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Er ist berühmt, aufregend und nicht zu kaufen: Der Pirelli-Kalender genießt unter Erotik-Liebhabern längst Kultstatus. In diesem Jahr haben die Models für die Aufnahmen sogar ihr Leben riskiert. Sie ließen sich nackt zwischen wilden Löwen und Elefanten ablichten - und mussten manchmal auch mit den Tränen kämpfen.
Wissenschaftler rekonstruieren anhand von Knochenfunden das Klima in Mitteldeutschland. Vor über einer Millionen Jahren waren hier so exotische Tiere wie Geparden, Elefanten und Nilpferde Zuhause.
Lamborghini zeigt auf der Peking Motorshow den konzeptionellen Ausblick auf einen sportlichen Crossover. Einen Geländewagen aus Norditalien hat es jedoch in den 80ern bereits einmal gegeben: den martialischen Lamborghini LM 002.
Spektakuläre Einblicke in die Tierwelt der Savanne: Disney's neuer Epos "Im Reich der Raubkatzen" bringt den "König der Löwen" erneut auf die Leinwand - diesmal mit eindrucksvollen Dokumentaraufnahmen aus Afrika.
Was für ein Land: 3000 Kilometer Küste, neun Provinzen und elf Amtssprachen. Südafrika, die Regenbogennation, beeindruckt mit seinen Kontrasten sofort jeden Besucher - auch mich.
Ein ganz heißer Tipp: Wandern unter sengender Sonne durch die Savanne Tansanias. Ein ungewöhnliches Abenteuer, bei dem der Gast aber nicht überall auf Luxus verzichten muss
Das Wetter ist mies und da wollte ich mal…….ach, hab ich euch eigentlich schon die Geschichte zu Ende erzählt? Also die Odyssee mit dem Auto? Nein? Ja? Macht nix, hier noch ein kleines Update in Sachen afrikanischer Behördenkultur. Dabei kommt mir immer wieder die Frage in den Sinn, was um alles in der Welt die „Leute“ dort bewegt, sich gerne mal mit blutigen Aufständen in die Unabhängigkeit zu strampeln, aber dann umgehend die eigentlich schlechten „Angewohnheiten“ der scheidenden „Kolonialmächte“ aufzunehmen und sie natürlich in einem afrikanischen Entschleunigungsprozess der lokalen Bürokratie-Evolution zu unterziehen. Ist das ein Racheakt für den Moment, wenn der Ausländer sich dann der Sache aussetzen muss? Oder ist einfach die Fortsetzung dessen, was „man“ so gewohnt war?  Gebaute Schulen werden als Ersatzteillager übers lange Wochenende zum Rohbau zurückgebaut, Brunnen funktionieren nur so lange, wie der Motor Benzin hat, Strommasten werden zu handlichen Stücken zerschweißt und als Altmetall verhökert. Vielleicht ist es auch die europäische Arroganz zu glauben, dass „man“ das in Afrika will und braucht. (Anm. d. Verf.: Man strafe mich der Pauschalisierung. Ich war in drei Ländern südlichen Afrikas und vermag eigentlich nicht zu sagen, wie AFRIKA so ist, aber manche Dinge ziehen sich, ob West, Ost oder Süd, wie ein roter Faden durch alle Geschichten.) Der Afrikaner an sich tendiert indes nämlich eher dazu, all die Errungenschaften, die das alltägliche Leben ein Stück weit bequemer machen, oder besser gesagt, von denen wir glauben, dass es dort das tun würde, weg zu brauchen, aber so etwas wie „Schalteratmosphäre“ oder „Uniformen“ bis teilweise ins Groteske zu betreiben.  So eben auch beim sog. „TÜV“. Eher an ein Sportheim aus den frühen Sechzigern erinnernd, steht mitten im Busch in der Peripherie von Windhoek ein Flachdachgebäude – was übrigens super ist in Sachen thermische Entwicklung des Raumklimas. Dieses „Ding“ ist der Amtssitz vom „Vollstrecker“. Einmal in seine Fänge geraten, weiß man wie jemand wie Wesley Snipes seine Vorlage für seine Figur in Blade entwickelt haben mag. Mal abgesehen davon, dass der Typ – und ich erzähle kein Quatsch – auch aussah wie Wesley Snipes. Da fahre ich also dort hin, um meinen abschließenden „Stempel“ zu erhalten, und sehe mich mit einer für Afrika recht häufigen bolzplatzähnlichen Freifläche konfrontiert, auf der aber auch so gar nichts darauf hindeuten könnte, dass man jetzt irgendwo anders ist als im Busch. Und was macht man da? Genau...man macht einfach das, was alle da machen. Sich irgendwo hinstellen und wartet. Keiner weiß so recht auf was oder auf wen, aber recht beeindruckend schnell sammeln sich so einem inneren Koaggulierungsdrang folgend immer mehr Autos und Leute. Erstaunlich dabei auch, dass natürlich – man ist ja in Afrika – viel mehr Leute da rumlaufen, als Autos bewegt werden.  Dem „ordentlichen“ Deutschen, der zwar „Recht und Ordnung“ angeblich auf irgendeinem verwunschenen Eckchen seines Genom sein eigen nennt, aber leider einen Defekt in Sachen Geduld und angelsächsischer Schlange-Steh-Kultur aufweist, bekäme hier spontanen Anlass für das Anlegen einer chronischen Gastritis. Irgendwie perlen Fahrzeuge laichschnurartig in Richtung dieses besagten Gebäudes. Echte Reihenfolgen gibt es nicht, aber irgendwie funktioniert es eigentlich ganz gut. Man kommt voran. Also im afrikanischen Sinne. Ein Stunde für 500 Meter kennt man bei uns sonst nur zum Ferienanfang im Sommer auf der A 8.  Auf irgendein geheimes Zeichen hin, öffnen die vorderen Reihen bei ihren Autos die Motorhauben. Und rollen so dann weiter. Mir erschließt sich dieses Ballett noch nicht ganz, aber als ich die magische Linie überfahre, mache ich, was alle machen. Haube auf. Wird wohl schon seinen Sinn haben. Ein neben mir stehender älterer Mann im ölverschmierten Blaumann, der seines Zeichens Automechaniker zu sein scheint, hebt die Hand mit dem „Supi“ bedeutenden emporgereckten Daumen und grinst mich an und deutet dann mit dem Kopf nach vorne. Und dann hör ich es auch. Irgendwer brüllt auf Afrikaans vor meinem Auto rum. Gut, sehen kann ich ja nix, denn meine Motohaube ist ja hochgeklappt. Allerdings sehe ich mich auch in keiner Bringschuld, was Reaktionen auf dieses Exerzierplatz-Gebell anbelangt. Dann materialisiert sich quasi aus dem Nichts auf meiner Beifahrerseite „BLADE“. Und brüllt in mein Auto. Eine Millisekunde gerät er ins Stocken, denn er erwartete mich als Fahrer genau auf der Seite. Man fährt ja schließlich links dort. Und ein ordentlicher Mensch hat dann gefälligst auch einen Rechtslenker zu fahren. Ich spüre wie sich seine Augen zu Fäusten ballen und sich aggressivst verengen. Denke ich mir jedenfalls, dass er das tat. Sehen konnte ich seine Augen ja nicht. BLADE halt. Sonnenbrille, nech? Sie wissen schon. Hilfesuchend schweift mein Blick zu dem nun noch mehr grinsenden Stammesältesten im Blaumann. „Praht jei Engels?“ Meine Augen müssen wohl schreckgebannt aufgerissen gewesen sein, denn nun kommt die Frage ca. 20 dB lauter in mein Auto gehustet. „PRAHT JEI ENGELS!!!!!!!!!!!“….ohne Fragezeichen übrigens. „AFRIKAANS?“….Mit Fragezeichen. Ich fühle mich, als würde ich meine Kinnspitze über das Gleis des herannahenden TGV halten, als besagte „BLADE“-Kopie sich halb in mein Auto hängt und nun Kuntakinte auf meiner Linken anbrüllt. Zum Glück fragt er mich jetzt nicht, ob ich neben Englisch und Afrikaans vielleicht auch noch Ovambo spreche. Wobei das kein Unterschied gemacht hätte, denn ich hab ja eh nicht geantwortet. Allerdings versteh ich auch nicht, was die beiden trotz eines Abstandes von einem Meter sich gegenseitig in die Ohrmuscheln brüllen. Erst sehr viel später bemerkte ich, dass BLADE immer so spricht. Und es wohl für ihn dann auch normal ist, dass man selber in presslufthammerähnlicher Lautstärke antwortet. Sichtlich angepisst, stampft er unvermittelt um mein Auto, reißt die Fahrertür auf und kopfschüttelnd mich raus. Und Kuntakinte grinst – mich mittlerweile mich ein wenig nervend - unvermindert weiter. Vor sich hinbrabbelnd – insofern man 90 dB als Brabbeln bezeichnen kann – wühlt BLADE aus meinen Unterlagen das entsprechende Formular heraus, springt aus dem Wagen und verschwindet wieder in den Schatten der hochgeklappten Haube. „SIT!“ Keine Reaktion meinerseits. Sein Kopf ruckt aus dem unsichtbaren Bereich hervor. Fast zähnefletschend presst sich die Aufforderung mich verdammt noch mal in mein Auto zu setzen durch seine zu vielen, zu weißen Zähne. BLADE. Ich sag´s ja…ich starre auf seine Kauleiste und erwarte förmlich das Ausklinken von blitzenden Fangzähnen. Dadurch schon wieder unkonzentriert folge ich seiner Anweisung nicht. Überirdisch schnell und raubkatzengleich steht er wieder neben mir und kommt mit seinem Gesicht meinem ZIEMLICH nahe. Sichtlich unter physischer Qual formt sich das Wort „PLEASE“ an seinem Satzanfang und endet mit der Aufforderung meinen Arsch umgehend in das Auto zubewegen in einer steten exponentiell ansteigenden Lautstärken-Kurve. Ich sitze noch nicht richtig, da kommt schon wieder von „vor meinem Auto“ das mittlerweile wohlige Gebell. Kuntakinte beginnt langsam die nächste Stufe seines Amusements zu erreichen, was sich durch sein Schluckauf ähnliches Gewippe manifestiert. Meine Antennen vollkommen auf den schmalen Schlitz zwischen hochgeklappter Haube und Scheibenunterrand justiert, entnehme ich dem Gebrüll vor mir, dass ich das Licht an und ausmachen, Blinker links, Blinker rechts. Wobei das mit einem enthemmten Gejaule beantwortet wird, denn BLADE meint natürlich SEIN Links und rechts, nicht meins. Ich unterlasse es aber, ihm zu zeigen, dass ich Afrikaans soweit verstehe, dass mir die Worte für „Dämlicher Hund“ und „Schwuchtel“ geläufig sind. Weitere Anweisungen zu diesem oder jenem folgen, und abschließend segelt ein Klemmbrett mit meinen Unterlagen von links in Wurfsternmanier in mein Auto. Kuntakinte lacht mittlerweile aus vollster Überzeugung, reckt nun beide Daumen nach oben und stottert wie mein grade angelassener Pajero: „Muahahahaaaa….you…..yo……You survived, Mister! Gnnnnnhaaahhaaa……“ Erwähnte ich, dass ich mich immer wieder besser fühle, wenn ich jemandem ein Lachen schenken kann. Nur in dem Fall bin ich etwas „angefasst“ gewesen. Die nun folgende wirkliche technische Überwachung meines an sich tadellos in Schuss seienden KFZ war dann nicht minder skurril. BLADE steht in einer Grube und brüllt nun, das Auto von unten an. Die vorhandene Treppe missachtend springt er mit einem Satz aus dem Loch, ins Auto und aufs Gas. Grenzgängerisch drischt er das Auto auf die vorhandene Teststrecke am Gebäude. Und ich sehe schon wie in Slow Motion Einzelteile meines just generalüberholten Motors durch die afrikanische Morgenluft in die Savanne segeln. Die Geschichte mit dem Loch im Auspuff, was nicht existierte, lass ich mal weg, denn die kostete mich dann weitere drei Stunden innige Zweisamkeit mit dem namibianischen Daywalker. Und nach 5 Stunden war es dann endlich soweit. MEIN Auto. Ganz offiziell. Und was ich damit dann anstellte, naja... Das ist eine andere Geschichte wert. In diesem Sinne Es grüßt derPapendieck
Familienvater Schönrock ist in Großbritannien zum Helden erklärt worden - weil er seine beiden Kinder zur Grundschule radeln lässt. stern.de-Kolumnistin Cornelia Fuchs über die außergewöhnliche Verehrung gesunden Menschenverstandes in London.
Afrika. Unendliche Weiten...usw. …Dies soll der Beginn einer kleinen, fortlaufenden Serie mit Bildern, Geschichten und Anekdoten aus fernen und nahen Ländern sein. Den einen wird es erfreuen, dem anderen bluten bereits die Ohren. Aber wenn man dort mal ein Jahr am Stück war, kann man doch so einiges ab vom Tourismus erleben und erzählen. Namibia……Namibia? Was macht man da, außer Urlaub, wird sich der eine oder andere fragen. Man kauft Autos. Schießt Antilopen grillfertig. Streitet sich mit Behörden. Fängt Leoparden. Kuschelt mit Löwen. Lässt sich von Schlangen beißen oder anspucken, von Elefanten jagen oder von Pavianen mit Steinen beschmeissen. Trinkt Hektoliter Gin Tonic. Diskutiert mit Farmern. Trifft spannende und weniger spannende Menschen. Isst seltsame Sachen. Und, und, und. Doch alles schön der Reihe nach. Immerhin sind wir ja in der Schule, nicht wahr? Den Kenner mag es langweilen, den Unwissenden erfreuen. Namibia, einst ehemalige Kolonie Deutsch-Südwest, liegt im südlichen Afrika und grenzt im Süden an Südafrika, im Norden an Angola und Sambia sowie im Osten an Botswana und im Westen an den Südatlantik mit dem Benguela-Strom. Der lässt kaltes Tiefenwasser aus der Antarktis die Küste entlang strömen und ist damit auch maßgeblich für die klimatischen Verhältnisse mitverantwortlich. Weite Teile sind Wüste. Die Kalahari im Osten. Und an der Westküste, von deren Name sich der eigentliche Name des Landes ableitet, die Namib. Große, permanent wasserführende Flüsse gibt es nur an der Grenze zu Angola, den Kunene. An der Südgrenze den Oranje. Namibia ist eins der wenigen Länder Afrikas, wo man von Wüste und Halbwüste, über Savanne bis hin zu tropischen Flusslandschaften alles findet. Die bekannte afrikanische Fauna hingegen findet man nur noch in wenigen großen privaten und staatlichen Naturreservaten, vornehmlich in der Etosha-Region. Der Rest des Landes ist Farmland für Viehzucht. Das Land ist mehr als zweimal so groß wie die gesamte Bundesrepublik und dünn besiedelt. Die meisten der knapp 2 Mio. Einwohner leben in Ballungszentren im Norden und in der Hauptstadt Windhoek. Dort kommt man auch mit dem Flugzeug an, wenn man sich zehn bis elf Stunden orthopädisch grenzwertigen Sitzpositionen unterworfen hat. Wenn man das erste Mal dort anfliegt, stellt man sich, wie so oft in Afrika, die Frage, ob die Jungs da vorn im Cockpit auch wissen, wo die Landebahn ist. Zwar toben da nicht wie andernorts Rinderherden über den Runway, aber rein optisch ist die immerhin über 3 km lange Bahn geschickt ins Landschaftsbild eingepasst. Öko-Tourismus rules! Wenn man davon noch keine handtellergroßen Schweißflecken bekommen hat, spätestens dann, wenn die Kabinen-Temperatur, einem umgekehrten Eier-Abschreck-Modus folgend, der vorherrschenden Außentemperatur angepasst wird. Und man hat IMMER zuviel an, wenn man von Frankfurt aus los geflogen ist. Der Trost dabei. Ca. 540 andere Menschen haben das gleiche Problem. Allerdings das wiederum stellt auch gerne ein gewisse olfaktorische Herausforderung dar, denn niemand möchte, von aggressiv schwitzenden, übergewichtigen Endvierzigern mit Großwildjäger-Ambitionen und angehendem Alkoholproblem umringt, feststellen, dass man mit den in den blumigsten Formulierungen angepriesenen Outdoor-Klamotten deftig übers Ohr gehauen wurde. Die Teile verhindern KEIN Schwitzen! Von wegen atmungsaktiv. Man wünschte sich, dass die Dinger genau DAS jetzt nicht tun würden. So bleiben einem nämlich viele Bouquets erspart. Schlagartig entschädigt wird man aber, sobald man die Nase in den steten Südwest-Wind hält und sofort merkt. Stopp mal! Hier ist was anders. Hier ist Afrika! Kristallklarer Himmel, der im Zenit schon frühmorgens beinahe ins Blauschwarz tendieren kann. Geräusche, die man sonst nur aus „Jenseits von Afrika“ oder „Wunderwelt der Tiere“ kennt. Mit seinem Handgepäck schlendert man nun also von dem einzigen, sich auf dem Gelände befindenen Flugzeug, in Richtung Flughafengebäude, welches – ich schätze mal – kaum größer ist als der Braunschweiger Hauptbahnhof. Man verflucht erneut den Verkäufer im Laden mit der Köterpratze und wünscht sich in seine alte BW-Hose zurück. Und dann macht man das, was irgendwie alle machen, die hier länger sind. Man schwitzt einfach. Zwar „saugt“ einem die geringe Luftfeuchtigkeit von unter 30 % - zum Vergleich bei uns herrschen im Schnitt gerne mal 70 bis 85 % - die Nässe schier aus den Achseln, aber, verdammt, es ist morgens um 8 Uhr schon über 30 Grad warm! Zumindest im Sommer. Also im Südsommer. Also im Januar. Ich denke, vor dem Hintergrund wird dann schnell klar, warum man klimatisch „overdressed“ ist, wenn man bei uns in den Flieger gestiegen ist. Das erste erfrischende Getränk in der Flughafenhalle ist also noch ca. 1 Stunde oder mind. 2 namibianische Beamte und einen entscheidenden Stempel im Reisepass entfernt. Doch das ist eine eigne Geschichte wert. To be continued…
„..Da schwafelt der Typ die janze Zeit von Kunst und Tanz, aber rischtisch watt zu gucken gibt´s da auch nich…“ Richtig! Man kann ja auch nicht alles auf einmal machen. Ich esse ja wohlwissend, dass der Nachtisch lecker ist, auch nicht alles mit einem Mal, gelle? Das fotomotivische Rad erfinde ich sicherlich überhaupt gar nicht neu mit der Idee, Körper-Profis vor eine Kamera zu zerren. Aber es macht eben einfach Spaß, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Nämlich das juste Vergnügen sich mit tänzerischen Belangen auseinanderzusetzen gepaart mit dem Anspruch das ganze irgendwie in Bildern zu bannen. Es gibt dabei zwar kritische Stimmen, die behaupten, dass ich weder ein guter Tänzer war noch ein brauchbarer Fotograf. Dazu sei nur gesagt, dass viele Fotografen auch keine unbedingt so topausgebildeten Großraubkatzen sind, um Gnus die Kehle durchbeißen zu können, und dennoch als Autodidakten Weltklassefotos in der afrikanischen Savanne schießen. Allein deswegen, weil sie eine überdurchschnittliche Motivation haben, es einfach zu tun. Ähnlich geht es mir da auch. Ein Zitat meiner ehemaligen Trainerin sagt da mehr als vieles andere: „Was er an Talent nicht hat, macht er durch Einsatz wieder wett.“ Eigentlich ist dem nichts mehr hinzuzufügen. Aber ich wäre nicht ich, wenn es bei einem „eigentlich“ bliebe. Wie bei vielen Dingen ist es bei der Thematik „Tanz“ nicht damit getan, sich einen Profitänzer zu organisieren und dann zu sagen „Tanz mal“. Das gibt schöne Dokumentationsfotos einer perfekten Körperbeherrschung. Aber ist bisweilen vom Paradoxon gebeutelt, eine dynamische Kunstform in Form eines statischen Mediums zu „konservieren“. Das lässt sich nur noch dadurch toppen, indem man einen Sänger fotografiert und sagt, dass er „eigentlich“ gut klingt. Vorüberlegung dabei ist also, ob man die Dynamik sichtbar machen will oder Momente einzufrieren versucht. Das ist aber eine eher technische Frage, die schnell beantwortet ist. Wenn man sich selber mit der Materie länger beschäftigt und mal probiert, seinen Körper nicht nur rein räumlich in eine (möglichst) wohlkoordinierte Art und Weise in physikalische nachvollziehbare Wechsel von Bewegung und Statik zu positionieren, sondern das ganze auch noch zeitlich sinnvoll zu bewerkstelligen, kommt man schnell an den Punkt beim Fotografieren solcher Dinge, dass es ein stetiger Prozess ist, der einer diffizilen Inszenierung gleich kommt. Eine Bewegung erfolgt ja nicht von Punkt A und endet ohne Zeitverlust in Punkt B. Ohne kontinuierliche Zwischenstationen geht es eben einfach nicht. Klingt vielleicht banal, aber versuchen Sie mal beim Gehen ihren rechten Fuß hinter sich zu haben und im selben Moment den linken auch. Ich denke, die Konsequenzen sind klar. Was ihnen das jetzt sagen soll? Ganz einfach. Je intensiver sie sich mit einer Thematik, die sie fotografisch interessiert, beschäftigen, um klarer werden irgendwann die Grundprinzipien. Sie wollen beispielsweise einen Eisvogel fotografieren? So ist es sinnvoll, dorthin zu gehen, wo Wasser ist. Und möglichst klares. Und möglichst am Tage. Und nicht im Winter bei anhaltendem Dauerfrost. Klar soweit? So ist es bei der Tanzerei eben auch. Man fängt an in dreidimensionalen Bezügen zu denken, weil sich eben ein Körper (im tänzerischen Normalfall) im dreidimensionalen Raum bewegt. Das musikalische Timing ist beim Fotografieren eher zweitrangig. Hier entstehen Wechselwirkungen zwischen Modell und Fotograf. Und darüber hinaus kann man dann Dinge tun, die in der Form entweder anatomisch grenzwertig sind oder rein physikalisch so nicht durchführbar. Umso mehr Anlass, sich jemanden ins „Boot“ zu holen, mit dem man tanzpaargleich harmoniert. Mit der einen Dame bildet man eine „Fusion“. Bei der anderen tanzt man eher gegeneinander. Und so ist es dann beim Fotografieren wie im Tanz. Der Herr führt und schafft seiner Dame den Freiraum, den sie nutzen kann, genau eine Sache ausreichend zu tun. Zauberhaft auszusehen. Es grüßt der Papendieck.
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