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Wo sich Eisbären und Lenin gute Nacht sagen

Jeden Sommer wird die einsame Inselgruppe Spitzbergen von Kreuzfahrtschiffen besucht. Noch bis 1998 lebten in dem Städtchen Pyramiden viele Russen und bauten Kohle ab. Jetzt verkommt der Ort zur Geisterstadt, doch einer hält Wacht.

Der Wachmann steht auf einem Poller im Hafen

Mit Pelzmütze auf dem Kopf und  Gewehr auf dem Rücken: Alexander Romanowski bewacht die verlassene Siedlung Pyramiden auf Spitzbergen.

Auf einem verwitterten Steg wartet ein Mann mit Hammer-und-Sichel-Pelzmütze. Über der Schulter trägt er ein Gewehr für den Fall, dass ein Eisbär auftaucht. "Der letzte wurde hier im Mai gesehen, aber man weiß nie", lächelt der 33-Jährige verschmitzt. Alexander Romanowski bewacht Pyramiden, eine seit 1998 verlassene russische Bergarbeitersiedlung.

Heute nimmt er ein Boot in Empfang, das einige Dutzend Reisende zu der Arktis-Kuriosität bringen soll: Die ziemlich triste Siedlung aus der Sowjetära mit ihrem morbiden Charme erlebt seit einiger Zeit ein Comeback als Touristenattraktion.

 Pyramiden gehört noch immer der russischen Firma Arktikugol, liegt jedoch am Ufer eines Fjords der Insel Spitzbergen, im Herzen des norwegischen Archipels Svalbard. "Svalbard ist norwegisches Territorium, aber mit Sonderstatus, wo jeder zum Arbeiten hinziehen kann", erklärt Reiseleiterin Kristin Jaeger-Wexsahl, während sie das Boot von Longyearbyen etwa 50 Kilometer durch den Isfjord steuert.

Céline Serrat/AFP
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