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Biltong, Braai und Bobotie

Die Küche Südafrikas ist so vielfältig wie die Menschen, die hier leben. Von deftig bis exotisch - die kulinarischen Köstlichkeiten sind allemal eine Entdeckungsreise wert.

Von Peter Neitzsch

  Südafrikaner lieben Fleisch: Beliebte Freizeitaktivität am Wochenende ist daher der Braai - die hiesige Variante des Barbecue

Südafrikaner lieben Fleisch: Beliebte Freizeitaktivität am Wochenende ist daher der Braai - die hiesige Variante des Barbecue

  • Peter Neitzsch

Am Cape Agulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas, vermengen sich die kalten Wasser des Atlantiks mit den warmen Wogen des Indischen Ozeans. Eine geografische Sonderlage, die dazu geführt hat, dass sich in Südafrika auch kulinarische Meridiane kreuzen: Der Seeweg von Indien und China nach Europa führte rund ums Kap und machte das Land zum Umschlagplatz für Waren aus Asien.

Südafrikas Einwanderungsgeschichte prägte die Küche des Landes: Holländische und britische Siedler rührten ebenso in den Kochtöpfen wie malaiische und karibische Sklaven aus den holländischen Kolonien. Es folgten Einwanderer aus Portugal, Frankreich und Deutschland. Chinesische und indische Arbeiter ließen sich in Südafrika nieder. Sie alle beeinflussten mit ihren Kochkulturen die Kapküche. Dazu kommen die traditionellen Gerichte der Zulu, Xhosa, Sotho und anderer afrikanischer Völker.

Heute hat die Regenbogennation nicht nur elf offizielle Landessprachen, sondern auch einen Speisezettel, der viel verrät über die Menschen, die hier leben. Wie es schmeckt, hängt daher vor allem davon ab, wo man zu Gast ist.

Impala-, Kudu- oder Springbockfleisch

Was wohl alle Südafrikaner eint, ist die Liebe zum Fleisch. Auf keinen Fall abschlagen sollte man daher eine Einladung zum Braai, der südafrikanischen Variante des Barbecue. Gegrillt wird eigentlich immer, ob Steaks, Hähnchenschlegel oder Boerewors - eine lecker gewürzte Bratwurstrolle aus Rinder- und Hammelfleisch. Aber auch Exoten wie Straußen- oder Krokodilfleisch kommen mitunter auf den Rost.

Kein Braai ist vollständig ohne eine Soße aus Periperi-Chilli, ein Relish wie Chakalaka oder ein fruchtiges Chutney. Als Beilagen verwenden die Südafrikaner gerne gebackene Süßkartoffel- oder Kürbisspalten, beliebt sind Squashes und Butternuts. Bei afrikanischen Familien gibt‘s zum Grillgut Pap, also Maisbrei, oder Sam, ein Xhosa-Gericht aus weißen Bohnen. Die Millies genannten Maiskolben kommen direkt mit auf den Grill.

Neben dem internationalen Fastfood, das auch in Südafrika sehr beliebt ist, servieren die besseren Restaurants schmackhafte Steaks aus Impala-, Kudu- oder Springbockfleisch. Gern auch mit ostafrikanischem Einschlag, Erdnuss- oder Kokosnusssoße, und Live-Music (siehe Kasten). Entlang der Küste, insbesondere auf der Garden Route, gibt es Seafood - Meeresfische, Calamares und Austern - in Hülle und Fülle. Besonders beliebt ist der Snoek, ein einheimischer Fisch, der auf unterschiedliche Arten zubereitet wird: geräuchert, getrocknet oder gegrillt.

Trockenfleisch-Snack der Vortrekker

In Kapstadt und Umgebung machen die Kapmalaien eine der besten Küchen des Landes, bekannt für ihre zahlreichen, "Bredies" genannten Eintöpfe. Eine weitere Spezialität kapmalaiischen Küche sind Sosaties, Fleischspieße aus mariniertem Lammfleisch - pikant wie ein Schaschlik oder auch fruchtig mit Aprikosen.

Der Bobotie, ein mit Hackfleisch gefüllter und mit Eiercreme überbackener Auflauf, erinnert an einen Shepherd´s Pie. Gewürzt mit einem der Cape Malay Curries, die milder und süßer sind als die indische Variante. Hervorragende und pikante, indische Currys erhält man dagegen in Durban: Ein Großteil der hier lebenden Menschen hat indische Wurzeln.

Für den kleinen Hunger eignen sich Samoosas - gefüllte Teigtaschen, die gemeinsam mit diversen Pies in Südafrika an jeder Straßenecke verkauft werden. Und natürlich Biltong: Früher aßen die Vortrekker den beliebten Trockenfleisch-Snack im Planwagen. Heute gibt es das dem amerikanischen Beef Jerky ähnelnde Biltong im Supermarkt oder an der Tankstelle: in handliche Scheibchen geschnitten oder als große Schwarten.

Wer etwas mehr Muse mitbringt, kann in einem Café oder Farmshop eine Tasse traditionellen Roibostee trinken und sich mit Koeksisters die Zähne verkleben. Das ist ein zu einem Zopf geflochtenes, fritiertes Gebäck, das nach dem Ausbacken in Sirup getränkt wird.

Große Auswahl für Bier- und Weinliebhaber

Zum Essen empfiehlt sich ein gekühltes Windhoek Lager, das in Namibia, ehemals Deutsch-Südwestafrika, nach dem Reinheitsgebot der früheren Kolonisten gebraut wird. Ebenfalls schmackhaft sind die anderen gängigen Biermarken: Castle Lager, Carling Black Label oder Amstel. Zu Recht beliebt auch die fruchtigen Cider Savannah Dry und Hunter’s. Von der Frucht des Marula-Baumes stammt der Geschmack einer weiteren südafrikanischen Spezialität, des Amarula Likörs.

Doch auch Weinliebhaber werden in Südafrika reichlich fündig: Der Weinanbau am Kap hat bereits seit 350 Jahren Tradition. Damals wie heute werden südafrikanische Weine vor allem im Südwesten, in der Provinz Western Cape angebaut. Die Tropfen aus Stellenbosch und Constantia sind mittlerweile auf der ganzen Welt beliebt. Neben den typischen südafrikanischen Sorten Pinotage oder Steen werden auch Shiraz, Chardonnay, Sauvignon, Merlot und Pinot Noir angebaut.

Am besten schmeckt der Wein direkt auf dem Gut. Fast jedes der zahlreichen Weingüter am Kap bietet eigene Verkostungen an, bei denen man für einen kleinen Betrag die hauseigenen Sorten versuchen kann. Die Güter können mit dem Auto sehr gut auf eigene Faust entdeckt werden. Alternativ werden auch organisierte Bustouren durch die Winelands angeboten. Der Vorteil: Keiner muss fahren und verzichten.

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