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Was benötige ich für welches Land?

Visum, Impfungen, Regenzeit - wer nach Asien reisen will, sollte sich frühzeitig informieren. Sonst fällt der Urlaub buchstäblich ins Wasser. Wir haben zusammengetragen, was Sie alles benötigen. Von Sandra Hermes

Der Sommer war eine mittlere Katastrophe. Der Hunger nach Sonne ist noch lange nicht gestillt. Da liegt die Idee nahe, sich noch schnell vor Einbruch des nächsten Winters eine Extradosis Wärme in Südostasien zu holen.

Doch bevor man sich mit drei Klicks das nächstbeste Internetschnäppchen nach Phuket oder Bali sichert, sollten Reisende sich über die harten Fakten informieren. stern.de hat für Sie recherchiert, welches Land ein Visum verlangt, wie lange der Pass noch gültig sein muss, ob Impfungen zu empfehlen sind und welches Wetter den Sonnenhungrigen in den einzelnen Ländern erwartet.

So fällt die Reiseentscheidung leichter. Doch sollten vor Abreise die Website der jeweiligen Botschaft oder die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes gecheckt werden - zu kurzfristigen Änderung kommt es immer wieder.

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Der Merlion ist Sagengestalt und Schutzpatron der Metropole Singapur. Er verkörpert die Verbundenheit mit dem Meer (mermaid - Meerjungfrau) und die Stärke des Löwen (lion)©

Asien für Anfänger: Singapur

Infos: Fremdenverkehrsamt Singapore

Anreise: Nonstop-Flüge ab Frankfurt oder München, Stopover-Flüge über diverse Städte (z.B. Doha, Amsterdam, Bangkok)

Einreisebestimmungen: Deutsche erhalten bei Einreise eine Aufenthaltsgenehmigung für bis zu 90 Tage. Für längere Aufenthalte ist ein Visum erforderlich. Erwachsene benötigen einen noch sechs Monate gültigen Reisepass (auch ein vorläufiger reicht). Kinder können mit einem regulären Reisepass oder einem Kinderreisepass reisen. Auch ein Kinderausweis oder ein Eintrag in den Reisepass der Eltern ist ausreichend, wenn die Dokumente noch sechs Monate gültig sind. Alle Pässe müssen ausreichend freie Seiten aufweisen.

Reisende, die auf Medikamente angewiesen sind, müssen eine Einfuhrgenehmigung der hiesigen Gesundheitsbehörden vorweisen können.

Weitere Informationen erhalten Sie direkt bei der singapurischen Gesundheitsbehörde.

Reisezeit: Mit seinem tropischen Klima ist Singapur ein Ganzjahresziel, dessen hohe Temperaturen von Europäern allerdings auch als angenehm empfunden werden können. Will man die Regenzeit meiden, sollte man von Ende Februar bis Anfang Oktober reisen.

Impfungen: Das Auswärtige Amt empfiehlt einen Impfschutz gegen Hepatitis A. Bei einem Langzeitaufenthalt über vier Wochen oder besonderen Risiken auch gegen Hepatitis B.

Besonderheiten: Das Einfuhrverbot von Waffen erstreckt sich auch auf Spielzeugwaffen. Auch Kaugummi darf nicht eingeführt werden. Der Besitz von Drogen wird hart bestraft. Homosexuelle Handlungen zwischen Männern sind in Singapur immer noch strafbar. Rauchverboten, sowie Hinweisen, in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu essen, sollte unbedingt nachgekommen werden. Andernfalls drohen hohe Geldbußen.

Der hochentwickelte Stadtstaat gilt als sicheres Reiseland.

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Farbenfroh verzierte Longtail-Boote liegen am Strand von Phuket©

Asien für Anfänger: Thailand

Infos: Tourism Authority of Thailand

Anreise: Nonstop-Flüge von Frankfurt oder München und große Auswahl an Umsteigeverbindungen (z.B. Dubai, Helsinki, London).

Einreisebestimmungen: Ein Visum ist erst bei einem Aufenthalt von über 30 Tagen notwendig. Visa stellen die Vertretungen des Königreichs in Berlin , Frankfurt, Hamburg und München aus. Touristen, die auf dem Landweg einreisen, dürfen sich nur 15 Tage ohne Visum in Thailand aufhalten. Vorsicht! Aufenthalte ohne Visum werden streng geahndet. Erwachsene benötigen einen noch sechs Monate gültigen Reisepass (auch ein vorläufiger reicht). Kinder können mit einem regulären Reisepass oder einem Kinderreisepass reisen. Ein Kinderausweis oder ein Eintrag in den Reisepass der Eltern ist hingegen nicht ausreichend. Reisende sollten den Einreisebeamten ihren beabsichtigten Aufenthaltsort nennen können. Das gilt auch für Rucksacktouristen.

Reisezeit: In der Regenzeit zwischen Mai und Oktober kann es - wie in diesem Jahr - zu starken Überschwemmungen kommen. Dabei müssen nicht alle Urlaubsregionen betroffen sein. Die Temperaturen sind von den meist nachmittäglichen Schauern nicht betroffen. Wer nicht gerade in die höher gelegenen Bergregionen im Norden reist, muss keinen Pullover einpacken.

Unbestrittener Vorteil der Regenzeit sind die moderaten Preise. Urlauber, die ihren Weihnachtsurlaub in Thailand verbringen, zahlen mindestens das Doppelte.

Impfungen: Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus empfohlen. Ob darüber hinaus eine Malaria-Prophylaxe sinnvoll ist, sollte im Einzelfall ein Tropenmediziner entscheiden.

Besonderheiten: Reisen in die Grenzgebiete zu Kambodscha und Myanmar sollten nur unter Führung und als Gruppenreise unternommen werden. Das Auswärtige Amt empfiehlt, die südlichen Grenzprovinzen zu Malaysia zu meiden. Hier kommt es regelmäßig zu radikal-islamisch motivierten Anschlägen auf die Zivilbevölkerung.

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Das hölzerne Torii vor dem Itsukushima-Schrein in Miyajima ist weltberühmt und lässt sich bei Ebbe durchschreiten©

Asien für Anfänger: Japan

Info: Japanische Fremdenverkehrszentrale.

Einreise: Nonstop-Flüge ab Frankfurt , Stopover-Flüge über diverse Städte (z.B. London, Paris, Wien).

Einreisebestimmungen: Japan-Reisende brauchen einen vorläufigen oder regulären Reisepass. Eine Mindestgültigkeit ist nicht vorgeschrieben. Kindern ist die Einreise mit einem Kinderreisepass, einem Kinderausweis (10 bis 16 Jahre) oder mit einem Eintrag in den elterlichen Pass möglich.

Deutsche benötigen für einen Aufenthalt bis zu 180 Tage kein Visum. Bei der Einreise wird lediglich eine " Landing Permission" als "Temporary Visitor" für 90 Tage ausgestellt. Diese kann im Land selbst verlängert werden. Da in Japan Passzwang herrscht, müssen Reisende ihr Einreisedokument jederzeit bei sich tragen.

Reisezeit: Als gute Reisezeiten gelten in Japan der Herbst und der Frühling. Wenn die Kirschblüten das Land von Mitte März bis Anfang Mai in ein Meer aus rosa und weiß verwandeln, ist das ganze Land in Aufbruchsstimmung. Klimatisch ist Japan ein Land der Extreme: Der Sommer im Norden ist kurz und warm, im Süden oft schwül und regenreich. Der Winter ist im Süden eher mild. Dagegen kommen Wintersportler in den Höhenlagen von Honshu und Hokkaido auf ihre Kosten. Von Dezember bis März ist hier Saison.

Impfungen: Als Reiseimpfung empfiehlt das Auswärtige Amt einen Schutz gegen Hepatitis A. Bei Langzeitaufenthalten sollten Japan-Reisende sich auch gegen Hepatitis B impfen lassen. Die Japanische Enzephalitis kommt nur noch auf einigen kleineren Inseln im Süden Japans vor. Eine Impfung sollte mit einem Tropenmediziner abgeklärt werden.

Besonderheiten: Alle Japan-Reiseplanungen stehen derzeit im Schatten der Reaktorkatastrophe im März 2011. Nach dem Gau des Atommeilers von Fukushima warnt das Auswärtige Amt weiterhin vor Reisen in die Region rund um das Kernkraftwerk Fukushima I. Auch bei Reisen in den Großraum Tokyo/Yokohama wird zur Vorsicht geraten. Reisende sollten sich in lokalen Medien über die aktuelle Strahlenbelastung auf dem Laufenden halten. Hinweise gibt auch die Deutsche Botschaft in Japan.

In der erdbebenreichsten Region der Erde muss immer mit Erd- und Seebeben gerechnet werden. Im Sommer besteht außerdem die Gefahr von Taifunen.

Drogendelikte werden in Japan hart bestraft. Auch der Besitz sogenannter weicher Drogen kann Haftstrafen von bis zu sieben Jahren nach sich ziehen.

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Ein Mönch zeigt im Tempel Haeinsa eine hölzerne Druckplatte der Tripitaka Koreana. Die Bibliothek gehört zum Unesco-Weltkulturerbe©

Asien für Anfänger: Südkorea

Info: Korea Tourism Organization

Anreise: Nonstop-Flüge ab Frankfurt und München nach Seoul, Stopover-Flüge über diverse Städte (z.B. Istanbul, Helsinki).

Einreisebestimmungen: Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise als Touristen oder Geschäftsleute kein Visum. Erst für Aufenthalte ab 90 Tage besteht eine Visumspflicht. Visa können bei den Auslandesvertretungen der Republik Korea in Berlin, Hamburg, Bonn und Frankfurt beantragt werden. Es werden alle gängigen Reisedokumente anerkannt, sofern sie über ein Lichtbild verfügen. Auf eine Mindestgültigkeit wird nicht hingewiesen.

Reisezeit: Südkorea hat ein gemäßigtes Klima mit vier ausgeprägten Jahreszeiten. Die Winter sind kalt und trocken, die Sommer heiß. Von Juni/Juli bis August beschert der Monsun den Koreanern heftige Niederschläge. Die angenehmsten Reisezeiten sind Frühling und Herbst. Für einen günstigen Asien-Urlaub bietet sich eher der Herbst an, da im Frühling viele Japaner das Landbesuchen. Im Winter ist Südkorea auch ein beliebtes Ziel für Wintersportfreunde.

Besonderheiten: Auch nach der Zunahme der Spannungen zwischen Nord- und Südkorea in jüngster Vergangenheit, schätzt das Auswärtige Amt Südkorea als vergleichsweise sicheres Reiseland ein. Das Land erkennt den internationalen Führerschein an.

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Die Chinesische Mauer gilt mit einer Länge von 8851 Kilometern als das größte Bauwerk der Welt©

Asien für Wiederholer: China

Info: Fremdenverkehrsamt der China.

Anreise: Nonstop-Flüge ab Frankfurt oder München nach Peking, Stopover-Flüge über diverse Städte (z.B. Paris, Amsterdam).

Einreisebestimmungen: China-Reisende benötigen in jedem Fall ein Visum. Es kann bei den chinesischen Auslandsvertretungen (www.china-botschaft.de) beantragt werden. Viele Reiseveranstalter besorgen für Gruppenreisen in die Volksrepublik Gruppenvisa für ihre Kunden. Sollte sich die Gruppe aber im Land - z.B. aufgrund eines medizinischen Notfalls - trennen müssen, müssen die Visa in Einzelvisa umgewandelt werden. Um sich Zeit und Ärger zu ersparen, sollte man möglichst in jedem Fall mit einem Einzelvisum einreisen.

Ist eine Ausreise von China nach Hongkong oder Macau geplant, benötigen Reisende ein Visum, das Mehrfacheinreisen erlaubt. Für die Sonderverwaltungsregionen selbst ist für Deutsche kein Visum nötig. Als Reisedokumente erkennt China den regulären Reisepass und einen Kinderreisepass an (auch vorläufige). Die Dokumente müssen bei Einreise noch sechs Monate gültig sein und mindestens eine freie Seite für das Visum aufweisen.

Reisezeit: Bei einer Landesfläche von über neun Millionen Quadratkilometern ist es schwer, eine ideale Reisezeit zu empfehlen. Von Oktober bis März ist der Süden eine gute Wahl. April und Mai eigenen sich für Ziele in Zentralchina. Von April bis Oktober ist der Norden der Volksrepublik sehr beliebt. Der tropische Monsun führt besonders in den Sommermonaten (April bis September) in Südchina zu extremen Niederschlägen.

Impfungen: Als Reiseimpfung werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalten auch Hepatitis B, Tollwut sowie Japanische Enzephalitis empfohlen. Je nach Aufenthaltsort besteht in China ein sehr unterschiedliches Risiko, mit Malaria infiziert zu werden. Ein Gespräch mit einem Tropenmediziner über die sinnvolle Prophylaxe wird dringend empfohlen.

Da zwischen China und der Bundesrepublik kein Sozialversicherungsabkommen besteht, müssen Arzt- und Krankenhausrechnungen zunächst in bar bezahlt werden. Informieren Sie sich vor Reisebeginn bei Ihrer Auslandskrankenversicherung über die Modalitäten.

Besonderheiten: Drogendelikte werden in China hart bestraft. Schon der Besitz geringer Mengen kann zu Freiheitsstrafen und sogar zur Todesstrafe führen. Auch die Störung der Öffentlichen Ordnung hat nicht nur Bußgelder, sondern häufig auch Haftstrafen zur Folge. Fotografieren ist - abgesehen von militärischen Anlagen - überall erlaubt.

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Im Westen der Altstadt Hanoi befindet sich der konfuzianische Literaturtempel, dessen Sammlung von 82 Stein-Stelen in das Unesco-Weltdokumentenerbe aufgenommen wurde©

Asien für Wiederholer: Vietnam

Info: Fremdenverkehrsamt Vietnam

Anreise: Nonstop-Flüge ab Frankfurt nach Ho Chi Minh Stadt, Stopover-Flüge über diverse Städte (z.B. Bangkok, Kuala Lumpur).

Einreisebestimmungen: Für die Einreise nach Vietnam wird ein Visum benötigt. Für Touristen beträgt die Aufenthaltsdauer vier Wochen. Gegen eine höhere Visums-Gebühr ist auch ein längerer Aufenthalt möglich. Visa können bei der vietnamesischen Botschaft in Berlin (www.vietnambotschaft.org) oder dem Generalkonsulat in Frankfurt beantragt werden.

Die Einreise nach Vietnam ist sowohl mit einem Reisepass, einem Kinderreisepass, einem Kinderausweis mit Foto als auch mit einem Eintrag in den Reisepass der Eltern möglich. Auch hier ist ein Foto erforderlich. Die Dokumente müssen einen Monat länger gültig sein als das Visum. Das Auswärtige Amt empfiehlt jedoch generell, nur mit Pässen zu reisen, die noch mindestens sechs Monate gültig sind.

Reisezeit: Vietnam verfügt über ein tropisches Monsunklima. Die optimale Reisezeit für den Norden liegt zwischen November und Mai. Dann lässt der Regen nach und es kühlt leicht ab. In den Süden reist man am besten zwischen November und Januar. Die beste Reisezeit für Zentralvietnam liegt in der Zeit zwischen Februar und Juni. Von Juni bis Oktober kann in einigen Provinzen zu schweren Überschwemmungen kommen.


Impfungen: Vietnam-Reisende sollten sich neben den Standardimpfungen zusätzlich gegen Hepatitis A sowie bei längeren Aufenthalten gegen Hepatitis B, Tollwut, Japanische Encephalitis und Typhus impfen lassen. Aufgrund des regional hohen Malariarisikos, sollte vorab mit einem Tropenmediziner über eine sinnvolle Prophylaxe gesprochen werden.

Besonderheiten: Während Vietnam in punkto Gewaltkriminalität als eher sicheres Reiseland gilt, hat die Zahl von Diebstählen - z.B. von Gepäck und Bargeld - zugenommen. Wertgegenstände sind daher im Hotelsafe am besten aufgehoben.

Wie in vielen asiatischen Ländern gilt auch für Vietnam, dass Drogendelikte drakonische Strafen zur Folge haben können.

In Vietnam werden keine ausländischen oder internationalen Führerscheine anerkannt. Das Steuern im ungewohnten Verkehr sollten Reisende besser Taxifahrern überlassen.

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Der Pura Ulun Danu Bratan ist einer der wichtigsten Seetempel in Bali. Der großzügig angelegte Tempelkomplex liegt am Ufer des Bratan-Sees im Norden der Insel©

Asien für Wiederholer: Indonesien (Bali)

Info: Vist Indonesia Tourism Officer

Anreise: Stopover-Flüge über diverse Städte (z.B. Abu Dhabi, Dubai, Singapur).

Einreisebestimmungen: Deutsche Touristen benötigen für eine Indonesien-Reise ein Visum. Ein 30-Tage-Visum wird für 25 US-Dollar (das Geld sollte man passend parat haben) direkt bei der Einreise an den großen Flug- und Seehäfen ausgestellt. Eine einmalige Verlängerung für weitere 30 Tage ist im Land bei der Einwanderungsbehörde und ihren Zweigstellen möglich.

Plant man einen längeren Aufenthalt, muss das Visum vor der Einreise bei der Indonesischen Botschaft beantragt werden. Ein Aufenthalt ohne gültiges Visum kann hohe Geld- und Haftstrafen zur Folge haben. Indonesien erkannt als Reisedokumente den vorläufigen oder regulären Reisepass und den Kinderreisepass an. Auch ein Kinderausweis mit Lichtbild wird generell anerkannt. In der Vergangenheit gab es aber häufiger Rückfragen. Ebenso kann es Probleme geben, wenn im Pass Visa oder Einreisestempel des Staates Israel sind. Alle Dokumente müssen nach Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Reisezeit: In Indonesien herrscht ein typisches Äquatorialklima mit geringen Temperaturunterschieden. In trockenen Zeiten von Mai bis September können sich Reisende über durchschnittlich neun Sonnenstunden freuen. Aber auch während der Regenzeit scheint die Sonne noch täglich fünf Stunden im Durchschnitt. Das liegt daran, dass die Niederschläge zwar sehr heftig, aber dafür relativ kurz sind. Südlich des Äquators verschiebt sich die beste Reisezeit Richtung Oktober bis April.

Impfungen: Zusätzlich zu den Standardimpfungen empfiehlt das Auswärtige Amt eine Impfung gegen Hepatitis A. Bei längeren Aufenthalten ist auch ein Schutz gegen Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Japanische Encephalitis sinnvoll. Das Malaria-Risiko ist in diesem großen und klimatisch vielfältigen Land sehr unterschiedlich. Die geeigneten Vorsorgemaßnahmen sollte man daher anhand der konkreten Reiseziele mit einem Tropenmediziner diskutieren.

Besonderheiten: Am 13. Oktober 2011 erschütterte die Ferieninsel Bali ein Erdbeben der Stärke 6,0. Reisende sollte auf Nachbeben gefasst sein. Nach den Anschlägen auf zwei Hotels in 2009 und einer Reihe vereitelter Bombenanschläge in der ersten Jahreshälfte 2011, hat sich die Sicherheitslage zwar beruhigt, das Auswärtige Amt mahnt aber alle Reisenden zur Vorsicht. Es gelte Menschenansammlungen zu meiden und möglichst keine christlichen Feste zu besuchen. Besondere Vorsicht sollte Reisende in die Autonomieregion Aceh in Nordsumatra sowie auf die Inseln Papua oder die Molukken walten lassen.

Der Besitz von Drogen führt zu drakonischen Strafen. Wer beim Erwerb oder Konsum schon geringer Mengen weicher Drogen erwischt wird, läuft Gefahr, seinen Urlaub in einem indonesischen Gefängnis zu beenden.

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Gehört zu den höchsten Gebäuden der Erde: der 508 Meter hohe Taipeh Tower 101 Tower bei Nacht©

Asien für Wiederholer: Taiwan

Infos: Taiwanesisches Fremdenverkehrsamt

Anreise: Stopover-Flüge von Frankfurt und München über diverse Städte (z.B. Bangkok , Shanghai, Hongkong) nach Taipeh.

Einreisebestimmungen: Erst ab einer Aufenthaltsdauer von über 90 Tagen ist ein Visum notwendig. Voraussetzung für die visafreie Einreise ist ein bestätigtes Rück- oder Weiterflugticket. Für längere Aufenthalte kann ein Visum bei der Auslandsvertretung Taiwans in Berlin beantragt werden.

Ohne Probleme können Taiwan-Reisende mit einem Reisepass, einem Kinderreisepass oder mit einer Eintragung im Pass der Eltern einreisen. Alle Dokumente müssen nach Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Etwas komplizierter ist die Einreise mit vorläufigen Reise-Dokumenten oder einem Kinderausweis. Für ein Kind mit Kinderausweis muss das Visum bereits vor der Reise vorliegen. Die Gebühren von 37 Euro kann man besser in einen Kinderreisepass investieren, der in der Regel 13 Euro kostet.

Erfolgt die Ein- oder Rückreise über die Volksrepublik China, sollten Reisende sich zuvor bei der Chinesischen Botschaft erkundigen, ob ein Transitvisum notwendig ist.

Um das Land vor ansteckenden Krankheiten zu schützen, wird bei allen Reisenden die Körpertemperatur mit einer Wärmebildkamera gemessen.

Reisezeit: In Taiwan herrscht - ähnlich wie in Südchina - ein tropisches Monsunklima. Die regenreichste Zeit reicht von Mai bis September. Die beste Reisezeit liegt daher im März/April oder im Oktober/November. Den Winter empfinden europäische Reisende mit Höchstwerten um die 20 Grad im Norden Taiwans und um die 25 Grad im Süden als sehr angenehm. In den höheren Lagen der gebirgigen Insel kann es aber auch schneien.

Impfungen: Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus empfohlen. Ob darüber hinaus eine Malaria-Prophylaxe sinnvoll ist, sollte im Einzelfall ein Tropenmediziner entscheiden.

Besonderheiten: Reisende müssen in Taiwan mit Erdbeben und in der Zeit von Juni bis Oktober mit Taifunen rechnen. Besonders vor einer Bergwanderung ist es wichtig, sich in den Medien über Wetterwarnungen zu informieren.

Auf der Insel gibt es Giftschlangen verbreitet. Wanderer sollten unbedingt festes Schuhwerk tragen. Im Falle eines Bisses muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

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Der Wat Si Saket ist ein buddhistischer Wat, der religiösen Zwecken in Vientiane dient, der Hauptstadt von Laose u.a. ein Museum©

Asien für Fortgeschrittene: Laos

Info: Laotische Tourismusbehörde.

Anreise: Stopover-Flüge ab Frankfurt und München nach Vientiane über Bangkok.

Einreisebestimmungen: Deutsche benötigen für die Einreise in die Demokratische Republik Laos ein Visum. Dies kann bei der laotischen Auslandsvertretung in Berlin (030-89 06 06 47) oder direkt bei der Einreise beantragt werden. Der Antragsteller benötigt einen sechs Monate gültigen Pass sowie zwei Lichtbilder. Das 30-Tage-Visum kostet 30 US-Dollar.

Die Einreise ist mit einem vorläufigen oder regulären Reisepass möglich. Kinder dürfen mit einem Kinderreisepass oder mit einem Eintrag im Pass der Eltern (inkl. Lichtbild) einreisen. Alle Dokumente müssen noch sechs Monate gültig sein.

Reisezeit: Nach Laos zieht es die Mehrheit der Reisenden zwischen Oktober und März. Die Hochsaison ist von Dezember bis Februar. In dieser Phase ist es nicht ganz so heiß und nicht sehr regenreich. Die Regenzeit von Mai bis Oktober kommt für Reisende in Frage, die sich eher in den höheren Lagen des bergigen Landes aufhalten oder etwa eine Mekong-Kreuzfahrt buchen wollen.

Impfungen: Das Auswärtige Amt empfiehlt eine Hepatitis -A -Impfung. Langzeitreisenden wird ein Schutz gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut sowie Japanische Encephalitis angeraten. Über die Notwendigkeit einer Malaria-Prophylaxe sollten sich Laos-Reisende vorab bei einem Tropenmediziner erkundigen.

Besonderheiten: In der jüngsten Vergangenheit hat die Kleinkriminalität in der Laos zugenommen. Auch auf den großen Nationalstraßen gab es 2011 einige bewaffnete Überfälle. Reisende, die das Land abseits der Touristenpfade erkunden wollen, sollten in jedem Fall einen ortskundigen Führer anheuern. Die Sicherheit der Inlandsflüge hat sich durch den Einsatz neuer Maschinen stark verbessert. Dennoch sollte man während der Monsunmonate auf Flüge in die abgelegenen Nordprovinzen besser verzichten. Drogendelikte werden bis hin zur Todesstrafe geahndet. Bereits das Rauchen eines oints kann zu erheblichen Geldstrafen führen. Sexueller Kontakte mit Minderjährigen sowie außerehelicher Sex sind strafbar.

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Die Philippinen verzaubern mit Traumstränden, wie die Insel Boracay, eines der bekanntesten Badeparadiese des Landes©

Asien für Fortgeschrittene: Philippinen

Info: Philippine Department of Tourism

Anreise: Stopover-Flüge über diverse Städte (z.B. Amsterdam, Dubai, Bangkok) nach Manila.

Einreisebestimmungen: Bei der Einreise wird ein Touristenvisum erteilt. Es ist gebührenfrei und 21 Tage gültig. Eine Verlängerung kann im Land beantragt werden. Dafür muss ein gültiges Rückflugticket vorgewiesen werden.

Die Einreise ist mit einem Reisepass, bzw. einem Kinderreisepass möglich. Die Dokumente müssen ab Reisebeginn noch sechs Monate gültig sein. Offiziell ist auch die Einreise mit einem Kinderausweis möglich. Da sich einige Fluggesellschaften in der Vergangenheit weigerten, die Kinder mit diesem Dokument zu transportieren, sollte sicherheitshalber ein Kinderreisepass beantragt werden.

Reisezeit: Die Inseln im Süden weisen ein relativ typisches Äquatorialklima mit ganzjährig hohen Temperaturen auf. Die Inseln im Norden und im Zentrum dagegen haben ein tropisches Klima, das durch starke Monsune zwischen Juli und Oktober gekennzeichnet ist. Von November bis März ist in der Regel die für Europäer angenehmste Reisezeit. Allerdings gab es im Januar 2011 im Süden und Osten schwere Unwetter. Eine Garantie für einen trockenen Tropenurlaub kann es in dieser Region nicht geben.

Impfungen: Eine Impfung gegen Hepatitis A wird vom Auswärtigen Amt empfohlen. Bei Langzeitaufenthalten auch ein Schutz gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Japanische Enzephalitis.

Besonderheiten: Das Auswärtige Amt warnt eindringlich vor einer stets präsenten Gefahr terroristischer Anschläge auf religiöse Einrichtungen, öffentliche Verkehrsmittel und auf öffentlichen Plätzen. Auch Entführungen zur Erpressung von Lösegeldern kommen häufig vor.

Es wird empfohlen, auf öffentliche Verkehrsmittel zu verzichten und Menschenansammlungen zu meiden. Detaillierte Reisewarnungen zu den zahlreichen Regionen der Philippinen finden sich beim Auswärtigen Amt.

Der Besitz von Drogen wird mit hohen Haftstrafen geahndet.

Auf den philippinischen Inseln muss mit Erdbeben und Tsunamis gerechnet werden.

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Ein Mönch läuft durch den Shwedagon, dem religiösen Zentrum Birmas in Rangun. Er gilt als berühmteste Stupa der Welt und Wahrzeichen des Landes©

Asien für Fortgeschrittene: Myanmar

Info: Indochina Services

Anreise: Stopover-Flüge über Bangkok nach Rangun.

Einreisebestimmungen: Für eine Reise nach Myanmar besteht Visumspflicht. Informationen und Anträge erhalten Reisende in der Auslandsvertretung der Union Myanmar in Berlin (www.botschaft-myanmar.de). Die Einreise ist sowohl mit einem Reisepass, einem Kinderreisepass, einem Kinderausweis mit Foto als auch mit einem Eintrag in den Reisepass der Eltern möglich. Auch hier ist ein Foto erforderlich. Die Dokumente müssen noch sechs Monate nach der Einreise gültig sein. Das Auswärtige Amt empfiehlt jedoch, auch für Kinder einen eigenen Kinderreisepass zu beantragen.

Neben den Sperrgebieten an den Grenzen zu Thailand, Indien und China, gibt es in Myanmar auch Reisebeschränkungen für andere Landesteile. Es empfiehlt sich, bei einem erfahrenen Reisebüro zu klären, ob für Teile der Reise staatliche Genehmigungen notwendig sind.

Reisen zu den touristischen Hauptzielen Rangun, Bagan, Mandalay, Inle-See und Ngapali sind in der Regel jederzeit problemlos möglich. Touristen müssen sich ausweisen können und sind daher verpflichtet, immer ihren Pass bei sich zu tragen.

Reisezeit: Es herrscht ein typisch tropisches Monsunklima. Die Zeit von November bis April ist trocken und etwas kühler, die von Mai bis September/Oktober ist feucht und wärmer. Während des Monsuns kann es im ganzen Land aufgrund starker Regenfälle zu Überschwemmungen und Unterbrechungen der Verkehrsverbindungen kommen. Als beste Reisezeit gilt für Myanmar der Zeitraum von Oktober bis Februar.

Besonderheiten: In einigen Grenzregionen zu Indien, Thailand und China sowie im Zentrum des Shan State werden unverändert bewaffnete Konflikte zwischen Rebellenarmeen und dem myanmarischen Militär ausgetragen. Ungekennzeichnete Minenfelder bedeuten hier Lebensgefahr. Das Auswärtige Amt rät vor Reisen in diese Landesteile dringend ab.

Politisch motivierte Anschläge, bei denen in der Vergangenheit auch Touristen getötet wurden, können auch nach den Parlamentswahlen 2010 nicht ausgeschlossen werden. Größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden. In Myanmar werden deutsche und internationale Führerscheine nicht anerkannt.

Aufgrund der US-amerikanischen Finanzsanktionen gegen das Land werden kaum Kreditkarten oder Reisechecks akzeptiert. Da auch Barabhebungen mit EC-Karten nicht möglich sind, müssen sich Reisende darauf einstellen, große Mengen Bargeld mit sich zu führen.

Die Kommunikationsmöglichkeiten sind in Myanmar stark eingeschränkt. Telefonleitungen sind häufig überlastet, es fehlen Roaming-Verträge für den Mobilfunk und das Nutzen von E-Mail in Internetcafés ist wegen mangelnder Erreichbarkeit der Anbieter nicht immer erfolgreich.

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Die Hochlandsiedlung der Cameron Highlands beeindruckt mit einem atemberaubenden Panorama. Durch das kühlere Klima wirr hier auch Tee angebaut©

Asien für Fortgeschrittene: Malaysia

Info: Malaysia Tourist Promotion Board

Einreise: Nonstop-Flüge ab Frankfurt , Stopover-Flüge über diverse Städte (z.B. Doha, Amsterdam, Kuwait)

Einreisebestimmungen: Für die Einreise nach Malaysia ist ein Reisepass, bzw. ein Kinderreisepass notwendig. Sie können auch vorläufig ausgestellt sein, müssen aber in jedem Fall eine Gültigkeit von sechs Monaten ab Reiseantritt haben.

Bei einem Aufenthalt bis zu drei Monaten besteht keine Visumspflicht. Nun für Reisen in den Bundesstaat Sarawak ist ein 30-Tage-Visum notwendig, das bei der Malaiischen Botschaft in Berlin beantragt werden kann. Seit Juni 2011 werden bei der Einreise Fingerabdrücke von beiden Daumen und Zeigefingern genommen.

Reisezeit: In Malaysia ist ein Äquatorialklima vorherrschend. Die Temperaturen sind ganzjährig warm bis heiß und es gibt ganzjährig Niederschläge. Die beste Reisezeit für Malaysia ist im August und September. Als schlechteste Reisemonate für das Land gelten März, April und Oktober.

Impfungen: Eine Impfung gegen Hepatitis A ist empfehlenswert. Bei längeren Aufenthalten auch gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Japanische Encephalitis. Ein Malariarisiko besteht besonders für Borneo. In Anhängigkeit von den Reisezielen sollte ein Tropenmediziner zu Rate gezogen werden.

Besonderheiten: In Malaysia müssen Reisende immer mit Handtaschendiebstählen und Trickbetrügereien rechnen. Besonders Alleinreisende wurden mit einem Vorwand in Privatwohnungen gelockt und z.B. in dubiose Glücksspiele verwickelt. Darüber hinaus ist von Reisen von Malaysia nach Thailand auf dem Landweg abzusehen, da in den angrenzenden thailändischen Südprovinzen immer wieder terroristische Anschläge verübt werden. Aufgrund der Entführung von 21 Touristen durch die Terrorgruppe Abu Sayyaf in der Provinz Sabah im Jahr 2000, mahnt das Auswärtige Amt immer noch zur Vorsicht bei Reisen in diese Region Malaysias.

In dem stark muslimisch geprägten Land ist Homosexualität strafbar.

Illegaler Waffenbesitz und Drogenvergehen können mit der Todesstrafe geahndet werden, die auch gegen Ausländer verhängt wird.

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