Schöner warten auf den Abflug: Manche Flughafengebäude sind mehr als nur riesige Aufenthaltsräume. Der Bildband "Airport Architecture" zeigt die neue Vielfalt der Flughafenarchitektur. Von Till Bartels
Flughäfen sind heute weit mehr als Einfallstore in fremde Länder. Sie haben sich zu modernen Städten entwickelt. Neben der primären Funktion für einen reibungslosen Flugbetrieb sind sie Orte, wo Menschen die Verkehrsträger wechseln, sich treffen, Meetings abhalten, in Flughafen-Hotels übernachten und rund um die Uhr die Infrastruktur nutzen.
Den Bautyp Flughafen gibt es seit weniger als einem Jahrhundert. Der Durchbruch erfolgte mit dem Beginn des Düsenflugverkehrs in den späten 50er Jahren. Nach einer Ära reiner Funktionsbauten sind die Knotenpunkte des Luftverkehrs eine der herausfordernsten Architekturaufgaben der Gegenwart: Nicht immer werden die hochkomplexen Bauprojekte pünktlich fertig, wie das Beispiel Berlin zeigt.
Ein neuer Bildband "Airport Architecture" zeigt an mehr als 70 Beispielen, wie zeitgenössische Flughäfen heute aussehen. Die vorgestellten Projekte umfassen die neuesten Airports, langfristige Bauvorhaben, kleinere Flughäfen an eher abgelegenen Orten, ebenso wie Neu- und Ausbauten ganzer Terminals und die markante Architektur der Kontrolltürme, die häufig zum Markenzeichen eines Flughafens werden.
Im Bild das erst in diesem Jahr eröffnete 270 Meter lange Skylink-Terminal des Wiener Flughafens. Dieser Teil wird überwiegend von den Fluggesellschaften der Star Alliance genutzt.