Gigantische Wälder und riesige Höhlen: Viele US-Nationalparks haben den Titel des Unsesco-Welterbes redlich verdient. Aber auch Kulturdenkmäler hat das Land zu bieten: eine Reise von Ost nach West. Von Anja Schöbel
Dampfende heiße Quellen, moosbedeckte Urzeitriesen und bizzare Tropfsteinlandschaften: Nordamerika ist ein wahres Wunderland der Natur. Über den ganzen Kontinent verteilt liegen die Nationalparks, die die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt schützen. Insgesamt elf tragen bereits den begehrten Titel des Weltnaturerbes.
Aber wer denkt, die USA hätten kulturell nicht viel zu bieten, der irrt. Angefangen bei präkolumbischen Siedlungen stellte die Unesco bereits mehr als ein halbes Dutzend bedeutsame Stätten unter ihren Schutz.
Nistplatz in der Wasserlandschaft der Everglades
Die Sumpfgebiete mit den ausgedehnten Seegrasflächen und Mangrovenwäldern bieten vielen Tierarten ein Zuhause. Besonders für Vögel ist die Landschaft im Süden Floridas ein Paradies. Die Indianer nannten sie "Pay-hay-okee", Fluss aus Gras. Die Nutzung der Everglades als Trinkwasserquelle für angrenzende Städte und intensive Landwirtschaft gefährden das empfindliche Ökosystem. Nur etwa ein Drittel des Gebiets wird durch den Nationalpark geschützt.