Götter, Tempel, Panoramen

Wie sehr der Glaube den indischen Alltag prägt, zeigen die Fotografien von Amit Pasricha. Sein Bildband "Heiliges Indien" gibt tiefe Einblicke in einen fremden Kosmos - farbgewaltig und emotional.

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Religiosität bestimmt viele Facetten der komplexen Gesellschaft Indiens. Sie wird jedoch nicht nur in den hierfür vorgesehenen Tempeln, Moscheen, Klöstern oder Kirchen praktiziert. Jenseits dieser Orte äußert sie sich sehr oft im Alltagsleben in Form von Gebeten, Opfergaben, Festen oder auch durch Präsenz zahlreicher Gebetsschreine oder Heiligenstatuen.

Der Bildband "Heiliges Indien" dokumentiert jene meditativen und kontemplativen Momente in Breitwandfotografien, die mit ihren ausführlichen Bildlegenden beim längeren Betrachten auch Geschichten zu erzählen wissen. Sie geben Einblicke in einen für uns zunächst fremden Kosmos, in das komplexe Mosaik von tief im religiösen Alltag verwurzelten Ritualen.

Der in Indien geborene Fotograf Amit Pasricha wurde durch seine Dokumentationen zur Architektur und Gesellschaft seines Landes bekannt. Für "The Monumental India Book" erhielt er 2008 den Indian Tourism Award. Das Buch mit einem Text des Indologen und Religionswissenschaftlers Axel Michaels ist bei der Edition Panorama erschienen und kostet 65 Euro.

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