Billigflieger in Europa hat sich auch das Image der Flugbegleiter stark gewandelt. Statt Stewardess und Stewards werden sie "Trolley-Dolly" und "Luftkellner" genannt. Der Duden kennt seit einigen Jahren sogar das Wort "Saftschubse" als Berufsbezeichnung.
Dabei hatte vor genau hundert Jahren das Arbeitsleben glamourös begonnen: 1912 trat an Bord des Zeppelins LZ-10 "Schwaben" Heinrich Kubis, der erste Steward der Welt, seinen Dienst an. Und die amerikanische Krankenschwester Ellen Church war 1930 die erste Frau, die als Stewardess eingesetzt wurde.
Auf den folgenden Seiten der Fotostrecke zeigen wir Bilder aus den vergangenen Jahrzehnten, als das Fliegen noch etwas Besonders war - ein Arbeitsleben zwischen Kontinenten und Kerosingeruch.
Oben: Die Schweizerin Nelly Diener war 1934 bei der Swissair tätig und damit die "Erste Stewardess Europas". Als sie auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof aus einer Verkehrsmaschine steigt und für ein Foto posiert, sorgt sie für großes Aufsehen.