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Eine deutsche Geisterstadt mitten in der Wüste

Es war einmal die reichste Stadt Afrikas: Vor knapp 100 Jahren wurden in Kolmanskop Diamanten gefunden. In der lebensfeindlichen Umgebung entstand ein deutsches Dorf, das längst wieder dem Verfall und der Wüste preisgegeben ist.

Geisterstadt Kolmanskop in Namibia

Ein Ort ohne einen einzigen Einwohner: In Kolmanskop spielt der Wind mit Sand und Wellblechresten.

Südwestlich von Windhoek, der Hauptstadt Nambias, erstreckt sich die 80.000 Quadratkilometer große Namib-Wüste bis zum Atlantischen Ozean. Durch das lebensfeindliche Gebiet wurde Anfang des 20. Jahrhunderts eine Eisenbahnstrecke gelegt.

Die Trasse in der damaligen Kolonie schuf eine Verbindung von der Hafenstadt Lüderitz zum Ort Aus im Landesinneren, die als Alternative zur Strecke Windhoek-Swakopmund weiter im Norden der Kolonie gedacht war.

Kurz nach dem Bau der Lüderitz-Eisenbahn wurden in der Gegend von Kolmanskop entdeckt, was dem Ort zu einem Boom verhalf, der jedoch nur bis in die frühen 30er Jahre andauerte.

Der Diamantenabbau zog sich im Laufe der Jahre immer weiter nach Süden, wo weitere Siedlungen wie Elizabeth Bay, Pomona und Bogenfels entstanden. Diese Ort sind heute ebenfalls Geisterstädte, die per Tagesausflug von Lüdertitz aus besucht werden können.

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Skelettküste im Westen Namibias

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tib

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