New York tanzt aus der Reihe

4. September 2013, 08:50 Uhr

Sie ist die spektakulärste Parade der Stadt: Am West Indian American Day sind im Stadtteil Brooklyn eine Million Menschen auf den Beinen und saugen mit allen Sinnen die Karibik-Atmosphäre auf.

In den Vereinigten Staaten ist der erste Montag im September ein Feiertag: der Labour Day. Für die meisten Nordamerikaner bedeutet der Labor Day ein langes Wochenende, ein Ausflug ans Meer oder ein Kurztrip anderswohin. Gleichzeitig markiert der Tag auch das Ende des Sommers.

Anders in New York: Seit Jahrzehnten wird auf dem Eastern Parkway, dem großen Boulevard in Brooklyn, ein Fest gefeiert, das in den frühen 1960er Jahren in Harlem seinen Anfang nahm: der Labor Day Carnival. Wie schon in vergangenen Jahren wurde auch in diesem Jahr die große Karibikparty von einem Zwischenfall überschattet.

Ein Einjähriger war in seinem Kinderwagen bei einem Spaziergang in der Nähe kurz zuvor auf offener Straße erschossen worden. Die Kugel sollte möglicherweise seinen Vater treffen, wie die "New York Times" am unter Berufung auf Polizeiangaben berichtete. Doch die Hiobsbotschaft hat die Menschen nicht vom Feiern abgehalten.

Beim Brooklyn Museum ist der Start zum großen Umzug: Wer bunte Kostüme mag, schmückt sich mit grellen Schwanzfedern und tanzt zu den Rhythmen der Steel Drums.
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