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Wie aus einem Slum eine Touristenattraktion wird

Bunt, bunter, Kampung Pelangi: Das indonesische Dorf sieht aus, als hätte man tausende Farbeimer darüber ausgeschüttet. Ob Hauswände, Treppen oder Geländer, alles wurde bemalt. Für die Bewohner ein Segen.  

Sicht auf den bunt angemalten Slum in Indonesien

Farben über Farben: Aus einem Slum in Indonesien wurde eine bunte Touristenattraktion 

Nach Italien fahren Touristen, um die Kanäle Venedigs zu bestaunen, nach Frankreich, um ein Foto vom Eiffelturm zu machen und nach Indonesien reisen Menschen meist, um an den wunderschönen Stränden zu liegen und Wanderungen durch das Hinterland zu machen. Doch jetzt hat Indonesien eine neue Attraktion: das Regenbogen-Dorf. 

Village improvement program. . . . . . #kampungpelangi #kampungtematik #semarang #village #rainbow #like4like #nganu

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22.467 Dollar (20.440 Euro) investierte die Regierung in das kleine Dorf Kampung Pelangi, um es optisch auf Vordermann zu bringen. Touristen verirrten sich schon lange nicht mehr in den Ort, der in einem katastrophalen Zustand war und den Status eines Slums hatte. 

Mit Farbe gegen die Armut

Mit viel Farbe sollte sich dies jedoch ändern. Initiiert wurde die farbenfrohe Aktion von Slamet Widodo, dem Rektor einer Junior High School. Insgesamt wurden 232 Häuser und Hütten in Kampung Pelangi in bunte Kunstwerke verwandelt. Ob Punkte, Streifen, Figuren oder andere Muster – jedes Gebäude wurde mit einem anderen Motiv bemalt. Doch die Maler machten auch nicht vor den Treppen und Wegen des Dorfes halt und so erscheint alles dort in neuem Glanz.

Kalo km hanya mau dihormati tanpa mau menghormati orang lain, jadilah bendera . . . . . 📷 : @an_anisacerewet

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Buatmu, #exploreambarawa #jatenghits #kampungbejalen #kampungpelangi #rawapening

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Hiasi hidupmu dengan senyumanmu.. 😊 . . . #kampungpelangi #bejalen #ambarawa #semarang #semaranghits #dolansemarang

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Mari ciptakan kebahagiaan gengs @el_mahmuda178 @anna_mustika6464 #kampungpelangi #exploreambarawa #piknikasik #holiday #latepost

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Eine extreme Veränderung, wenn man sich anschaut, wie das Dorf vor der Aktion aussah. 


Und das Wichtigste, das kleine Dorf wurde durch die Malerei zur gewünschten Touristenattraktion – vor allem für Instagramer. Ein Segen für die Bewohner. Sie können jetzt Essensbuden für die hungrigen Touristen eröffnen, Souvenirs verkaufen und Touren durch ihre bunten Gassen anbieten, so "Bored Panda"

Graffitis in den Slums von Rio 

Ganz neu ist die Idee nicht. Es gibt bereits Slums, die ebenfalls durch Farbe an den Hauswänden zu Attraktionen wurden. In Rio de Janeiro haben einheimische Künstler das Projekt "Caminho do Grafite" ins Leben gerufen. Hierbei werden zwar nicht ganze Viertel bunt, doch die Hauswände in den Gassen mit riesigen Graffitis besprüht. Auch hier, wird vor allem an die Bewohner der Slums gedacht. Diese können die Touristen durch die bunten Gassen führen und so etwas Geld verdienen. 


stb

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