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Wie ein Urlaubsflug in einer 30-stündigen Odyssee endete

Erst keine Landeerlaubnis, dann zu wenig Kerosin, schließlich Landung in New Hampshire. Am nächsten Tag Turbulenzen und Landung in Boston. Das alles erleben Passagiere von Delta-Flug 944 nach New York binnen 30 Stunden.

  Vier Stunden sollte der Flug nach New York mit der Boeing der Fluggesellschaft Delta dauern. Es wurde ein bisschen länger.

Vier Stunden sollte der Flug nach New York mit der Boeing der Fluggesellschaft Delta dauern. Es wurde ein bisschen länger.


Der Start in Punta Cana in der Dominikanischen Republik verläuft am Montagnachmittag noch planmäßig. Dreieinhalb Stunden später soll der Pilot von Delta-Flug 944 in New York landen - eigentlich. Wie "NBC New York" berichtet, erhält das Flugzeug mit 159 Menschen an Bord am Zielflughafen JFK keine Landeerlaubnis, weil zu viel Verkehr herrscht. Und hier beginnt die Irrfahrt des Urlaubsfliegers erst richtig.

Während das Flugzeug über New York kreist, wird das Kerosin offenbar knapp - der Pilot landet gegen 19 Uhr zum Tankstopp 400 Kilometer nördlich in Manchester. Zwar werde die Boeing aufgetankt, doch da die Crew die Höchstarbeitszeit überschritten habe, sei ein Weiterflug nicht mehr möglich.

"Es hat geschneit und war kalt, jeder war genervt"

Nicht nur das: Bis zum Ausstieg aus dem Flugzeug dauert es offenbar noch weitere zwei Stunden, weil die für einen Auslandsflug nötigen Kontrolleure nicht am Flughafen sind. "Es hat geschneit und war kalt, jeder war müde und genervt", sagt Passagier Corie Buonanno zu "NBC New York". Mitarbeiter der Fluggesellschaft hätten die Passagiere schließlich abgeholt und in Hotels untergebracht.

Am nächsten Tag sei die Reise nach New York weitergegangen. Einem Bericht von "Gothamist" zufolge mit nunmehr 90 der 159 Passagiere - der Rest ist mit Mietwagen und Bahn weitergereist. Für die 90 Menschen endet den Berichten zufolge auch der zweite Flug im Chaos: Das Ziel New York ist zwar bloß eine Flugstunde entfernt; die Boeing gerät jedoch in Turbulenzen und Unwetter. "Viele Menschen mussten sich übergeben, einige brauchten die Sauerstoffmasken", sagt Maribel Reyes bei "NBC New York", "ich habe gedacht, das Flugzeug bricht entzwei." Der Pilot ist dem Bericht zufolge umgekehrt und landet - dieses Mal in Boston.

Flug Nummer drei führt endlich nach New York

Abends habe sich das Wetter aufgeklart - die Passagiere seien zum dritten Mal an Bord gegangen. Dieses Mal sei das Flugzeug tatsächlich am JFK-Flughafen gelandet - einen Tag nach der ursprünglich geplanten Ankunft. Und so endet eine Reise, von der die Passagiere zwischenzeitlich gedacht haben, sie würde niemals vorbei gehen.

js
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