Ägypten leidet unter fehlenden Touristen

9. August 2013, 10:13 Uhr

Seit dem Sturz von Husni Mubarak 2011 bleiben die Touristen in Ägypten aus, die Bevölkerung leidet unter sinkenden Einnahmen. Eine Besserung ist nicht in Sicht.

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In der ägyptischen Wüste herrscht Ruhe. Wegen der politischen Krise im Land bleiben die Touristen aus. mehr...

Der Sturz des langjährigen Machthabers Husni Mubarak 2011 versetzt der ägyptischen Tourismus-Industrie einen ernsten Schlag, einst war sie das Hauptstandbein der Wirtschaft. Seit der Absetzung des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi hat sich die Lage weiter verschlechtert. O-Ton Gameel Hassan, hat einen Papyrus-Laden: "Wir hoffen, Allah bringt die Zeiten zurück, als es Arbeit gab, weil wir komplett vom Tourismus abhängen. Wie werden wir unsere Steuern zahlen? Unsere Gehälter? Unsere Miete?" Im Jahr vor Mubaraks Sturz kamen 15 Millionen Besucher nach Ägypten, ein sehr gutes Jahr für die Branche. Nun sind die Zahlen um mehrere Millionen gesunken. Aber nicht alle lassen sich von der aktuellen Lage einschüchtern. O-Ton Ryan Gary, Tourist aus den USA: "So lange man sicher reisen kann und kluge Entscheidungen trifft, ist es okay. Oft sind die Leute viel netter, als die Medien sie darstellen." Der Tourismusminister Hischam Saasu arbeitet nach eigenem Bekunden hart daran, dass die Reisewarnungen wieder aufgehoben werden. O-Ton Hischam Saasu, ägyptischer Tourismusminister: "Der kurzfristige Plan konzentriert sich auf den Tourismus an Reisezielen wie dem Roten Meer und Süd-Sinai, wo es ein gewisses Maß an Sicherheit gibt, weit weg von den Konflikt-Zentren." Den Händlern in Kairo hilft das wenig. Sie hoffen weiter auf zahlungskräftige Kunden aus dem Ausland. Schließen