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Staub statt Schießereien: Das blieb von der gefährlichsten Stadt des Wilden Westens

Einst galt Bodie als gefährlichste Stadt des ohnehin schon Wilden Westens. Dann war die Goldgräberstimmung vorbei - und statt Gangstern und Halunken blieb nur noch Gras und der Staub auf den Whiskey-Gläsern.

Bodie heute. Obwohl die Stadt seit mehr als 50 Jahren verlassen ist, haben sich die Holzhütten erstaunlich gut gehalten. Wie wild es hier mal zuging, ist aber kaum noch zu erahnen.

Bodie heute. Obwohl die Stadt seit mehr als 50 Jahren verlassen ist, haben sich die Holzhütten erstaunlich gut gehalten. Wie wild es hier mal zuging, ist aber kaum noch zu erahnen.

Im 19. Jahrhundert brach in den die Goldgräber-Stimmung aus: Immer mehr Abenteuerlustige und Verzweifelte machten sich auf den Weg in das noch weitgehend unerschlossene Kalifornien und das noch weiter entfernte Alaska. Und auch die Stadt Bodie in der kalifornischen Sierra Nevada entstand aus dem Gold-Boom. Vom Minen-Camp wuchs sie in nur drei Jahren von 30 auf 10.000 Einwohner. Heute stehen nur noch Ruinen.

In seiner Hochzeit bestand Bodie aus 2000 Häusern - davon alleine 65 Saloons. Während des Booms war in Minen jede Menge Geld zu machen, das zog natürlich nicht nur ehrbare Arbeiter an. In den gesetzlosen Weiten des Westens gehörten , Mord und Postkutschen-Überfälle zum harten Alltag. Und Bodie galt als gefährlichste Stadt von allen.

Als das Gold nach wenigen Jahren abgebaut war, zogen die meisten Menschen weiter. Von den 10.000 Bewohnern 1880 waren acht Jahre später nur noch 500 übrig. Ein Großbrand 1932 zerstörte die meisten Häuser. Als Bodie 1962 zu einem "State Park", einem denkmalgeschützten Gebiet, erklärt wurde, lebten dort nur noch zehn Menschen. Heute bleibt von der wilden Stadt nur Gras und Staub.



mma

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