Die neusten Kojen in der Hansestadt

17. September 2012, 12:45 Uhr

Hafen, Musicals und Michel ziehen immer mehr Besucher an. Bald gehört Hamburg bei den Übernachtungen zu den Top-Zielen Europas. Für den Boom werden weitere Hotels benötigt - wir zeigen die neusten. Von Till Bartels

Als Ziel von Städtereisen wird Hamburg immer beliebter. Mit erstmals über 10 Millionen Gästenächten rechnet Hamburg in diesem Jahr. "Wir schaffen es, Amsterdam abzuhängen", gibt sich Hamburgs Tourismuschef Dietrich von Albedyll optimistisch. Seine Zuversicht begründet er mit den guten Wachstumszahlen im ersten Halbjahr 2012: ein Gästeplus von 9,4 Prozent melden die Hoteliers. Noch liegt Amsterdam auf Platz zehn der beliebtesten Touristenmetropolen Europas. Doch bis zum Jahresende dürfte Hamburg der Grachtenstadt den Rang abgelaufen haben.

An dem Boom möchte die Hotellerie partizipieren. Fast jeden Monat eröffnet ein neues Hotel in Hamburg. Besonders im Vier-Sterne-Segment wächst die Auswahl. Doch es gibt auch jede Menge neue, preiswerte und unkonventionelle Übernachtungsmöglichkeiten. Sieben davon stellen wir vor.

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Runde Rotlichtlampe überm Bett: Arcotel Onyx an der Reeperbahn©

Arcotel Onyx: Cool am Kiez

Am Fuße der Tanzenden Türme, einem neue Gebäudeensemble des Architekten Hadi Therani zu Beginn der Reeperbahn, hat eine zweite Hamburg-Dependance der österreichischen Arcotel-Gruppe aufgemacht. Der schwarze Bau mit seinen runden Fenstern entpuppt sich als durchgestyltes Vier-Sterne-Superior-Haus mit mutiger Farbgebung auf den 215 Zimmern. Entspannend: Die Kuschelkissen auf den breiten Fensterbänken vor den schallisolierten Bullaugen. Auch Themenzimmer sind im Angebot, von Musical über Schifffahrt bis Kiez - letzteres mit Exponaten aus dem St. Pauli Museum inklusive einer Tabledance-Stange. Preise: DZ ab 89 Euro ohne Frühstück.
Adresse: Reeperbahn 1A, U-Bahn: St. Pauli, www.arcotelhotels.com/de

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Kabeltrommel als Beistelltischchen: Lobby der Superbude St. Pauli©

Superbude St. Pauli: Unkonventionell und kommunikativ

Nach dem großen Erfolg der ersten Hamburger Superbude hat ein zweites Haus in bester Lage für Nachtschwärmer aufgemacht: im ehemaligen Fernmeldeamt an der Grenze zwischen dem Schanzenviertel und St. Pauli. In dem etwas anderen Budget-Hotel mit freundlichem Personal duzen sich alle. Die langgestreckte Lobby dient als kommunikative Mehrzweckhalle, mit Rezeption, der Futterbude Kitchen Club und Kühlschränken mit Selbstbedienung rund um die Uhr. Wer einfach nur chillen möchte, räkelt sich in den mit Fellen ausgelegten Schubkarren. Das witzigste Zimmer: Die Rockstar Suite bietet mit sechs Matratzen nebeneinander (und Totenkopf-Kopfkissen) reichlich Platz für Großfamilien oder Musikern mit ihren Groupies.
Preise: Backpackerbett ab 16 Euro, Doppelbude ab 59 Euro, Viererbude ab 91 Euro, Suite an 199 Euro.
Adresse: Juliusstraße 1-7, S- und U-Bahn: Sternschanze, www.superbude.de

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Klare Formen, reduzierte Farben: modernes Design im Barceló Hamburg©

Barceló Hamburg: Spaniens Avantgarde an der Alster

40 Millionen Euro hat das familiengeführte Unternehmen aus Mallorca in Hamburg investiert. Vorteil des Vier-Sterne-Hauses: die zentrale und ruhige Lage, nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof, Ballindamm und Alster entfernt. Knapp durchgestylte 200 Superior, Deluxe-Zimmer und Suiten in weiß-beige-brauner Farbgebung stehen zur Wahl, mit beheizten, hellen Holzfußböden, Regenduschen in den transparenten Bädern und großen TV-Flachbildschirmen.
Preise: DZ ab 96 Euro bei Vorausbuchung plus Frühstück.
Adresse: Ferdinandstraße 15, U-Bahn: Hauptbahnhof und Mönckebergstraße, www.barcelo.com

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Alles neu, schlicht und sauber: A&O Hostel in Hammerbrook©

A&O Hamburg City Süd: Die Hostel der Rekorde

Einen ganzen Häuserblock nimmt die seit Mai eröffnete Hostel in Hammerbrook ein. Das durchrenovierte Gebäude ist eine Unterkunft über acht Stockwerke im XXL-Format und wird von Schulklassen, Sportvereinen und großen Gruppen bevorzugt. Bis Ende des Jahres werden 2000 Betten zur Verfügung stehen. Das ist nach Eigenangabe ein Europarekord, und die Kapazität grenzt an die Dimensionen der Mega-Hotels in Las Vegas. Besonderheit: die offene Roof-Lounge mit Blick auf die von Kirchtürmen gesäumte Skyline. Neben den Mehrbett- auch Einzel-, Doppel und Familienzimmer. Das Haus pflegt einen offener Umgang mit der Geschichte des Gebäudes: Eine Schautafel erzählt die ungewöhnliche Vergangenheit der einstigen Zigarrenfabrik Wolff.
Preise: Dorm im Achter-Zimmer ab 12 Euro, EZ an 39 Euro, DZ ab 25 Euro pro Person. Kinder bis 17 Jahren schlafen kostenlos im Zimmer der Eltern.
Adresse: Spaldingstraße 160, U- und S-Bahn: Berliner Tor, www.aohostels.com

Lesen Sie weiter auf Seite 2: das Scandic Hotel Emporio, das 25hours Hafencity und das neue Dorint Hotel

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