Wo jedes Bild eine Geschichte erzählt

Bunt, grobflächig, mysteriös - die Kunst der Aborigines überrascht Australienreisende immer wieder aufs Neue. Die Bilder erzählen von einem Kontinent, wie ihn nur die Ureinwohner kennen. Von Franziska Weigelt

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Ein Bild mit einer Geschichte. "Wasser Dreaming", gemalt von dem Künstler Shorty Jangala Robertson, zeigt das Land Puyurru, welches sich nach einem Sturm in eine Sumpflandschaft verwandelt hat.

So wie in diesem Bild geht es in vielen Kunstwerken der "Aboriginal Art" um das Land, aus dem der Künstler stammt. In der Gemeinschaft der australischen Ureinwohner ist ein Leben ohne seine eigenen Wurzeln zu kennen unvorstellbar.

In unserer Fotostrecke stellen wir fünf Aboriginal-Künstler und ihre Werke vor. So unterschiedlich die Bilder auch sein mögen, eines haben sie gemeinsam: Alle gehen auf ein "Dreaming" zurück, eine visuelle Darstellung der Schöpfungsgeschichte.

Das Erzählen der eigenen Geschichte ist ein essentieller Bestandteil der indigenen Kultur. Mithilfe der Dreamings erfahren Aborigines mehr über ihre Herkunft und eignen sich gleichzeitig Wissen an. Seine Wurzeln und seine Geschichte zu kennen, ist in der Kultur der australischen Ureinwohner angesehener als materieller Besitztum.

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