Startseite

Stern Logo Ratgeber Dubai

Grüne Wüste ohne Wolkenkratzer

Bislang stand Abu Dhabi stets im Schatten seines Nachbarn Dubai - zu Unrecht, denn im größten Emirat wird ebenfalls geklotzt. Die Öl-Milliarden werden in die Entwicklung des Tourismus gesteckt.

Von Andreas Srenk

Desert Islands Resort

Der Pool des Desert Islands Resorts.

In der flirrenden Hitze tauchen die ersten Landzungen der Insel Sir Bani Yas auf. Als das Wasserflugzeug zur Landung im Hafen ansetzt, wird aus dem kleinen Punkt am Steg Ranger Darren Ladd. Früher war der Brite mit einer Segelcrew auf den Weltmeeren unterwegs, nun führt er Touristen durch die Wüste. Eine Wüste, die von Wasser umgeben ist; denn Sir Bani Yas zählt zu den acht Desert Islands, die vor der Küste Abu Dhabis liegen.

Darren ist furchtbar nett und furchtbar hilfsbereit. Und es ist furchtbar heiß auf Sir Bani Yas, unwirtlich heiß. Dennoch entschied sich Scheich Zayed Bin Sultan Al Nahyan, der Gründer der Vereinigten Arabischen Emirate, vor Jahren, ein Naturreservat auf seiner Privatinsel zu gründen. Der Scheich, der 2004 gestorben ist, hatte ein Faible für den Tierschutz und für Begrünungsaktionen. Die großen Straßen des Landes wurden in Alleen verwandelt. Auf einer der Wüsteninseln wollte er vom Aussterben bedrohte heimische Tiere schützen und nebenbei Teile des knochentrockenen 87 Quadratkilometer großen Eilandes begrünen.

Privatinsel wird Feriengebiet

Rund 1500 Menschen arbeiten auf der Insel im Sold der Regierung. Sie bauen Zäune, pflanzen 2,5 Millionen Bäume, bohren Brunnen. Denn auch Abu Dhabis Ölreserven versiegen in absehbarer Zukunft. Die touristische Infrastruktur wird im ganzen Land mit Macht ausgebaut. Bis 2012 soll die Zahl der Besucher von 1,5 Millionen auf 2,3 Millionen gesteigert, die Zahl der Hotelzimmer von rund 12.000 auf 24.000 verdoppelt werden. Die Privatinsel wurde für die Besucher geöffnet, nicht als Naherholungsgebiet der Bewohner der Hauptstadt, sondern für ausländische Urlauber.

Ein erstes kleines Luxushotel hat auf Sir Bani Yas eröffnet. Das Freizeitangebot ist eher für die kühleren Tagesstunden gedacht: Wandern, Mountainbiken, Tierbeobachtungen, Bogenschießen, Kanutouren. Die Insel will anders sein als das übrige Land: Privatautos sind nicht erlaubt, Tiere haben immer Vorfahrt und Wolkenkratzer sucht man vergeblich. Eine Erkundungsfahrt mit Darren geht durch uralte Salzdome, die sich pilzartig über die Insel verteilen. Diese steigt zur Mitte hin an und bildet ein Hochplateau, das von einer ringförmigen Gebirgskette umschlossen wird.

Hyänen und Schakale in freier Wildbahn

Am frühen Morgen ist es nicht schwer, die in Arabien selten gewordenen Tiere zu Gesicht zu bekommen: Sie versammeln sich in großen Herden an den Wasserlöchern in den Ebenen: Die arabischen Oryx-Antilopen und Sandgazellen trinken nervös. Alle zehn Sekunden geht der schwarz-weiße Kopf mit den langen Hörnern ruckartig in die Höhe. Die Umgebung wird aufmerksam beobachtet. "Ohne natürliche Feinde wuchsen die Populationen bedrohlich an", erklärt Darren. "Deshalb haben wir drei Geparden, Streifen-Hyänen und Schakale ausgesetzt, um durch die natürlichen Fressfeinde ein ökologisches Gleichgewicht aufzubauen." Die schnellsten Raubkatzen der Welt haben niedliche Namen erhalten: Gabriel, Gibbs und Safira. Und Antilopen und Gazellen sind ihre Leib- und Magenspeise.

Der Abend, wenn die drückende Hitze nachlässt, gilt als beste Zeit für eine Wanderung durch ein Wadi, ein ausgetrocknetes Flussbett, mit der Aussicht auf einen spektakulären Sonnenuntergang. Über Geröllhalden und weiße Gipsschichten, die wie Schneeflecken aussehen, kraxelt man auf eine Gipfelhöhe, von der aus man auf grüne Punkte in der Ebene blickt. Olivenhaine, Akazienwäldchen und Weihrauchbäume, künstlich am Leben gehalten durch ein gigantisches Wasserpipeline-System, das sich feinadrig über die Insel zieht.

Zig Millionen Liter sind tagtäglich nötig, um die aufgeheizten, braun-rötlichen Gesteinsformationen wenigstens mit ein paar grünen Einsprengseln optisch aufzulockern. So mancher Zugereiste schüttelt ungläubig den Kopf. "Das ist so ökologisch wie ein Golfplatz in der Wüste", sagt ein Niederländer, der in den Emiraten arbeitet und auf der Wüsteninsel Urlaub macht von der Gigantonomie am Golf.

Stern (online) NICHT BENUTZEN

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools