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Sauvignon Blanc

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stern-Weinverkostung
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Das Jahr des Superweines

Keine Strme, keine Drre: Der Jahrgang 2011 war ein Geschenk fr Winzer und Gaumen. Der stern hat ber 200 deutsche Weiweine verkostet. Und empfiehlt die besten.

stern-Weinverkostung
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Wir schmecken deutsch

Prost, Heimat! Studenten der Wein-Uni Geisenheim haben das Beste verkostet, was deutsche Winzergenossenschaften 2010 in Flaschen gefllt haben. Ergebnis: ein idealer Jahrgang fr frhliche Sommergre.

Der Weinlakai
Blog "Der Weinlakai"
Kiwi-Wein mit Schraubverschluss!

2006 Palliser Estate Sauvignon Blanc (Weißwein, Neuseeland) Ja, böse Falle: Es ist gar kein Wein aus Kiwis, sondern von Kiwis... also Neuseeländern. Wir können uns zwar nicht über unsere deutschen Weißweine beschweren, doch schmeckt so ein fern gelegener Neuseeländer aus nahe liegenden Gründen ganz anders. Sauvignon Blanc wird mittlerweile auf der ganzen Welt angebaut und gehört neben Chardonnay auch mengenmäßig zu den "großen" Rebsorten. Die besten Sauvignon Blancs kommen natürlich (mal wieder) aus Frankreich. Genauer gesagt von der Loire – insbesondere den Appellationen Sancerre und Pouilly-Fumé. Aber auch Neuseeland bietet klimatisch perfekte Bedingungen für den Sauvignon Blanc. Die Rebsorte ist zwar nur auf Platz 3 der meist angebauten Weißweine in Neuseeland, doch entstehen hier wirklich gute Exemplare des spritzigen Weines mit der typischen Note von frischgemähtem Gras. Mengenmäßig belegt Chardonnay in Neuseeland Platz 2 und Platz 1 – man höre und staune – Müller-Thurgau!!! Noch ein paar Takte zum Schraubverschluss: Der Verzicht auf einen Korken hat schon lange nichts mehr mit minderer Qualität zu tun. Mittlerweile werden selbst hochpreisige Weine in Australien wahlweise mit Korken oder Schraubverschluss verkauft. Unglaublicherweise wählen die meisten Käufer die Schraubverschluss-Variante. Hauptgrund ist die Sicherheit zu haben keinen verkorkten Wein zu bekommen – zudem reift der Wein unter dem Schraubverschluss langsamer. Der hier empfohlene Wein stellt bereits ein außerordentliches Beispiel von Sauvignon Blanc dar. Der Palliser Sauvignon Blanc wird in jedem Jahrgang mit Auszeichnungen überschüttet. Mein recherchierter Preis ist natürlich der günstigste in Deutschland – wer Gegenteiliges beweisen kann, bitte einen Kommentar oder eine E-Mail schreiben. 2006 Palliser Estate Sauvignon Blanc (Weißwein, Neuseeland) Auge: Helles Gelb mit grünen Reflexen. Nase: Birne, Chinin und eine pikante Kräuternote. Mund: Reife Pfirsiche, Nektarinen und eine leichte Grasnote. Sanft und zugänglich. Im trockenen Abgang Aromen von Mandarinen und Kieselsteinen. 90 Punkte (Quelle: Joe Czerwinski, Wine Enthusiast, November 2007: 91 Punkte / Stephen Tanzer, International Wine Cellar, Oktober 2007: 89 Punkte) Meine Einkaufsempfehlung: Shiraz & Co 14,09 EUR/Flasche zzgl. 3,95 EUR Versandkosten. Hier geht's zu dem Wein Stand: 14.04.2008. Nur solange der Vorrat reicht. Händler können gerne günstigere Angebote (inkl. Versandkosten) als Kommentar posten. Rein werbliche Posts werden sofort gelöscht.

Sdafrikas neue Weine
Sdafrikas neue Weine
Die Revolution der Kellermeister

Der Weinanbau gehrt zu den Wachstumsbranchen Sdafrikas. Der "Platter's Wine Guide", die Weinbibel Sdafrikas, beschreibt inzwischen 900 verschiedene Weingter. stern.de sprach mit dem Sommelier Gregory Mutambe ber die neusten Trends der Winzer am Kap.

Der Weinlakai
Blog "Der Weinlakai"
Ein Verdejo zum Warmwerden!

2010 Bodegas Pedro Escudero Platon "Fuente Elvira" (Weißwein, Spanien) Wer den Empfehlungen des Weinlakai regelmäßig folgt, hat mit Recht den Eindruck gewonnen, dass ich eine gewisse Präferenz für Rotweine habe . Dies liegt nicht etwa an einer generellen Antipathie gegenüber Weißweinen, sondern vielmehr an der Tatsache, dass ein Weißwein von hoher Güte sein muss, um mein Interesse wecken zu können. Leider sehe ich mich in diesen Fällen meist mit einem sehr teuren Preisschild konfrontiert. Hochwertiger Riesling ist ein passendes Beispiel dafür. Wahrscheinlich sind die besten trockenen Weißweine, die ich je getrunken habe, deutsche Rieslinge. Doch hat mich selten ein Wein nachhaltig beeindruckt, der unter 25,- EUR kostete. Der heutige Verdejo aus dem spanischen Rueda hat zwar wenig mit einem deutschen Riesling zu tun, doch bietet er genau den Charakter eines (für mich) beeindruckenden Weißweines: Die Kombination aus intensiver, fast fetter Frucht mit einem langen, aber dennoch frischen Abgang und gut eingebundener Säure. Es ist ein Weißwein, den man definitiv auch zur jetzigen Jahreszeit trinken sollte, denn guter Wein schmeckt schließlich das ganze Jahr über. +++ Hier den Weinlakai-Newsflash abonnieren +++ Meinen Lesern dürfte nicht nur bekannt sein, dass ich eine "Rotweinnase" bin, sondern auch, dass ich die Bewertungen der Truppe rund um Stephen Tanzer (International Wine Cellar) sehr schätze. Der heute vom Weinlakai vorgestellte "Fuente Elvira" erhielt unlängst 91 Punkte – eine Bewertung, die der Spanienexperte Josh Raynolds deutlich seltener vergibt als viele seiner Kollegen. Dieses eher zurückhaltende Maß ist Grund dafür, dass ich die Punkte von Tanzer&Co für die treffendsten überhaupt halte – Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Im Juni 2010 empfahl ich schon einmal einen Verdejo aus Rueda und auch dieses Mal macht der Wein deutlich, welches Potential in dieser Rebsorte steckt und wie konsumentenfreundlich die Tatsache ist, dass die Weine noch nicht sonderlich populär sind. Denn für 7,90 EUR einen solch guten Weißen ins Glas zu bekommen ist erstaunlich. Nicht nur weil er einfach lecker und unwahrscheinlich süffig ist (Vorsicht!), sondern auch weil er über Eigenschaften verfügt, die ihn zu einer langen Lagerung befähigen: Der Wein der Bodega Pedro Escudero Platon hat einen wuchtigen Körper und jede Menge Extrakt, so dass er sich locker noch fünf Jahre im Keller parken lässt und sich auch durch würziges Essen wenig beeindrucken lässt. Der Wein stammt aus Rueda – einem historischen Weißwein-Anbaugebiet, nordwestlich von Madrid und direkt an das Toro-Gebiet grenzend. Bereits im Mittelalter wurde in dieser, etwas  trostlos wirkenden, Hochebene Wein angebaut und durch die Reblaus-Katastrophe im späten 19. Jahrhundert wurde der Rebbestand von ca. 90.000 Hektar praktisch ausgelöscht. Danach fing man zwar wieder an Wein anzubauen, doch wurde zunächst die Rebsorte Palomino verwendet, um Sherry-ähnliche Weine zu produzieren – also Weine, die mit Alkohol angereichert werden („gesprittet“). Erst 1972, als die berühmte Rioja-Bodega Marqués de Riscal das Potential des Rueda-Gebietes für Weißwein erkannte und anfing dort Sauvignon Blanc anzubauen, wurde die alte Rebsorte Verdejo wieder aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt. Die Rebsorte produziert sehr aromatische, kräuterige (Lorbeer) und nussige Weine, die sehr viel Substanz und Extrakt haben und für ihre Alterungsfähigkeit bekannt sind. 1980 erhielt Rueda dann erstmals DO-Status und zwar ausschließlich für Weißweine. Diese Restriktion wurde 2002 aufgehoben und seitdem dürfen auch Rotweine produziert werden. Sher zum Missfallen der angestammten Weißwein-Produzenten.Verdejo macht ca. 50% der Gesamtfläche aus (heute nur noch 7.500 Hektar) – mengenmäßig gefolgt von Viura (Macabeo) , Palomino und Sauvignon Blanc . Die Bodega Pedro Escudero Platon besitzt ca. 50 Hektar Rebfläche im Herzen des Rueda, in dem Örtchen La Seca (Valladolid) . Und wie mittlerweile für alle modernen Weingüter üblich, die einen auf Frische ausgelegten Weißwein produzieren, geschieht auch hier die gesamte Produktion der Weine in Edelstahlbehältern. Neben dem Erhalt der gewünschten Säure, wird auf diese Weise auch das Aromaprofil der Rebsorte in keiner Weise von dem verwendeteten Material beeinflusst. Auch wenn der “Fuente Elvira” auf dem ersten Blick kein Wein für den Übergang in die Winterzeit ist, so ist er eben genau das: Ein Weißwein, der auch Rotweintrinkern gefallen wird und der durch seine herrliche Frucht auch noch in der jetzigen Zeit Sommergefühle weckt. Und nicht nur wegen der guten Alterungsfähigkeit kann ich jedem Leser das angebotene 11+1-Paket ans Herz legen, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass eine Flasche des "Fuente Elvira" schneller zur Neige geht als man zunächst erwartet :-) 2010 Bodegas Pedro Escudero Platon "Fuente Elvira" (Weißwein, Spanien) Auge: Blasses Gold mit einem grünen Schimmer. Nase: Lebhafte Aromen von Nektarinen, Limone und weißen Blumen. Gaumen: Elegant und präzise mit eindrucksvollem Extrakt und einem soliden Säure-Rückgrat, das die würzigen Fruchtkern- und Zitrusaromen unterstützt. Eine staubige Mineralität klingt in dem markanten, fokussierten und sehr langen Abgang nach. Sonstiges: Besteht aus 100% Verdejo . 91 Punkte (Quelle: Stephen Tanzer's International Wine Cellar, Josh Raynolds, Oktober 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Wein-Konzept (600 Flaschen) 7,90 EUR / Fl. (zzgl. 6,90 Versandkosten, ab 150,- EUR frei) 11+1-Paket : 86,90 EUR inkl. Versandkosten (7,24 EUR / Fl.) Hier klicken! Stand: 30.11.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.

Der Weinlakai
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Lakaidoskop #7: Daniel Boulud und Château Haut Brion!

Im Rahmen des diesjährigen Rheingau Gourmet & Wine Festivals gab es den amerikanischen Starkoch mit französischen Wurzeln, Daniel Boulud , gleich mehrfach zu erleben: bei einem Dinner mit Weinen von Haut-Brion , bei einer "Cooking Demo" und bei einem Lunch am darauf folgenden Tag. In diesem Jahr wurde sein New Yorker Restaurant "Daniel" mit dem dritten Michelin-Stern ausgezeichnet. Da es sich, nach eigener Auskunft, von einem einzelnen Restaurant nicht leben lässt, ist Daniel Boulud durchaus geschäftstüchtig. Neben zahlreichen Kochbüchern und einer eigenen Fernsehsendung betreibt er in New York vier weitere Gastro-Tempel ( Bar Boulud , Café Boulud , DB Bistro Moderne , DBGB ) und ist auch in Las Vegas , Vancouver , Palm Beach , Miami und Schanghai vertreten. Gegen Mitte des Jahres eröffnet sein erstes Restaurant in Europa, genauer gesagt in London . Wer noch nie im Rheingau war, wird sicher bereits von der Location des Festivals begeistert sein. Das Hotel Kronenschlösschen liegt in Hattenheim und nur die Bundesstraße 42 trennt es vom Rheinufer. Die Fahrt zum Kloster Eberbach dauert von hier gut 5 Minuten. Einfach nur schön: das Hotel Kronenschlösschen. Für seinen Auftritt auf dem Festival reiste Daniel Boulud mit einer ganzen Küchen-Crew an und da ihm das Thema Wein sehr am Herzen liegt, musste für das große Dinner natürlich eine standesgemäße Begleitung her. Nicht nur ist Daniel Boulud ein Freund von Robert Parker, er kennt auch viele internationale Winzer und so konnte für den Abend ein ganz besonderes Weingut gewonnen werden: Château Haut-Brion. Wobei das nicht ganz präzise ausgedrückt ist, denn es handelte sich viel mehr um die Domaine Clarence Dillon. Diese ist nämlich Eigentümerin von Haut Brion und La Mission Haut-Brion. So gab es an diesem Abend sowohl Rot- als auch Weißweine dieser beiden Châteaus. Insbesondere Letztere sind wahre Raritäten und für den Weinlakai war es das erste Mal diese im Glas zu haben. Für süße Weißweine war an dem Abend kein geringerer als Wilhelm Weil vom Weingut Robert Weil zuständig. Eine hervorragende Wahl! Weinkenner Jan Paulson führte charmant durch den Abend und Jean-Philippe Delmas war als Chef der Haut-Brion-Weingüter Garant für reichhaltige Informationen zu den Weinen. Noch fasziniert von dem Abend, der vor mir lag, vergaß ich prompt den ersten Gang des Essens fotografisch festzuhalten. Die Beschreibung macht allerdings bereits deutlich, dass es sich hierbei in der Tat um ein Mosaik handelte. Mosaik von Kapaun , Gänseleber und Selleriewurzel, eingelegter Daikon , Feldsalat von der Satur Farm , Birnenconfit : Die Zutaten waren in eine visuell wunderschön präsentierten Aspik-Scheibe gehüllt. Geschmacklich dominierte die Gänseleber. Vielleicht sogar ein bisschen zu sehr. Den feinen Geschmack von Kapaun konnte man nicht mehr recht aufspüren. Alles in allem aber sowohl optisch als auch geschmacklich auf hohem Niveau. Dazu gab es passenderweise einen Wein mit Restsüße. Wein 1: 1997 Robert Weil Kiedricher Gräfenberg Riesling Spätlese: Zeigt eine wunderbare Balance zwischen Säure und Süße. Wirkt überhaupt nicht aufgringlich und verzaubert duch seine aromatische Frucht. Der Wein passt hervorragend zum Essen. Insbesondere der Geschmack der Gänseleber harmoniert fantastisch. Schottische Langustine unter der Kadaifi -Kruste mit knusprigem Schweinebauch, Löwenzahnsalat, Schwarzwurzel, Sherry-Vinaigrette und Mangold: Durch die Kadaifi-Kruste und dem Schweinebauch recht fett, allerdings geschmacklich trotzdem sehr fein. In Bezug auf die Wein sehr gut gewählt, denn die Weißweine brauchten einen kräftigen Begleiter, der aber trotzdem nicht zu "dunkle" Aromen aufweist. Wein 2: 2006 Château Laville Haut-Brion Blanc: 85% Sémillon , 15% Sauvignon Blanc . Gesamtproduktion nur 500 Kisten pro Jahrgang. In der Nase Präsenz von neuem Holz, aber in Kombination mit einer unglaublichen Frische. Der Sauvignon ist durch Stachelbeer- und Zitronengrasnoten deutlich präsent. Am Gaumen ist der Wein ein wahres Kraftpaket, das nach Essensbegleitung förmlich schreit. Im Abgang etwas bitter und sehr lang. Ohne Essen kaum zu ertragen, aber in Kombination mit den Langustine und dem rustikalen Schweinebauch ist der Wein hervorragend . Wein 3: 2005 Château Haut-Brion Blanc: 35% Sémillon, 65% Sauvignon Blanc. In der Nase dem Laville nicht unähnlich, aber mit weniger Frische. Deutlich dumpfer, würziger und rauchiger an der Nase. Am Gaumen noch länger und mit einer feinen, spitzen Säure. Er ist im direkten Vergleich noch mehr Essenswein. Es wäre hochspannend diese Weine über die nächsten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zu beobachten. Ein wahrlich großer Weißweingenuss. Wolfsbarsch mit schwarzem Trüffel, Topinambur, crémiger Endiviensalat und Sauce Perigueux : Fisch, wie ich ihn mag. Sehr feine Aromen, die durch die Sauce und den Trüffel untermalt, aber nicht überdeckt werden. Insbesondere durch die Sauce ist dieser Gang eine schöne, wenn nicht perfekte Kombination mit den beiden Rotweinen. Wein 4: 1999 Château La Mission Haut-Brion: In der Nase eine wunderbar klare, frische Kirschfrucht mit Anklängen von Mineralität. Wenig Spuren der klassischen "Spice-Box" Bordeaux-Stilistik. Am Gaumen eine sehr schöne Balance und Komplexität, gepaart mit einer guten, aber nicht sehr überraschenden Länge. Sehr fein, sehr feminin, tolle Eleganz . Wein 5: 1996 Château Haut-Brion: Hier ist die Nase ganz klassisch Bordeaux. Pfeifenrauch, Zedernholz, Gewürze und schwarze Johannisbeeren. Am Gaumen schwarzer Tee, Zigarrenduft, aber insgesamt noch sehr primär bzw. jugendlich. Eine Tiefe Komplexität lässt sich erahnen, aber befindet sich derzeit noch im Verborgenen. Männlicher und länger als der La Mission. Dass der Wein drei Jahre älter ist, lässt sich nicht erkennen – im Gegenteil. Insgesamt der größere Wein. "Duo vom Rind": Rinderrippe und Steinpilze unter der Markkruste, sautiertes Filet vom Wagyu-Rind an Dauphine-Kartoffeln mit schwarzem Knoblauch: Ein wahres Rotwein-Gericht. Zudem für mich ein Paradebeispiel für "French Cuisine goes United States". Insbesondere die Ribs sind sehr konzentriert und lecker. In der Geschmackskomposition fehlt aber Innovation. Wein 6: 1990 Château La Mission Haut-Brion: Wieder eine typische Bordeaux-Nase, allerdings frischer als der 85er Haut-Brion. Am Gaumen Aromen von Kaffee, Kardamom. Hervorragende Balance in Kombination mit einem nicht endenden Abgang. Im Gesamteindruck noch durchaus jugendlich, aber eben mit dieser schönen Eleganz. Für mich der Wein des Abends. Er ist zudem ein feiner und zurückhaltender Essensbegleiter. Seine Aromatik unterstützt das Essen und wirkt dabei nicht domina nt. Wein 7: 1985 Château Haut-Brion: Am Gaumen wieder typisch Bordeaux, aber auch etwas marmeladig und dumpf. Am Gaumen wunderbar komplex, etwas medizinisch mit fester Säure und sehr guter Länge. Für einen Wein dieses Alters auch noch recht jugendlich, aber (noch?) nicht mit der Balance des La Mission ausgestattet. Besäße ich den Wein, würde ich ihn erst wieder in 5 Jahren probieren. Wilhelm Weil war persönlich anwesend, um ausführliche Informationen zu seinen mitgebrachten Weinen zu geben. Kokosnuss-Zitronengras-Suppe, Gélee von Mango und Thai-Basilikum, pochierte Ananas und Kokosnuss-Rum-Sorbet: Für mich ein perfektes Dessert. Die kalte Kokosmilch in Kombination mit dem Zitronengras ist mit einer so tollen Frische ausgestattet, dass man sich ein leichteres Dessert gar nicht vorstellen möchte. Öffnet nochmals den Magen und regt den Appetit an. Himmlisch. Ganache von Schokolade und Erdnussbutter, Feuilletine-Nougat und Karamell-Eiscréme: "Welcome to the US" und wahrscheinlich das genaue Gegenteil des ersten Desserts. Trotzdem nicht weniger köstlich. Erdnussbutter muss man mögen und glücklicherweise tue ich dies sehr. Das Eis bringt in Kombination mit der Erdnuss-/Schokoladenwucht eine schöne Erfrischung. Gehört eigentlich verboten, ist aber zu lecker. Wein 8: 2001 Robert Weil Kiedricher Gräfenberg Riesling Beerenauslese Goldkapsel: Wurde zum ersten Dessert serviert. Schon recht dunkles Gold. Recht dumpf wirkende Riesling-Nase mit einem Eindruck von schwarzem Tee. Anklänge von Botrytis (!?), leichtes Aroma von Altöl/Petrol. Am Gaumen sehr viskos mit einer Spur zu wenig Säure, um eine gute Balance zu gewährleisten. Sehr gut, aber nicht überragend. Tags darauf gab es dann eine "Cooking Demo". Im Rahmen dieser Demonstration zeigte Daniel Boulud die Zubereitung der beim Lunch folgenden Taubenbrust mit Vadouvan-Gewürzen. Wirklich lehrreich war diese Demo nicht, da Daniel Boulud immer wieder thematisch abschweifte und aus seinem Leben als Koch plauderte. Gut so, denn das war wahrscheinlich auch interessanter als die Zubereitung der armen Taube. Der "Chef" in seinem Element. Der folgende Lunch wurde gemeinsam mit Patrick Kimpel aus dem Kronenschlösschen präsentiert. Das Essen hat mir insgesamt mindestens genau so gut gefallen, wie das des Vorabends. Allerdings möchte ich in meinem Bericht die Weinauswahl für den Lunch getrost unter den Tisch fallen lassen. Sie war qualitativ nicht spektakulär und passte größtenteils nicht zu den Essensgängen. Einen trockenen Riesling zu herrlich in Rotwein (!) geschmorten Short Ribs zu servieren macht auch mit viel Fantasie keinen Sinn. Es wurde seitens des Veranstalters wohl eher den zwei vertretenen Weingütern die Chance gegeben ihre Weine einem interessanten Publikum zu präsentieren. Schade, denn ein gelungenes Wine-/Food-Pairing hätte das Essen noch aufgewertet. Gebratene Jakobsmuscheln, gehobelter Rosenkohl, knuspriger Reis und schwarze Miso-Sauce: Sehr, sehr lecker. Die hervorragend zubereiteten Jakobsmuscheln lassen, zusammen mit dem Knusperreis, ein herrliches und ungewöhnliches Mundgefühl entstehen. Die Miso-Aromatik liefert den überraschenden Kick zu einem 3-Sterne-würdigen Gang. Gebratene Taubenbrust mit Vadouvan-Gewürzen : Die Taubenbrust war perfekt auf den Punkt gegart und hatte eine schöne, kräftig rosa Farbe. Die Curry-artige Sauce hat die notwendige Milde, um den feinen Taubengeschmack nicht zu überlagern. Es befand sich außerdem eine Avocado-Creme auf dem Teller, die allerdings etwas wenig aromatisch daherkam. U.S.-Short Ribs mit Topinamburpurée und Rotwein-Schalottenconfit: Oh ja, Short Ribs sind mein "Must Have", wenn ich in den Staaten bin. So etwas bekommt man hier einfach nicht. Überragender Fleischgeschmack des U.S.-Beefs. Butterweich geschmort. Für Fleischliebhaber ein absolutes Gedicht. Wie sehr ich mir hierzu ein gutes Glas Rotwein wünschte... Litchi-Cranberry-Vacherin mit kandierten Rosenblättern und Créme Chantilly : Was uns hier laut Menu-Karte als Preiselbeeren verkauft wurde, waren natürlich Cranberries. Ein klassischer Übersetzungsfehler. Ansonsten: Ich denke, das Foto spricht Bände. Sehr kreatives, aufwendiges und poppiges Dessert. Für alle Barbie-Fans gemacht. Aromatisch nicht sonderlich intensiv, aber mit leckerer Litchi-Aromatik. Zudem wurde es eine Spur zu gefroren (hart) serviert. Daniel Boulud hat an diesen zwei Tagen bewiesen, dass er das Verschmelzen von französischer und amerikansicher Küche in Perfektion beherrscht. Mit anderen Worten: er schafft es französische Küche in einer Version zu kreieren, die einem großen Publikum zusagt. Un dies ist in keinster Weise negativ zu verstehen. Daniel Boulud, Der Weinlakai Ich kann nicht eindringlich genug betonen, welche hohe Klasse von Veranstaltung mit dem Rheingau Gourmet & Wein Festival in Deutschland existiert. Eine ähnlich reichhaltige und niveauvolle Versammlung von Spitzenköchen und -weingütern gibt es meines Wissens nach nicht noch einmal auf der Welt. Ich kann nur jedem raten, die Ankündigung des Festivals für 2011 zu verfolgen, um sich Plätze für besonders heiß umgekämpfte Veranstaltungen zu ergattern.

Der Weinlakai
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DVD-Tipp: ein Weinkurs sorgt für Kurzweile!

Jancis Robinson's Weinkurs (2 DVDs, 1994) Nach der letzten Weinempfehlung habe ich mich etwas eingehender mit der britischen Weinjournalisten Jancis Robinson beschäftigt und bin dabei auf eine äußerst empfehlenswerte TV-Produktion von ihr gestoßen. 1993 und 1994 reiste Jancis um den Globus, um über die 6 wichtigsten Rebsorten der Weinwelt zu berichten: Chardonnay, Riesling, Sauvignon Blanc, Cabernet Sauvignon, Merlot und Pinot Noir. Nun gibt es diese TV-Episoden auf 2 DVDs mit fast 5 Stunden Laufzeit! Unterhaltsam, lehrreich und zudem spottbillig! Klar, die ursprünglich für BBC produzierte TV-Reihe mutet teils etwas "outdated" an – insbesondere Jancis' Outfits sind etwas "originell" – doch ist der Informationsgehalt und auch die sehr schön heraus gearbeitete Rivalität zwischen Neuer und Alter Welt sagenhaft. Die Fakten zu den Rebsorten und Weingegenden sind größtenteils völlig zeitlos, daher kann man den 90er-Jahre Touch verzeihen. Zumindest hat das Alter der Produktion auch einen Vorteil: im Kapitel über Sauvignon Blanc ist ein Interview mit Loire Kult-Winzer Didier Dagueneau enthalten. Dieser starb 2007 auf tragische Weise in einem Flugzeugabsturz. Natürlich würde ich das Alles nicht erzählen, wenn es diese DVDs nicht für einen unglaublichen Preis gäbe: Amazon möchte für die 2 DVDs lediglich (6,97 EUR) haben... Die DVDs kann man übrigens auch auf die englische Originalsprache umschalten. Einziges Manko: viele Passagen sind in französischer Sprache. Diese werden lediglich im deutschen Audiokanal übersetzt. Man muss also bei fehlenden Französischkentnissen vom englischen Original in die deutsche Übersetzung umschalten, denn Untertitel fehlen gänzlich. Auf andere Meinungen zu der DVD bin ich gespannt. Hier geht's zu der DVD!

Der Weinlakai
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Stein auf Holz aus Südafrika!

2006/2007 Mulderbosch Chenin Blanc "Steen op hout" (Weißwein, Südafrika) Jede Menge Weinländer fanden im Weinlakai bereits Beachtung – Südafrika wurde bislang sträflichst vernachlässigt. Daher nun ein ganz typischer Vertreter des Landes, ein Wein der dort meistangebauten Rebsorte " Chenin Blanc ". Dass dies ein weißer Vertreter seiner Spezie ist hat etwas besonders Gutes, denn wer will schon in den aufkeimenden Grillgelagen des schönen Mai-Beginns nur mit Bier anstoßen? Ach ja, 90 Punkte bringt er beim Winespectator auf die Waage... für 8,50 EUR ein echter Sommerhit! Das Weingut Mulderbosch sitzt in der Stadtgemeinde Stellenbosch, die für den Weinexport weltbekannt ist. In der bereits 1679 von Europäern gegründeten Gemeinde gibt es allein 120 Weingüter. Das touristische Angebot in dieser landschaftlich herrlichen Gegend ist dementsprechend. So wundert es nicht, dass die 106.000 Einwohner zählende Gemeinde rund 140 Restaurants und 3.000 Betten bereithält. Chenin Blanc ist in Südafrika so etwas wie Riesling in Deutschland. Er wird in großem Stil und in unterschiedlichsten Qualitäten angebaut. Kurios: Man entdeckte erst Mitte der Sechziger Jahre, dass es sich bei dieser Rebsorte um Chenin Blanc handelte. Sie kam irgendwann aus Frankreich nach Südafrika und trug fortan einen anderen Namen, nämlich "Steen", also Stein. Aus diesem Grund auch der Name des empfohlenen Weines, kombiniert mit der Anspielung auf die Reifezeit im Holz. Chenin Blanc wird in Frankreich hauptsächlich in der Loire-Region angebaut. Hier wird er für zahlreiche, teils hochkarätige Weine eingesetzt. Er kommt sowohl bei trockenen Weinen als auch bei Süß- und Schaumweinen zum Einsatz. Duch seine spritzige Säure gibt es in der Regel keinen reinsortigen Chenin Blanc – meist wird er mit einer etwas weicheren Rebsorte verschnitten. Der Chenin Blanc "Steen op hout" von Mulderbosch ist sowohl ein hervorragender Essensbegleiter als auch ein toller Wein zum "Pur-Trinken". Seine vielfältigen Fruchtaromen machen Spaß und regen zum "Früchte raten" an. Wenn man den Wein tatsächlich beim Grillen einsetzt, empfehle ich dazu ein gegrilltes Thunfisch-Steak oder ein Hähnchenfilet mit Zitronen- oder Kräutermarinade... yummy! Falls nicht zur Hand, ist jegliches helles Fleisch sehr gut geeignet. Das blutige T-Bone-Steak sollte bis zur nächsten Rotwein-Empfehlung beim Metzger bleiben. Auch wenn Chenin Blanc ein deutliche Säurekomponente hat, ist es kein "saurer" Wein. Sein Restzuckergehalt von 6,5g/l ist für einen trockenen Wein bereits recht hoch und formt so einen schönen Kontrast zur spritzigen Säure. Hinzu kommt die Reifezeit im Barrique, die für zusätzlichen "Schmelz" sorgt. Zu guter Letzt wurde noch 8% Sauvignon Blanc beigemischt, um das Aromaprofil abzurunden. Der empfohlene Händler hat von dem 2006er nur noch einen kleinen Restbestand. Nicht weiter schlimm, denn auch der 2007er wurde diesen Monat vom Wine Spectator mit 89 Punkten gekrönt. 2006/2007 Mulderbosch Chenin Blanc "Steen op hout" (Weißwein, Südafrika) Auge: Blasses Gelb mit einem leichten Grünstich. Nase: Dosen-Ananas, Guave, Litchis, Zitronenschale, Kamille und Pfirsich. Mund: Frisch, rassig, tolle Mineralität, tropische Früchte mit Nuancen von Muskat und Nelken. Sehr elegant und gut balanciert, aber mit Kraft im langen und klaren Abgang. Sonstiges: Sofort zu trinken. Besteht aus 92% Chenin Blanc und 8% Sauvignon Blanc. 90 bzw. 89 Punkte (Quelle: James Molesworth, Wine Spectator, Oktober 2007 / April 2008: 90 Punkte / 89 Punkte) Meine Einkaufsempfehlung: Capewineland (2006: 27 Flaschen, 2007: 376 Flaschen) 8,50 EUR/Flasche zzgl. 6,00 EUR Versandkosten (ab 150 EUR frei, Mindestbestellwert 25,00 EUR) Hier geht's zum Wein! Unter "Weißwein" und "Chenin Blanc" Stand: 08.05.2008. Nur solange der Vorrat reicht. Der Weinlakai ist nicht für die empfohlenen Händler verantwortlich. Händler können gerne günstigere Angebote (inkl. Versandkosten) als Kommentar posten. Rein werbliche Posts werden sofort gelöscht

Spargel
Spargel
Neuneinhalb Wochen

Das kulinarische Liebesleben der Deutschen gilt als so aufregend ja nicht. Mit dem Graubrot sind wir verheiratet, und mit der Bratkartoffel haben wir ein Verhltnis. Keiner allerdings bertrifft uns in der libidinsen Hingabe an den Spargel, die jetzt beginnt und erst am 24. Juni endet. Hier ein paar Ideen, sie noch anregender zu gestalten

Der Weinlakai
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Ein Cabernet Sauvignon in Reinkultur!

2008 Finca Sophenia Altosur Cabernet Sauvignon (Rotwein, Argentinien) Jancis Robinson ist eine britische Weinjournalistin, die sich an dem 20-Punkte-System orientiert und mit diesem vergleichsweise zurückhaltend umgeht. So hat mich letzten Monat ein Verkostungsbericht über argentinische Weine neugierig gemacht, da hier ein Cabernet Sauvignon 16,5 Punkte erhielt und mit Jancis' Höchstprädikat "very good value" ausgezeichnet wurde. Die Punktzahl entspricht ungefähr 90 Punkten auf der 100er-Skala und da Mrs. Robinson – wie schon erwähnt – eher konservativ Punkte vergibt, musste ich den Wein bei einem Preis von nur 6,99 EUR unbedingt probieren. Das Ergebnis war sofort eindeutig: Der Wein ist ein wunderbarer und sehr typischer Vertreter seiner Rebsorte für überraschend wenig Geld. Zudem trifft auf ihn besonders ein Begriff  zu: LECKER! Cabernet Sauvignon ist die bekannteste und auch meist angebaute rote Rebsorte der Welt. Lediglich Merlot kann in Sachen Superlative noch einigermaßen mithalten. Cabernet Sauvignon wird vermutlich erst seit Ende des 17. Jahrhunderts angebaut und ist somit eine vergleichsweise junge Rebsorte. Genetisch gesehen handelt es sich um eine Kreuzung aus Cabernet-Franc und Sauvignon Blanc – 1997 wurde dies auch mit Hilfe einer DNA-Analyse endgültig belegt. Die Rebsorte wird mittlerweile auf der ganzen Welt angebaut, und es gibt wohl drei zentrale Gründe für den großen Erfolg der Rebsorte. Erstens sind die Trauben sehr robust. Sie vertragen vergleichsweise gut Frost und sind sehr fäuleresistent. Zweitens hat Cabernet Sauvignon ein sehr attraktives Aromaprofil mit extrem hohem Wiedererkennungswert. Und drittens gehören viele Weine dieser Rebsorte zu den besten der Welt, nicht zuletzt da Cabernet Sauvignon seit Ende des 18. Jahrhunderts in vielen prestigeträchtigen Bordeaux-Weinen zum Einsatz kommt; am linken Bordeaux-Ufer als Rebsorte mit größtem Anteil des Cuvées. Der "Altosur" der Finca Sophenia stammt aus dem argentinischen Weinbaugebiet Mendoza und reift auf 1.200 Meter Höhe in Hanglagen der Anden. Seit 1997 wird hier Cabernet Sauvignon für den "Altosur" angebaut, und mittlerweile kümmert sich der renommierte Weinberater Michel Rolland um die Optimierung der erzielten Ergebnisse. Mit großem Erfolg. Auch wenn der "Altosur" in durchaus großen Stückzahlen produziert wird, erfolgt die Lese der Trauben selektiv und strikt per Hand. Sie werden hierbei in Behältern gesammelt, die nicht mehr als 15 kg fassen, um ein Zerquetschen der Beeren zu vermeiden. Auch bei der Vinifizierung werden die höchsten Standards angelegt. Die Höhenlagen in den Anden sorgen nicht nur für ein vergleichsweise kühles Klima und reichlich Sonnenschein, sondern auch für einen deutlichen Unterschied zwischen Tages- und Nachttemperatur. Von diesem Umstand profitiert die Qualität der Trauben ungemein. Zum einen bleibt so eine schöne Säurestruktur erhalten, die Weine wirken nicht marmeladig, zum anderen reifen die Beeren langsamer und haben auf diese Weise mehr Zeit für die Bildung von Aromakomplexität. Das Klima ist dem im Bordeaux also nicht gänzlich unähnlich, jedoch wünschte man sich im Bordeaux ähnlich verlässlichen Sonnenschein. Allerdings hat der Weinanbau in Argentinien auch eine Kehrseite: Aufgrund des geringen Niederschlags müssen sämtliche Rebflächen künstlich bewässert werden. Das Schmelzwasser der Anden bildet hierfür die Grundlage. Das Thema Bewässerung bietet dem Winzer aber auch eine Stellschraube in Bezug auf die Weinqualität: Die Finca Sophenia bewässert seine Rebflächen absichtlich sehr sparsam. So entstehen eher kleine, wenig ertragreiche Trauben, die aber von besonders hoher Konzentration sind. So wundert es nicht, dass Jancis Robinson kommentiert "it doesn't seem industrial". Besonders gut gefällt mir der "Altosur", da er kein "Holzmonster" ist. Viele Weingüter, insbesondere in der neuen Welt, gehen etwas zu großzügig mit neuen Eichenfässern um. Der "Altosur" kommt nur 3-4 Monate ins Fass, wird dadurch runder und gefälliger, behält aber seine wundervolle Cabernet-Sauvignon-Stilisitik. Aromatisch sind hier schwarze Johannisbeeren bzw. Cassis Dreh - und Angelpunkt und es gibt keine störenden Tannine oder einen zu strengen Alkoholeindruck. Absolut "easy drinking" ohne dabei nur ansatzweise langweilig zu sein. Es ist ein Wein, dessen Fruchtprofil großen Spaß macht und jedem Weintrinker aufzeigt, ob ihm diese Rebsorte gefällt – obwohl es kaum einen Rotweintrinker geben dürfte, der Cabernet Sauvignon schlichtweg "nicht mag". Auch heute kann ich meinen Lesern nur raten, meiner Empfehlung zu folgen. Ein kleines Experiment empfehle ich zudem: Gehen Sie in einen Supermarkt ihres Vertrauens, und kaufen Sie einen Cabernet Sauvignon in ähnlicher Preislage zum direkten Vergleich. Wahrscheinlich werden Sie mit einem Kalifornier nach Hause kommen. Lassen Sie sich die beiden Weine verdeckt einschenken und beurteilen Sie, welcher Wein Ihnen besser gefällt. Wäre klasse, wenn jemand das Ergebnis in den Kommentaren oder im Weinlakai-Forum publizierte. 2008 Finca Sophenia Altosur Cabernet Sauvignon (Rotwein, Argentinien) Auge: Sehr dunkles Purpurrot. Nase: Staubig-erdig mit schöner, fruchtiger und vollreifer Cabernet-Sauvignon-Aromatik (schwarze Johannisbeeren, Tabak, Pflaumen und Gewürze). Gaumen: Milde Extraktsüße mit schöner Frucht. Insgesamt sehr gut balanciert. Mittellanger Abgang. Sonstiges: Bis 2012 zu trinken. Besteht aus 100% Cabernet Sauvignon. Enthält 14% Alkohol. 16,5/20 Punkte (Quelle: Jancis Robinson, September 2010) Meine Einkaufsempfehlung: Backhaus Weindepot (ca. 600 Flaschen vorhanden) 6,99 EUR/Fl. (Versandkosten 6,- EUR) AUSVERKAUFT! (Der empfohlene Jahrgang ist nicht mehr verfügbar. Der Nachfolgejahrgang kann aber hier bestellt werden. Meine Meinung dazu lesen Sie in den Kommentaren) Stand: 14.10.2010. Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler. Händler können gerne günstigere Angebote (inkl. Versandkosten) als Kommentar posten. Rein werbliche Posts werden sofort gelöscht.

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Sauvignon Blanc auf Wikipedia

Sauvignon Blanc, auch Blanc Fumé, Sauvignon Jaune, oder Muskat-Sylvaner, ist eine Weißwein-Rebsorte mit ungewisser Herkunft, aber starker Verbreitung. Ihre Abstammung ist unbekannt, aber es handelt sich um eine sehr alte Rebsorte aus Frankreich. Die Rebe hat so hohe Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie in die Nobilität der Weinwelt aufrückte und als Edelrebe bezeichnet wird. Sauvignon Blanc ist die zweitwichtigste weiße Rebe nach Chardonnay. Sortenrein ergibt sie einen frischen Wein...

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