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Nur nicht beim Essen die Nase putzen

stern.de erklärt die wichtigsten Benimmregeln für eine Reise nach Fernost und gibt Tipps für den Besuch eines japanischen Badezimmers.

Von Sandra Hermes

  • Sandra Hermes

Wie begrüßen sich Japaner?

Japaner begrüßen sich mit einer Verbeugung. Je tiefer sie ist, desto mehr Respekt zollt man seinem Gegenüber. Von Gästen wird keine perfekte Verbeugung erwartet. Es reicht, wenn man die Geste nur andeutet oder seinem Gegenüber zunickt. Ein Anlächeln während der Begrüßung gilt es zu vermeiden, da dies zu Missverständnissen führen kann.

Ähnlich wie in China, ist bei der Begrüßung das Überreichen von Visitenkarten üblich.

Wie verhält sich ein Gast?

Wer von einem Japaner eingeladen wird, darf sich geehrt fühlen. Dabei wird man selten in die Wohnräume gebeten, sondern in der Regel in ein Restaurant eingeladen. Zu solchen Anlässen ist es üblich, ein Gastgeschenk mitzubringen und sich auf diese Weise für die Einladung erkenntlich zu zeigen. Das Präsent sollte auf keinen Fall in weißes Papier verpackt werden oder selbst weiß sein. Ebenso wie in China steht die Farbe Weiß für Trauer und wird daher im Alltag gemieden. Die Farbe Gelb steht für Verrat und kommt daher auch nicht gut an.

Als Gast sollte man sich nicht wundern, wenn sein Gastgeschenk nicht ausgepackt wird. Japaner wollen um jeden Preis vermeiden, dass jemand sein Gesicht verliert und riskieren daher nicht, dass sie beim Öffnen des Geschenks Anzeichen von Enttäuschung zeigen könnten. Wird ein ausländischer Gast beschenkt, sollte er das Präsent auch erst im Hotelzimmer öffnen.

Wie benimmt man sich an japanischen Tischen?

Die Tischsitten in Japan ähneln stark denen ihrer chinesischen Nachbarn. Das vorherrschende Essbesteck sind Stäbchen. Diese legt man bei einer Esspause neben seinen Teller auf ein eigens dafür vorgesehenes Bänkchen, das Hashioki, und niemals quer über den Teller oder auf gemeinsame Servierplatten. Als absoluter Fauxpas gilt es, die Stäbchen senkrecht in einer Reisschale stecken zu lassen, da dies an Räucherstäbchen erinnert, die für Verstorbene angezündet werden.

Getränke schenkt man sich nicht selbst nach. Man bedient den nächsten Nachbarn und bekommt wiederum von ihm nachgeschenkt. Möchte man nichts mehr trinken, lässt man das Glas halbvoll stehen.

Entgegen mancher Vorurteile essen Japaner sehr gesittet. Lediglich beim Genuss von Suppe oder Nudeln ist ein gewisser Geräuschpegel normal. Dabei ist es auch üblich, die Schale in Brusthöhe anzuheben, statt sich über den Tisch zu beugen.

Japaner kennen keine verschiedenen Gänge. Das Menü wird zunächst komplett auf dem Tisch arrangiert, bevor das Essen beginnt. Jeder bedient sich aus den vielen kleinen Schälchen und kostet möglichst von allem etwas. Kann man ein Schälchen nicht erreichen, wartet man zurückhaltend, bis der Gastgeber es anbietet.

Sich bei Tisch die Nase zu putzen ist verpönt. Dazu entschuldigen sich Japaner und suchen die Toilette auf.

Die Rechnung zahlt man in Japan nicht am Tisch, sondern an der Kasse.

Was halten Japaner von Trinkgeld?

Trinkgelder werden in Japan nicht erwartet.

Welche Besonderheiten hat die japanische Badekultur?

Eine japanische Bade-Zeremonie gliedert sich in zwei Teile. Zunächst säubert man sich mit viel Seife in einer separaten Wanne und spült sich sorgfältig ab. Erst danach geht es zum Entspannen in die eigentliche Badewanne. Da dieses Badewasser von mehreren Personen genutzt wird, ist die vorangehende Säuberung so wichtig.

Bad und WC gelten in Japan traditionell als unreiner Außenbereich der Privatwohnung. Daher stehen vor dem Bad separate Toilettenpantoffeln, die man vor dem Betreten des Badezimmers oder der Toilette überstreifen und später wieder gegen die normalen Hausschuhe austauschen sollte.

In traditionellen Haushalten existieren noch Stehtoiletten, die dem einen oder anderen evtl. von französischen Autobahnraststätten bekannt sind. Moderne Japaner mögen es aber gerne westlich bequem. Mittlerweile hat sich Japan zum Toiletten-Hightech-Land gemausert. Das stille Örtchen ist nicht selten Bidet-ähnlich mit eingebauter Nassreinigungs- und Trocknungsfunktion sowie Sitzheizung und Duftzerstäuber ausgestattet.

Wer zieht was an?

Japaner legen großen Wert auf ihre Kleidung. Die typische legere Strandkleidung ist häufig nicht angebracht. Frauen sollten nicht zu viel Dekolletee zeigen. Nacktbaden oder oben ohne am Strand ist in Japan undenkbar. Der Business-Dress-Code ist leicht zu merken: Ernst genommen werden nur Geschäftspartner in dunklem Anzug mit hellem, einfarbigem Hemd.

Da in Japan häufig die Schuhe ausgezogen werden, sollten Sie auf Schnürschuhe verzichten. Frauen tragen möglichst flache Schuhe, um die Männer nicht zu überragen.

Wo lauern Fettnäpfchen?

Japaner sind tendenziell prüde. Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit werden nicht gerne gesehen. Dazu gehört schon das Händchenhalten.

Beim Small-Talk sollte man alle Themen vermeiden, bei denen der Gesprächspartner einen Gesichtsverlust riskiert. Statt über Politik zu sprechen, ist es besser, sich auf das Privatleben oder die Kultur- und Naturschätze des Landes zu konzentrieren.

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