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27. Januar 2012, 08:00 Uhr

Größenwahn auf hoher See

Bis zu 360 Meter lang und 18 Decks hoch: Der Kreuzfahrtboom lässt die Reedereien immer größere Schiffe bauen. Auch die gekenterte "Costa Concordia" gehört zu den Monstern der Meere. Ein Überblick. Von Till Bartels

Fotostrecke 15 Bilder
© Picture-Alliance

Reedereien setzen auf Rekorde. Jedes Jahr werden die schwimmenden Bettenburgen immer größer. So schippern an Bord der "Oasis of the Seas" inzwischen mehr als 6000 Passagiere durch die Karibik, verpflegt von über 2000 Crewmitgliedern.

Laufen mehrere der schwimmenden Giganten gleichzeitig einen Hafen an, fallen Tausende von Passagieren über eine Insel her, wie hier im Bild in Philippsburg auf der Karibikinsel St. Maarten. Allein diese vier Schiffe - die " Adventure of the Seas", "Celebrity Silhouette", "Disney Magic" und "Norwegian Epic" - spucken zusammen 17.000 Menschen auf einen Schlag an Land.

Der Pauschalurlaub auf dem Meer boomt
Über 1,2 Millionen Deutsche sind 2010 an Bord eines Kreuzfahrtschiffs gegangen. Doch das Kentern der "Costa Concordia" führt uns vor Augen, dass die Branche an eine Grenze gestoßen ist: Im Notfall lassen sich die Giganten der Meere alles andere als reibungslos evakuieren. Die Katastrophe am 13. Januar vor der Insel Giglio hat auch gezeigt, welche unberechenbare Rolle der Faktor Mensch bei der Steuerung der Hightech-Kolosse spielen kann.

Die vor der Küste Italiens verunglückte "Costa Concordia" symbolisiert mit ihrer Schräglage den Größenwahn einer besonders populär gewordenen Urlaubsform. Mit mehr als 4000 Passagieren und Besatzungsmitgliedern gehört das Schiff zu den größten Kreuzfahrtschiffen auf den Weltmeeren. Einige Schiffe sind aber noch gigantischer: Auf den folgenden Seiten zeigen wir die Monster der Meere und stellen die Reedereien vor, die die schwimmenden Vergnügungsstädte betreiben.

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