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Einsam in der Stadt der Liebe: So haben Sie Paris noch nie gesehen

Den Eiffelturm, Notre Dame, den Louvre - hat man alles schon Hunderte Male gesehen. Aber noch nicht so, wie es dem französischen Fotografen Serge Ramelli gelungen ist: Bei ihm herrscht in der Stadt der Liebe beinahe eine gespenstische Stille.

Dach Notre Dame, Paris

Blick vom Dach der Kathedrale Notre Dame

Der Louvre in Paris ist ein Touristenmagnet ohnegleichen. Jahr für Jahr zieht er Millionen Besucher an, die berühmte Werke wie die Mona Lisa oder die Venus von Milo bestaunen wollen. Normalerweise herrscht jeden Tag ein großes Gedränge vor der ikonischen Glaspyramide des Louvre. Auf dem Schwarz-Weiß-Foto des französischen Fotograden Serge Ramelli hingegen ist der Platz beinahe menschenleer, es herrscht eine gespenstische Stille, die den Alltagstrubel der französischen Hauptstadt an der Seine beinahe vergessen lässt.

Bekanntes auf völlig neue Weise sehen

Es sind ungewohnte Aufnahmen aus der Stadt der Liebe, die Ramelli in seinem Bildband "Paris" zeigt (circa 100 Schwarz-Weiß-Fotografien). Zwar hat man die Motive schon Dutzende Male gesehen - die mächtige Kathedrale Notre Dame, den Triumphbogen und natürlich den Eiffelturm -, doch durch das interessante Wechselspiel aus Licht und Schatten und die Einsamkeit, welche diese Sehenswürdigkeit umgibt, erzeugen sie einen ganz eigenen Charme. So haben Sie Paris noch nicht gesehen!

Mit breitem Aufnahmewinkel und großen Formaten widersetzt er sich dem antiquierten Streben "nach einer surrealistischen Darstellung des Banalen, des Alltäglichen, das oft erreicht wird durch enge Bildeinstellung oder Zoom", wie es in der Einleitung von Harold Hinsinger heißt.

Fotograf oder Filmschaffender?

Nebem dem Fotografieren ist Ramellis zweite Leidenschaft das Filmemachen. Seine großen Vorbilder sind die Filmemacher Jean-Pierre Jeunet ("Die fabelhafte Welt der Amélie") oder Ridley Scott ("Alie", "Gladiator"). Seine Fotografien versteht Ramelli eher als Filmplakate, dementsprechend seien die Retuschen seiner Bilder "ausnahmslos der Filmästetik entlehnt", heißt es in der Einleitung.

Der Bildband "Paris" (176 Seiten) von Serge Ramelli erscheint im TeNeues Verlag und kostet 59,90 Euro.